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Wettunternehmen

Entscheidungen der Gerichte

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 6 S 1765/06 vom 09.10.2006

1. Zwar fehlt es an einer gesetzlichen Regelung, die eine konsequente und aktive Ausrichtung des in Baden-Württemberg (B.-W.) zulässigen Sportwettenangebots am Ziel der Begrenzung der Wettleidenschaft und Bekämpfung der Wettsucht materiell und strukturell gewährleisten. Gleichwohl hat das BVerfG die bisherige Rechtslage bis zu einer (verfassungskonformen) gesetzlichen Neuregelung mit der Maßgabe für anwendbar erklärt, dass das gewerbliche Veranstalten von Sportwetten, die nicht vom Land B.-W. veranstaltet werden, weiterhin als verboten angesehen und ordnungsrechtlich unterbunden werden darf, sofern das Land B.-W. unverzüglich, damit beginnt, das staatliche Sportwettenmonopol konsequent am Ziel der Begrenzung der Wettleidenschaft und der Bekämpfung der Wettsucht auszurichten. Diese Maßgaben sind bereits erfüllt.

2. Aufgrund der Parallelität zum Verfassungsrecht ist zwar davon auszugehen, dass die derzeitige Ausgestaltung des staatlichen Wettmonopols in B.-W. auch mit Art. 43 und 49 des EG-Vertrags nicht vereinbar ist. Jedoch ist die darin liegende Beschränkung der Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit bei Berücksichtigung der Maßgaben des BVerfG, denen insoweit die Bedeutung von gesetzesvertretendem Übergangsrecht zukommt, nunmehr aus zwingenden Gründen des Allgemeinwohls als gerechtfertigt anzusehen. Der Senat hält damit an seinem Beschluss vom 29.08.2006 (ZfWG Heft 04, S. 156 ff.) fest.

Orientierungssatz1. Zu Leitsatz 1: Vergleiche BVerfG,  Beschluss vom 28.03.2006 - 1 BvR 1054/01 - NJW 2006, 1261 und Beschluss vom 04.07.2006 - 1 BvR 138/05 -.

2. Zu Leitsatz 2: Vergleiche VGH Mannheim, Beschluss vom 28.07.2006 - 6 S 1987/05 - NVwZ 2006, 1440-1442.

VG-STUTTGART – Beschluss, 18 K 3417/06 vom 06.11.2006

Die 18. Kammer des VG Stuttgart schließt sich der Rechtsprechung des Baden-Württembergischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschlüsse vom 28.7.2006 - S S 1987/05 (abgedruckt in ZfWG 2006, S. 157) und 1988/05 - und vom 09.10.2006 - 6 S 1765/06 (abgedruckt in ZfWG 2006 S 315, in diesem Heft)) an. Sportwetten dürfen nicht aus Baden-Württemberg an im EG-Ausland konzessionierte Wettanbieter vermittelt werden.

VG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 7 G 3182/06 vom 29.09.2006

Einem Verbot des Vermittelns von Sportwetten stehen weder verfassungs- noch europarechtliche Gründe entgegen.

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 5 B 213/06 vom 09.08.2006

Die Untersagung der gewerblichen Vermittlung von Sportwetten nicht konzessionierter Veranstalter verstößt weder gegen Verfassungsrecht noch gegen Gemeinschaftsrecht und kann unter Anordnung der sofortigen Vollziehung erfolgen.

VG-GELSENKIRCHEN – Beschluss, 14 L 872/06 vom 01.08.2006

Untersagung der Werbung für Sportwetten im Internet

VG-FREIBURG – Urteil, 4 K 1003/06 vom 19.07.2006

Vermittlung von Sportwetten durch inländische Betreiber an Unternehmen in Österreich. Zur Verfassungsmäßigkeit und Europarechtskonformität der Untersagung der Sportwettenvermittlung (hier: bejaht).

VG-DARMSTADT – Beschluss, 3 G 871/05 vom 07.07.2006

Das Veranstalten von Sportwetten durch private Wettanbieter ist in Hessen auch in Ansehung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006 - 1 BvR 1054/01 - weiterhin verboten.

Dem Anwendungsvorrang des Europarechts sind dann Grenzen gesetzt, wenn die Nichtanwendung einer nationalen Rechtsvorschrift eine nicht akzeptable Gesetzeslücke zur Folge hat.


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