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Zustellung – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Zustellung“.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 2934/96 vom 22.01.1997

1. Ist die Ausreisepflicht bereits kraft Gesetzes vollziehbar, so bedarf es für die Rechtmäßigkeit der Abschiebungsandrohung keines sofort vollziehbaren Grundverwaltungsaktes. Eine Verfügung, die nur das Erlöschen einer früheren Aufenthaltserlaubnis feststellt, bedarf deshalb nicht der Anordnung des Sofortvollzugs (im Anschluß an VGH Bad-Württ, Urt vom 05.05.1992 - 13 S 1948/91; aA VGH Bad-Württ, Beschl vom 13.03.1990 - 1 S 3361/89).

OLG-KOELN – Urteil, 3 U 96/96 vom 17.12.1996

1. Hat ein Steuerberater die Steuererklärungen für seinen Mandanten nicht rechtzeitig abgegeben mit der Folge, daß das Finanzamt Schätzungsbescheide erlassen hat, so liegt der dem Mandanten entstandene Schaden in der Differenz zwischen den infolge der Schätzungen zu hoch festgesetzten Steuern und denjenigen, die bei rechtzeitiger Abgabe der Steuererklärungen tatsächlich angefallen wären.

Der Schaden ist bereits mit dem Zugang der belastenden Steuerbescheide entstanden, jedenfalls aber endgültig mit deren Bestandskraft.

2. Hat das Finanzgericht dem Steuerberater zur Vorlage der Prozeßvollmacht einer Ausschlußfrist gemäß § 62 FGO gesetzt, so wird die von ihm erhobene Klage mit Fristablauf endgültig unzulässig. Eine Heilung des Mangels der Vollmacht kann nur innerhalb der Ausschlußfrist durch Fortführung des Prozesses durch den Steuerpflichtigen persönlich oder einen mit Vollmacht versehenen Vertreter erfolgen.

3. Nach Ablauf der Ausschlußfrist kann der Schaden nur noch durch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand abgewendet werden. Der Steuerberater hat den Mandanten hierüber und über die bei Stellung eines Wiedereinsetzungsgesuchs einzuhaltenden Formalitäten zu belehren. Im Hinblick auf eine Wiedereinsetzung im finanzgerichtlichen Verfahren gemäß § 56 FGO ist das Verschulden des Bevollmächtigten dem Steuerpflichtigen zuzurechnen.

4. Das Finanzamt kann einen bestandskräftigen Steuerbescheid nur noch in den engen Grenzen der §§ 172, 173 AO oder aufgrund einer Außenprüfung gemäß §§ 193 ff. AO abändern. Hierauf hat der Steuerpflichtige aber keinen Anspruch.

OLG-KOELN – Beschluss, 26 WF 137/96 vom 13.11.1996

1. Der Kostenbeamte ist befugt, einer gemäß § 128 Abs. 3 BRAGO erhobenen Erinnerung abzuhelfen. Einem durch die Abhilfeentscheidung beschwerten Beteiligten des Festsetzungsverfahrens steht hiergegen wiederum der Rechtsbehelf der Erinnerung zu.

2. Mit der Bewilligung zur Prozeßkostenhilfe ist das Prozeßkostenhilfeprüfungsverfahren beendet. Eine nachfolgende Erörterung der Sache und ein darauf folgender Vergleichsabschluß sind nicht mehr Gegenstand des Prozeßkostenhilfeprüfungsverfahrens. Hierfür spielt es keine Rolle, ob die Klage zugestellt worden ist oder nicht.

3. Die Entstehung einer Erörterungsgebühr nach § 31 I Nr. 4 BRAGO setzt lediglich die Anhängigkeit, nicht die Rechtshängigkeit des Verfahrens voraus.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 Wx 16/94 vom 28.06.1996

Die Kosten des ,obsiegenden Gegners" im Beschwerdeverfahren bei Richter- oder Sachverständigenablehnung sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 1 S 2716/95 vom 21.05.1996

1. Die Wiedereinsetzung im gerichtlichen Verfahren bedarf einer ausdrücklichen Entscheidung (wie BVerwG, Urt vom 22.2.1985 - 8 C 123/83 -, NVwZ 1985, 484).

2. Fehlt eine ausdrückliche Entscheidung des erstinstanzlichen Gerichts, so ist das Rechtsmittelgericht befugt, über die Wiedereinsetzung zu entscheiden, wenn aus Rechtsgründen die Möglichkeit einer positiven Bescheidung von vornherein ausscheidet; einer Zurückverweisung an das grundsätzlich zuständige erstinstanzliche Gericht bedarf es in diesem Fall nicht.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 10 S 18/96 vom 13.05.1996

1. Der Beginn der Sechsmonatsfrist, innerhalb derer eine Streitwertbeschwerde einzulegen ist, bemißt sich nach § 187 Abs 2 BGB mit der Folge, daß eine Streitwertbeschwerde, die erst sechs Monate nach dem Tag eingelegt wird, an dem die Entscheidung in der Hauptsache Rechtskraft erlangt hat, verspätet ist.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 9 S 1013/94 vom 16.04.1996

1. Eine Klage ist nicht schriftlich iS von § 81 Abs 1 S 1 VwGO erhoben, wenn die Klageschrift nicht mit der eigenhändigen Namensunterschrift des Klägers oder seines Prozeßbevollmächtigten, sondern von einer anderen Person unter fremdem Namen unterzeichnet ist.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 W 61/95 vom 21.02.1996

Hat ein Vermieter in Abwesenheit des Mieters dessen Wohnung selbstherrlich unbewohnbar gemacht und die Sachen des Mieters aus ihr fortschaffen lassen, so kann er dem Mieter an diese Adresse nicht wirksam eine Räumungs- und Zahlungsklage zustellen lassen. Die unbewohnbaren Räumlichkeiten stellen keine ,Wohnung§ i.S. von § 181 ZPO dar, auch wenn der Mieter in Unkenntnis der Vorgänge nachwievor in der Wohnung polizeilich gemeldet ist.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 W 48/95 vom 20.12.1995

EuGVÓ Art. 38 Abs. 1, AVAG § 37 Abs. 1 Das Beschwerdeverfahren gegen die Erteilung der Vollstreckungsklausel zu einem vorläufig vollstreckbaren Titel nach dem EuGVÓ ist im Hinblick auf das gegen den Titel eingelegte Rechtsmittel nach Art. 38 EuGVÓ regelmäßig nur dann auszusetzen, wenn die zu vollstreckende Entscheidung erkennbar fehlerhaft ist, so daß ein Erfolg des Rechtsmittels ohne weiteres zu erwarten ist. In allen übrigen Fällen ist dem Interesse des Vollstreckungsschuldners dadurch hinreichend genüge getan, daß die Zwangsvollstreckung von der Leistung einer Sicherheit abhängig gemacht wird.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 13 S 2886/95 vom 28.11.1995

1. Seit der Gründung der "Bundesrepublik Jugoslawien" am 27.4.1992 genügt die Bezeichnung des Abschiebeziels "Jugoslawien" in einer Abschiebungsandrohung dem Bestimmtheitsgebot (wie VGH Baden-Württemberg, Urt v 25.3.1994 - A 14 S 2105/93 - und Beschl v 23.10.1995 - 1 S 2378/95 -; aA noch VGH Baden-Württemberg, Beschl v 19.10.1993 - 11 S 1183/93 -).

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 4/95 vom 24.11.1995

1. Eine -ausreichende- Unterlassungsverpflichtungserklärung beseitigt nicht das Rechtsschutzinteresse an der Erlangung eines gerichtlichen Titels. 2. Die Werbung für Eintragungen in ein ,Telefaxbuch" ist irreführend, wenn durch sie der Eindruck erweckt wird, bei dem angekündigten ,Telefaxbuch" handle es sich um ein (fast) vollständiges Verzeichnis aller Faxteilnehmer in Deutschland. 3. Die Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung mit einem Vertragsstrafeversprechen in Höhe von DM 6.001,-- für jeden Fall der Zuwiderhandlung beseitigt bei irreführender Akquisition von Anzeigeneintragungen in einem Telefaxbuch die Wiederholungsgefahr jedenfalls dann nicht, wenn vom Unterlassungsschuldner später erneut nur unwesentlich abweichende wettbewerbswidrige Angebotsschreiben versandt werden. 4. Gibt ein Unterlassungsschuldner, der auf die ursprüngliche Abmahnung nicht mit einer Unterwerfung reagiert hatte, nach Erlaß einer Beschlußverfügung statt der von ihm geforderten Abschlußerklärung nunmehr eine vertragsstrafegesicherte Unterlassungserklärung ab, braucht der Gläubiger eine solche nicht anzunehmen; sie beseitigt auch nicht die Wiederholungsgefahr. 5. Ein Kläger kann sich nicht mit Erfolg auf § 270 Abs. 3 ZPO berufen, wenn er - auch in der Zeit bis zum Ablauf der Verjährung - nicht alles ihm Zumutbare getan hat, um eine Verzögerung nach Eintritt der Verjährung zu vermeiden. Zu den an den Kläger in diesem Zusammenhang im Einzelfall zu stellenden Anforderungen.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 Wx 188/95 vom 10.11.1995

Auch unter Berücksichtigung des § 47 Satz 2 WEG sind einem Antragsteller dann alle Kosten einschließlich der außergerichtlichen Kosten der Antragsgegner aufzuerlegen, wenn er das WEG-Verfahren zu Unrecht gewählt hat und wenn ihm im an sich zuständigen Verfahren der streitigen Gerichtsbarkeit diese Kosten gem. § 91 ZPO aufzuerlegen gewesen wären.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 WX 179/95 vom 18.10.1995

Die Bestellung eines Abwesenheitspflegers nach § 1911 Abs. 1 BGB setzt ein Fürsorgebedürfnis aus der Sicht des Abwesenden, nicht allein ein Interesse eines Dritten, voraus.

OLG-KOELN – Beschluss, 19 W 25/95 vom 06.09.1995

Veranlassung zur Erhebung einer Vollstreckungsabwehrklage

ZPO § 93 Der Gläubiger einer titulierten Forderung gibt (noch) keine Veranlassung zur Erhebung einer Vollstreckungsabwehrklage, wenn er dem Schuldner gegenüber zum Ausdruck bringt, auf die Durchsetzung des Anspruchs zu verzichten, sofern eine vergleichsweise Regelung getroffen werden kann.

OLG-KOELN – Urteil, 18 U 22/95 vom 13.07.1995

2000,-- DM Schmerzensgeld bei Alleinverschulden des Unfallgegners und folgenden Beeinträchtigungen: Schädelhirntrauma ersten Grades, commotio cerebri, Prellung der linken Schulter, starke Schmerzen im Bereich der oberen HWS auf Druck und bei Bewegung; Geschädigter mußte 14 Tage lang Tag und Nacht Zervikalstütze tragen, zwei Wochen täglich elektrophysikalische Behandlung, 4 Wochen 100 % MdE, danach 1 Woche 20 % Mde und eine weitere Woche 10 % MdE.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 14 S 355/95 vom 14.06.1995

1. Zulassung der Berufung nach § 78 Abs 3 Nr 3 AsylVfG (AsylVfG 1992) wegen Versagung rechtlichen Gehörs (§ 138 Nr 3 VwGO), wenn das Verwaltungsgericht zwar den beteiligten Asylbewerber, nicht aber dessen Prozeßbevollmächtigten zur mündlichen Verhandlung geladen hat.

OLG-KOELN – Beschluss, 18 W 14/95 vom 15.05.1995

Wird dasselbe Rechtsschutzgesuch zweimal bei Gericht eingereicht und dem Gegner zugestellt, weil der Antragsteller davon ausging, das erste Gesuch sei in Verlust geraten und nimmt er nach Aufklärung des Irrtums daraufhin das zweite Gesuch zurück, liegt darin keine die Kostentragungspflicht aus § 269 Abs. 3 ZPO auslösende Rücknahme.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 WX 50/95 vom 28.04.1995

(Wiedereinsetzung in den vorigen Stand) Weist der Rechtsanwalt den Mandanten rechtzeitig auf eine Rechtsmittelfrist hin und beauftragt ihn der Mandant dann erst nach Fristlauf mit der Einlegung des Rechtsmittels, so trifft den Mandanten selbst ein die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Versäumung der Rechtsmittelfrist ausschließendes Mitverschulden auch dann, wenn der Ablauf der Rechtsmittelfrist im Büro des Rechtsanwalts unverschuldet (- einmaliger Fehler einer sonst zuverlässigen, sorgfältig ausgewählten Büroangestellten -) nicht beachtet worden war.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 W 26/95 vom 24.04.1995

Ein auf Auskunft und Rechnungslegung lautender Titel ist dann nach § 887 ZPO zu vollstrecken, wenn die Erfüllung des titulierten Anspruchs durch Einholung eines Sachverständigengutachtens möglich ist, ohne daß es hierbei der Mitwirkung des Schuldners persönlich (- etwa durch Mitteilung persönlichen Wissens an den Sachverständigen -) bedürfte

OLG-KOELN – Beschluss, 18 W 8/95 vom 30.03.1995

Keine Wiedereinsetzung bei vom Mandanten verschuldeter Fristversäumung Wiedereinsetzung, Verschulden

ZPO § 234 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Einspruchsfrist kann nicht gewährt werden, wenn die Partei das durch Niederlegung bereits wirksam zugestellte Versäumnisurteil auf dem Postamt abholt, den ihr ausgehändigten, mit dem Datum der Niederlegung versehenen Briefumschlag zerreißt und wegwirft, ohne sich dieses Datum einzuprägen oder zu notieren und deshalb der Einspruch verspätet eingelegt wird.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 14 S 551/95 vom 24.03.1995

1. Wird ein Verfahrensbeteiligter (hier der Kläger) von mehreren Prozeßbevollmächtigten (nebeneinander) vertreten, so ist die Ladung zur mündlichen Verhandlung auch dann ordnungsgemäß, wenn sie nur einem der Prozeßbevollmächtigten zugestellt wird.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 13 S 571/95 vom 10.03.1995

1. Die Frage, ob eine Rechtsstreitigkeit nach dem AsylVfG vorliegt, beantwortet sich in Anfechtungssachen ausschließlich danach, auf welche Rechtsgrundlage die Behörde die Maßnahme tatsächlich gestützt hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 174/95 vom 07.03.1995

1. § 9 Abs 2 LVwZG (VwZG BW) findet auch auf die gerichtliche Antragsfrist nach § 10 Abs 2 S 2 BauGB-MaßnahmenG (BauGBMaßnG) iVm §§ 80a Abs 3, 80 Abs 5 VwGO Anwendung.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 13 S 3791/94 vom 06.03.1995

1. Nicht jede fehlerhafte Anwendung einer einfach-rechtlichen Präklusionsvorschrift stellt stets eine Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör nach Art 103 Abs 1 GG dar, sondern nur eine offenkundig unrichtige oder eine solche, aufgrund derer eine verfassungsrechtlich erforderliche Anhörung unterbleibt.

2. Die allein auf eine unentschuldigte Versäumung der Frist nach § 74 Abs 2 S 1 AsylVfG (AsylVfG 1992) gestützte Zurückweisung von Tatsachen oder Beweismitteln nach § 87b Abs 3 S 1 VwGO ohne die insoweit erforderliche Prognose des Verwaltungsgerichts darüber, daß deren Zulassung nach der freien Überzeugung des Gerichts die Erledigung des Rechtsstreits verzögern würde, ist offenkundig unrichtig.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 1526/94 vom 27.02.1995

1. Erläßt die Widerspruchsbehörde in mehreren voneinander unabhängigen Widerspruchsverfahren desselben Widerspruchsführers einen einheitlichen Widerspruchsbescheid, so ist der Bescheid sowohl dem Widerspruchsführer persönlich wie auch seinem Vertreter zuzustellen, wenn dieser nicht in allen Widerspruchsverfahren bestellt war.

2. Wird in diesem Fall der Widerspruchsbescheid dem Widerspruchsführer und dem Vertreter zu unterschiedlichen Zeitpunkten zugestellt, so läuft eine jeweils eigene Klagefrist.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 WX 197/94 vom 27.12.1994

Ablehnung eines Sachverständigen muß (grundsätzlich) unverzüglich geltend gemacht werden

Sieht eine Partei zunächst ausdrücklich von der förmlichen Ablehnung eines Sachverständigen ab, ,um das Verfahren nicht weiter zu verzögern", weil sie hofft, das Gericht werde seinerseits ein Ergänzungsgutachten bei einem anderen Sachverständigen einholen, so ist ein Ablehnungsgesuch, das sich nur auf die schon ursprünglich bekannten Bedenken stützt, verspätet, wenn es erst nach mehreren Monaten eingereicht wird, als sich die Hoffnung auf ein Ergänzungsgutachten zerschlagen hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 2 S 1095/94 vom 17.11.1994

1. Auch nach der Neufassung des § 35 BBauG durch das Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 8.12.1986 (BGBl I S 2253) ist davon auszugehen, daß Außenbereichsgrundstücke, ob bebaut oder unbebaut, nicht zu den erschlossenen Grundstücken im Sinne von § 131 Abs 1 BauGB gehören (im Anschluß an die ständige Rechtsprechung des Senats).

2. Der Widerspruchsbehörde ist es regelmäßig verwehrt, einen bereits zugestellten Widerspruchsbescheid zum Nachteil des Widerspruchsführers zu ändern.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 2439/94 vom 02.11.1994

1. Wendet sich ein Obdachloser gegen eine mit Sofortvollzug ausgestattete Einweisungsverfügung mit der Begründung, die zugewiesene Unterkunft sei menschenunwürdig, so richtet sich die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nach § 80 Abs 5 VwGO (Abgrenzung zu VGH Bad-Württ, Beschl v 16.10.1978 - I 3157/78 -).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 6 S 2074/94 vom 14.09.1994

1. Ein auf der Vernichtung oder dem Verlust von Reisedokumenten beruhendes Abschiebungshindernis hat ein nach dem AsylbLG Leistungsberechtigter, sofern keine besonderen anderweitigen Umstände vorliegen, regelmäßig im Sinne von § 2 Abs 1 Nr 2 AsylbLG zu vertreten.

Minderjährige nach dem AsylbLG Leistungsberechtigte müssen sich das Verhalten ihrer gesetzlichen Vertreter insoweit zurechnen lassen, so daß sich auch ihr Hilfeanspruch, was Art und Umfang angeht, nach den §§ 3-7 AsylbLG richtet.

OLG-KOELN – Beschluss, 18 W 14/94 vom 26.05.1994

Ist in einem notariellen Vertrag, bei dessen Abschluß für eine Vertragspartei ein vollmachtloser Vertreter gehandelt hat, der beurkundende Notar mit dem Vollzug des Vertrags beauftragt und bevollmächtigt, die zu dem Vertrag notwendigen Genehmigungen einzuholen und namens der Vertragsschließenden entgegenzunehmen, so folgt daraus regelmäßig seine Bevollmächtigung, den Vertretenen zur Erklärung über die Genehmigung aufzufordern und dessen Erklärung hierüber entgegenzunehmen.


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