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Widerruf eines - – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Widerruf eines -“.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 1 S 1176/91 vom 30.03.1992

1. Bereits eine einmalige Verurteilung wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) begründet die gesetzliche Vermutung waffenrechtlicher Unzuverlässigkeit nach § 5 Abs 2 Satz 1 Nr 1 Buchstabe b WaffG (im Anschluß an BVerwG, Urteil vom 17.10.1989, BVerwGE 84, 17 und Beschluß vom 19.9.1991 - 1 C B 24/91 -, DVBl 1991, 1369).

2. Die Abschaffung einer der Regelvermutung des § 5 Abs 2 Satz 1 Nr 1 Buchstabe b WaffG entsprechenden Unzuverlässigkeitsvermutung in § 17 Abs 4 Nr 1 Buchstabe b BJagdG durch Gesetz vom 28.6.1990 (BGBl I S 1221) rechtfertigt nicht das Absehen von der noch in Kraft befindlichen waffenrechtlichen Unzuverlässigkeitsvermutung (wie BVerwG, Beschluß vom 10.7.1991, Buchholz 402.5, WaffG Nr 59).

3. Eine Waffenbesitzkarte kann, wenn nachträglich Tatsachen eintreten, die zur Versagung hätten führen müssen, auch dann gestützt auf § 47 Abs 2 Satz 1 WaffG widerrufen werden, wenn möglicherweise zugleich die Voraussetzungen einer Rücknahme (§ 47 Abs 1 WaffG) vorliegen.

4. Die erforderliche Zuverlässigkeit eines Antragstellers zum nichtgewerblichen Erwerb, Umgang und zur Beförderung von und mit explosionsgefährlichen Stoffen (§ 8 Abs 1 Nr 1 iVm § 27 Abs 1 SprengG) ist anhand einer umfassenden Würdigung seiner Persönlichkeit und der Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Eine dem Waffenrecht vergleichbare Unzuverlässigkeitsvermutungsregel kennt das Sprengstoffrecht nicht; eine solche Regelvermutung kann auch nicht durch allgemeine Verwaltungsvorschriften (hier: Ziff 8.3.1 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum SprengG) begründet werden.

5. Die Voraussetzung für die ausnahmsweise Berücksichtigung von getilgten oder tilgungsreifen Verurteilungen aus dem Zentralregister, weil der Betroffene eine Erlaubnis nach § 27 SprengG begehrt und die Erteilung der Erlaubnis sonst zu einer erheblichen Gefährdung der Allgemeinheit führen würde (§ 52 Abs 1 Nr 4 BZRG), ist regelmäßig dann gegeben, wenn die Berücksichtigung dieser Verurteilungen den Schluß zuläßt, daß der Antragsteller wegen charakterlicher oder sonstiger persönlicher Mängel nicht die Gewähr für einen sorgfältigen und pflichtgemäßen Umgang mit diesen Stoffen zu bieten vermag.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 2931/91 vom 13.12.1991

1. Zur Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen die Erteilung einer (widerruflichen) Baugenehmigung durch einstweilige Anordnung erstritten werden kann.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 2630/89 vom 06.03.1991

1. Ein mit Widerrufsvorbehalt versehener Verwaltungsakt kann auch dann nach § 49 Abs 2 Nr 1 VwVfG widerrufen werden, wenn er schon bei seinem Erlaß rechtswidrig war.

2. Eine wasserrechtliche Erlaubnis kann auch dann widerrufen werden, wenn sie die Grundlage eines wirtschaftlichen Unternehmens (hier: Kiesabbau) darstellt.

3. Eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit iS des § 6 WHG ist gegeben, wenn durch die Fortsetzung des Tiefabbaus in einem Baggersee eine bereits vorhandene Kolmationsschicht aufgerissen wird und dadurch ein Eindringen von Schadstoffen in einen Grundwasserstrom erleichtert wird, aus dem in der Nähe Trinkwasser gewonnen wird.

4. Der Widerruf einer wasserrechtlichen Erlaubnis für den Kiesabbau verstößt nicht gegen Art 14 GG. Bei der Ermessensbetätigung sind die finanziellen Interessen des Unternehmers zwar angemessen zu berücksichtigen, das Vertrauen auf die vollständige Ausnutzung der Erlaubnis steht einem Widerruf aber nicht entgegen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 4 S 1060/88 vom 17.04.1989

1. Zur Frage, ob eine befristete Abordnung nach § 49 Abs 1 LVwVfG (VwVfG BW) vorzeitig aufgehoben werden kann oder ob für eine solche Aufhebung die Voraussetzungen des § 37 LBG (BG BW) ("dienstliches Bedürfnis") vorliegen müssen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 952/89 vom 14.04.1989

1. Eine Gemeinde verstößt gegen die in Art 5 Abs 1 S 1 GG gewährleistete Meinungsäußerungsfreiheit und das in Art 5 Abs 1 S 3 GG verankerte Zensurverbot, wenn sie die Überlassung eines Saals für eine religiöse Veranstaltung durch Rücknahme oder Widerruf der Zulassung rückgängig macht, weil sie eine ihr nicht genehme Meinungsäußerung zur Apartheidpolitik in Südafrika befürchtet oder weil ihr nicht zugesichert wird, daß jegliche politische Äußerung unterbleibt.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 8 S 2241/88 vom 18.10.1988

1. Zur Bindungswirkung eines einer Anfechtungsklage stattgebenden Urteils.

BVERWG – Urteil, BVerwG 8 C 12.02 vom 25.06.2003

Mit der Abtretung des Anspruchs auf Wertersatz nach § 16 InVorG verliert der Anmelder eines Restitutionsanspruchs die Stellung als Berechtigter, die für den Antrag auf Widerruf des Investitionsvorrangbescheids Voraussetzung ist.

Die Abtretung des Anspruchs auf Erlösauskehr bedarf nicht der notariellen Beurkundung.


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