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JuraForum.deUrteileSchlagwörterZZeitpunkt der Entscheidung 

Zeitpunkt der Entscheidung – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Zeitpunkt der Entscheidung“.

SG-HAMBURG – Beschluss, S 52 AS 40/05 ER vom 10.03.2005

1. Das Einkommen der Stiefeltern kann nur im Rahmen der Verschwägertengemeinschaft gem. § 9 Abs. 5 SGB II und nicht der Bedarfsgemeinschaft gem. §§ 7 Abs. 3, 9 Abs. 2 SGB II berücksichtigt werden.

2. Nr. 9.43 der Durchführungshinweise der Bundesagentur für Arbeit zum SGB II sind nur eingeschränkt mit § 9 SGB II vereinbar.

3. Das Einkommen eines Stiefelternteils ist bei der Ermittlung des nach § 9 Abs. 5 SGB II verfügbaren Einkommens vorab um den Betrag zu reduzieren, der nach § 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 SGB II für den Ehepartner und für die leiblichen Kinder anzusetzen ist.

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 5 B 16/05 vom 14.03.2005

Aufenthaltserlaubnis bis zum Abschluss der Schulausbildung (dringende persönliche Gründe)

VG-OLDENBURG – Beschluss, 7 B 885/05 vom 04.03.2005

1. Nach Inkrafttreten des Zuwanderungsrechts beurteilt sich die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes in asylrechtlichen Verfahren auch bezüglich eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG nach § 80 Abs. 5 VwGO.

2. Hat der Asylbewerber bereits vor dem 1. Januar 2005 gegen die mit dem Bescheid des Bundesamtes verfügte Abschiebungsandrohung Klage erhoben, ist ihm - bezogen auf sein Begehren nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG - für einen nunmehr eingelegten Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes für die versäumte Antragsfrist nach § 36 Abs. 3 S. 1 AsylVfG Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 60 Abs. 1 VwGO) zu gewähren.

KG – Beschluss, 1 W 234/02 vom 22.02.2005

1. Der Pflichtteilsberechtigte ist als Beteiligter im Sinne des § 2227 Absatz 1 BGB anzusehen, so dass er einen Antrag auf Entlassung des Testamentsvollstreckers stellen und wegen der Ablehnung durch das Nachlassgericht in seinen Rechten beeinträchtigt sein kann (Bestätigung des Beschlusses vom 9. Oktober 2001 - 1 W 411/01 -, NJW-RR 2002, 439).

2. Der Pflichtteilsberechtigte ist durch eine Ablehnung der Entlassung des Testamentsvollstreckers aber dann nicht mehr beschwert, wenn sich seine gegen den Nachlass gerichteten Ansprüche erledigt haben. Eine Beschwer ergibt sich in diesem Fall auch nicht daraus, dass der Pflichtteilsberechtigte mit dem Entlassungsvorbringen Regressansprüche gegen den Testamentsvollstrecker begründen möchte. Diese sind nicht Gegenstand des Entlassungsverfahrens, sondern im Zivilrechtsweg geltend zu machen.

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 6 B 56/05 vom 21.02.2005

1. Zu den Voraussetzungen, unter denen die Abschiebung eines nicht sorgeberechtigten Vaters wegen der Beziehung zu seinem die deutsche Staatsangehörigkeit besitzenden Kind vorübergehend ausgesetzt werden darf.

2. Die Regelung in § 50 Abs. 2 Satz 3 AufenthG gilt nur für die Verlängerung einer sechsmonatigen Ausreisefrist.

3. Die grundsätzliche Befugnis der Ausländerbehörde, eine Ausreisefrist zu bestimmen, ermächtigt sie auch dazu, eine weniger als sechs Monate betragende Ausreisefrist entsprechend dem allgemeinen Zweck der Frist zu verlängern.

4. Für eine nach dem 01.01.2005 ergehende Entscheidung des Verwaltungsgerichts über den Antrag, die Ausländerbehörde im Wege der einstweiligen Anordnung zur Erteilung einer Duldung zu verpflichten, ist auf die Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes abzustellen.

5. Zur Frage, ob bei der im Verfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO erfolgenden Überprüfung einer Abschiebungsandrohung, die vor dem In-Kraft-Treten des Zuwanderungsgesetzes erlassen wurde, noch die Vorschriften des Ausländergesetzes oder schon die des Aufenthaltsgesetzes anzuwenden sind.

LAG-DUESSELDORF – Urteil, 14 Sa 1878/04 vom 21.02.2005

1. Zur Arbeitnehmereigenschaft eines "Principal" einer Unternehmensberatungsgesellschaft (im Anschluss an BAG, Urteil vom 12.09.1996, AP Nr. 1 zu § 611 BGB Freier Mitarbeiter).

2. Zu den Anforderungen an einen Auflösungsantrag gem. § 9 Abs. 1 Satz 2 KSchG.

VG-LUENEBURG – Urteil, 1 A 343/00 vom 01.02.2005

1. Auch dann, wenn ein Asyl- bzw. Asylfolgeantrag nicht gestellt ist, kann wegen sonstiger Änderungen der Verhältnisse beim Bundesamt ein Wiederaufgreifen des Verfahrens beantragt werden.

2. Bei dieser Bundesamtsentscheidung kommt es auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG nicht mehr an.

3. Aufgrund der Sollvorschrift des § 60 Abs. 7 AufenthG besteht bei konkreten und individuellen Gefahren ein Anspruch darauf, eine Abschiebung zu unterlassen.

4. Im Rahmen des § 60 Abs. 7 AufenthG ist die Richtlinie 2004/83/EG zu beachten und heranzuziehen.

5. Zum zielstaatsbezogenen Abschiebungshindernis bei psychiatrischen Erkrankungen und ihrer Finanzierbarkeit in Vietnam.

OLG-STUTTGART – Beschluss, 3 Ausl 116/04 vom 28.01.2005

1. Zur Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls gegen einen deutschen Staatsangehörigen bei übermäßiger Verfahrensdauer im ersuchenden Mitgliedstaat.2. Dass gegen einen Verfolgten Europäischer Haftbefehl und Haftbefehl im ersuchenden Staat besteht, lässt keinen zwingenden Schluss auf Fluchtgefahr zu.

NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 6 K 63/01 vom 26.01.2005

Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt - BFH-Az. VII B 73/05

VG-GOETTINGEN – Urteil, 4 A 4100/02 vom 20.01.2005

1. Die für die Finanzhilfegewährung erforderlichen Voraussetzungen müssen zu dem für die amtliche Statistik (§ 150 Abs. 3 S. 6 NSchG) maßgeblichen Stichtag erfüllt sein.

2. Für das Nachmittagsangebot einer allgemeinenbildenden offenen Ganztagsschule in freier Trägerschaft besteht kein Anspruch auf Finanzhilfe.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 2 PA 108/05 vom 17.01.2005

1. Eine E-Mail ohne digitale Signatur wahrt auf keinen Fall die für eine wirksame Zusicherung erforderliche Schriftform.

2. Zur rückwirkenden Bewilligung von Prozesskostenhilfe nach rechtskräftigem negativem Abschluss des Hauptsacheverfahrens.

VG-STUTTGART – Beschluss, 5 K 4301/04 vom 12.01.2005

Aussetzung der Abschiebung eines bestandskräftig abgelehnten Asylbewerbers wegen offener Erfolgsaussichten des Widerspruchs gegen die auf der Grundlage des Ausländergesetzes versagte befristete Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Nachzugs zu einem ausländischen Ehegatten.

Bisher nicht ausgeübtes Ermessen nach § 5 Abs. 2 Satz 2 AufenthG

Berechnung des Lebensunterhalts (§§ 2 Abs. 3, 5 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG)

VG-STUTTGART – Urteil, 18 K 3734/03 vom 15.12.2004

§ 31 Abs. 2 Satz 1 AuslG verstößt weder gegen Art. 3 Abs. 1, Abs. 2 GG noch gegen Art. 6 GG.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 2 PA 1176/04 vom 27.07.2004

1. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Entscheidung über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung, nicht der der Entscheidungsreife.

2. Zur Frage eines Erlasses von Studiengebühren wegen studienzeitverlängernden Auswirkungen einer Behinderung oder schweren Erkrankung.

FG-DES-SAARLANDES – Beschluss, 1 V 116/04 vom 20.07.2004

Finden sich auf dem Geschäftskonto eines Rechtsanwaltes, der keine ordnungsgemäßen Aufzeichnungen führt, Einlagenzahlungen in beträchtlicher Höhe, über der er keine Erklärungen geben kann oder will, so ist es jedenfalls nicht zu beanstanden, wenn das Finanzamt den Umsätzen des Steuerpflichtigen Beträge in Höhe der Hälfte der Einlagen zurechnet.

FG-DES-SAARLANDES – Beschluss, 1 V 115/04 vom 20.07.2004

Soweit nicht eine betriebliche Nutzung von weniger als 10% erfolgt, kann ein KFZ dem Betriebsvermögen auch dann zugeordnet werden, wenn der Steuerpflichtige seine Gewinne nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt. In einem solchen Fall ist der private Nutzungsanteil nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG (sog. 1%-Methode) anzusetzen.

VG-LUENEBURG – Urteil, 4 A 201/03 vom 06.07.2004

§ 77 Abs. 1 Satz 1 AsylVfG ist nicht anwendbar, wenn nach der Erledigung einer auf Verpflichtung der Beklagten zur Feststellung von Abschiebungshindernissen nach § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG gerichteten Klage infolge der Abschiebung des Betroffenen das Verfahren als Fortsetzungsfeststellungsklage weitergeführt wird.

LAG-HAMM – Beschluss, 10 TaBV 61/04 vom 25.06.2004

Ein gewähltes Betriebsratsmitglied, dessen Wahl nicht nichtig ist, hat bei offensichtlich unwirksamer Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber auch während des Kündigungsschutzverfahrens ein Zutrittsrecht zum Betrieb zwecks Ausübung seines Betriebsratsamtes.

Dieses Recht kann durch einstweilige Verfügung gesichert werden.

Einem gekündigten Ersatzmitglied des Betriebsrats steht ein Zutrittsrecht während des Kündigungsschutzverfahrens nicht zu, solange es nicht in den Betriebsrat nachgerückt ist oder ein Verhinderungsfall nach § 25 Abs. 1 S. 2 BetrVG vorliegt.

VG-OSNABRUECK – Urteil, 3 A 214/02 vom 23.06.2004

Die Geltendmachung eines Anspruchs im Sinne des Art. 9 § 1 BBesVAnpG 1999 setzt nicht voraus, dass für den Orts-/Familienzuschlag des Beamten bei Einlegung des Widerspruchs mehr als zwei Kinder zu berücksichtigen waren.

FG-DES-SAARLANDES – Beschluss, 1 V 71/04 vom 29.04.2004

§ 176 AO ist im Einspruchsverfahren nicht anwendbar.

FG-DES-SAARLANDES – Beschluss, 1 V 42/04 vom 27.04.2004

Die Zuführung von Kunden gegenüber einem Dritten im Zusammenhang mit einer sog. Kombi-Rente (fremdfinanzierte Rentenversicherung gegen Einmalbetrag) bewirkt keine Steuerfreiheit nach § 4 Nr. 8 a, f, Nr. 11 UStG.

VG-GOETTINGEN – Beschluss, 4 B 35/04 vom 05.04.2004

Eine funktionierende familiäre Lebensgemeinschaft von Eltern mit minderjährigen Kindern im Sinne einer Beistandsgemeinschaft genießt den verfassungsrechtlichen Schutz nach Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 des Grundgesetzes (im Anschluss an BVerfG, Beschluss vom 31.08.1999 - 2 BvR 1523/99 -, NVwZ 2000, 59).

VG-GOETTINGEN – Urteil, 4 A 17/03 vom 17.02.2004

Einzelfall eines unwahren Vortrages, in Aserbaidschan wegen Werbung für den Islam politisch verfolgt worden zu sein.

VG-GOETTINGEN – Urteil, 4 A 216/03 vom 02.02.2004

Ein Nierenversagen mit chronischer Dialysepflicht begründet bei einer armenischen Staatsangehörigen kein Abschiebungshindernis nach § 53 Abs. 6 Satz 1 AuslG, weil diese Erkrankung in Armenien behandelbar ist und zudem kostenfrei erfolgt.

LSG-FUER-DAS-SAARLAND – Urteil, L 7 RJ 65/03 vom 23.01.2004

Für Zeiten des Bezugs einer nach 1998 beginnenden Rente wegen Berufsunfähigkeit vom Januar 1999 bis Dezember 2000 darf bei gleichzeitigem Bezug einer Sozialleistung mit Lohnersatzfunktion nur deren Geldwert, nicht ihre Bemessenungsgrundlage, als erzielter Hinzuverdienst berücksichtigt werden.

VG-FREIBURG – Urteil, 2 K 1056/03 vom 27.10.2003

Nach dem Erlöschen der Aufenthaltsgestattung aufgrund des § 67 Abs. 1 Nr. 6 AsylVfG obliegt es einem Ausländer nicht nur nach § 15 Abs. 2 Nr. 4 AsylVfG, der zuständigen Behörde seinen Pass oder Passersatz vorzulegen, auszuhändigen oder zu überlassen, sondern er hat im Falle des Nichtbesitzes eines gültigen Passes oder Passersatzes auch nach § 15 Abs. 2 Nr. 6 AsylVfG die Verpflichtung, an der Beschaffung eines Rückreisedokumentes bzw. Identitätspapieres mitzuwirken.

VG-STUTTGART – Urteil, 3 K 1019/03 vom 22.10.2003

Ein bordellartiger Betrieb ist in einem Mischgebiet unzulässig.

Zur Abgrenzung von Wohnungsprostitution und bordellartigem Betrieb.

Zur Frage der Verwirkung.

VG-SIGMARINGEN – Urteil, A 1 K 10601/99 vom 15.10.2003

Exponierte Anhänger der ISYF müssen bei ihrer Rückkehr nach Indien mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit mit Verhaftung und Folter im Polizeigewahrsam rechnen. Bei ihnen liegt der Ausschlussgrund des § 51 Abs 3 Satz 2 Variante 3 AuslG (AuslG 1990) vor, der der Gewährung von Schutz vor politischer Verfolgung entgegensteht.

NIEDERSAECHSISCHES-FG – Beschluss, 14 V 103/03 vom 09.09.2003

Kraftfahrzeugsteuer nach Insolvenzeröffnung und Zulassung durch den Insolvenzschuldner

VG-FREIBURG – Beschluss, A 1 K 11051/03 vom 15.08.2003

Der Folgeantragsteller erlangt keine schützenwerte Rechtsposition - insbesondere auch keine Aufenthaltsgestattung -, wenn im Laufe des Verfahrens einmal die Voraussetzungen des § 51 Abs 1 bis 3 VwVfG vorgelegen haben. Maßgeblich für die Erheblichkeit des Folgeantrags ist vielmehr der gerichtliche Entscheidungszeitpunkt (§ 77 Abs 1 AsylVfG (AsylVfG 1992)). (Entscheidung nach § 80 Abs 7 VwGO im Anschluss an Beschluss vom 15.07.2003 - A 1 K 10104/03 - VENSA).


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