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JuraForum.deUrteileBFHUrteil vom 04.09.2002, Aktenzeichen: I R 7/01 



BFH – Aktenzeichen: I R 7/01

Urteil vom 04.09.2002


Leitsatz:1. Sagt eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Alters- und/oder eine Invaliditätsversorgung zu, so ist die Versorgungsverpflichtung nicht finanzierbar, wenn ihre Passivierung zur Überschuldung der GmbH im insolvenzrechtlichen Sinne führen würde. Bei der Beurteilung dieses Merkmals ist auf den Zeitpunkt der Zusageerteilung abzustellen (Bestätigung der Senatsurteile vom 20. Dezember 2000 I R 15/00, BFHE 194, 191, BFH/NV 2001, 980, und vom 7. November 2001 I R 79/00, BFHE 197, 164, BFH/NV 2002, 287).

2. Für die Prüfung der insolvenzrechtlichen Überschuldung sind diejenigen Bilanzansätze maßgeblich, die in eine Überschuldungsbilanz aufzunehmen wären. Dabei ist die Pensionsverpflichtung grundsätzlich mit dem nach § 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 EStG zu bestimmenden Barwert der Pensionsanwartschaft anzusetzen. Weist jedoch die GmbH nach, dass der handelsrechtlich maßgebliche Teilwert der Pensionsverpflichtung niedriger ist als der Anwartschaftsbarwert, so ist dieser Teilwert anzusetzen.
Rechtsgebiete:KStG, EStG, HGB
Vorschriften:KStG § 8 Abs. 1, KStG § 8 Abs. 3 Satz 2, EStG § 6a Abs. 3, HGB § 253 Abs. 1 Satz 2,
Verfahrensgang:FG Düsseldorf 6 K 7748/97 K vom 11.01.2000
FG Düsseldorf 6 K 7748/97 G vom 11.01.2000
FG Düsseldorf 6 K 7748/97 U vom 11.01.2000

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