JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > V > Vorgesetzter
| Rechtsgebiete: | BAT |
| Schlagworte: | Eingruppierung, höherwertige Tätigkeit, Zuweisung, Vorgesetzter, personalführende Dienststelle, Vergütungsgruppenzulage, Besitzstandszulage |
| Stichwort: | Vorgesetzter |
| Leitsatz: | Die Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit durch einen dazu nach den einschlägigen Verwaltungsvorschriften nicht zuständigen Vorgesetzten ist nicht geeignet, einen Anspruch des Angestellten auf die für die höherwertige Tätigkeit tariflich vorgesehene Vergütung nach § 22 BAT zu begründen, wenn dieser die Unzuständigkeit des Vorgesetzten kennt (BAG Urt. v. 05.05.1999 - 4 AZR 360/98 ). |
| Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 5 Sa 201/08 | |
| Rechtsgebiete: | BGB, BAT, BSchG |
| Schlagworte: | Sexuelle Belästigung, Vorgesetzter, Distanz, körperlich, Berührung, Bildungsniveau, Bild-Leserin, attraktiv, Ablehnung, erkennbar, Glaubwürdigkeit, Verhältnismäßigkeit, unkündbar, Umgangsstil, burschikos |
| Stichwort: | Vorgesetzter |
| Leitsatz: | 1) Nicht nur das körperliche Berühren der Brust ist geeignet, eine sexuelle Belästigung darzustellen. Auch wer am Arbeitsplatz die allgemein übliche minimale körperliche Distanz zu einem Mitarbeiter/ einer Mitarbeiterin regelmäßig nicht wahrt, sondern diese(n) gezielt unnötig und wiederholt anfasst bzw. berührt, teilweise mit dem Bemerken " stell dich nicht so an", oder gar sich mit seinem Körper an den/die Mitarbeiter(in) herandrängelt, obwohl all diese Kontakte erkennbar nicht erwünscht sind, begeht eine sexuelle Belästigung. 2) Für die Bewertung einer Handlung als sexuelle Belästigung kommt es nicht auf eine etwaige "Attraktivität" der Betroffenen an. Eine sexuelle Belästigung erhält nicht dadurch weniger Gewicht, dass ein am Verfahren Beteiligter die Betroffene nicht attraktiv und anziehend findet und deshalb deren Empfindung einer Handlung als sexuelle Anmache für abwegig hält. 3) Legt ein Vorgesetzter einer ihm unterstellten Arbeitnehmerin unerwartet und unaufgefordert im Dienst unter vier Augen pornographische Bilder mit der Aufforderung vor, solche auch von ihr fertigen zu können, was sofort zurückgewiesen wird, und ergänzt er seine Äußerungen gleichwohl dahin, die Fotos sehe ja keiner, greift er unerwünscht in die Intimsphäre dieser Arbeitnehmerin ein. 4) Für die Frage der Bewertung einer Handlung als sexuelle Belästigung ist das Bildungsniveau der betroffenen Person unbeachtlich. Ebenso ist nicht von Bedeutung, ob die Arbeitnehmerin BILD-Leserin ist und manchmal einen burschikosen Umgangsstil zeigt. |
| Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 3 Sa 163/06 | |
| Rechtsgebiete: | BGB, SGB IX |
| Schlagworte: | außerordentliche Kündigung, Beleidigung, Vorgesetzter, Lüge, Schwerbehinderung, Sonderkündigungsschutz |
| Stichwort: | Vorgesetzter |
| Leitsatz: | 1. Außerordentliche Kündigung eines Sachbearbeiters für Bauleitplanung, der zu seinem Vorgesetzten sagte: "Sie lügen, wie Sie das immer machen." 2. Zum Bedeutungsinhalt des Verbs "lügen". 3. Im Rahmen der Interessenabwägung ist zu berücksichtigen, dass die Äußerung des Klägers überlegt erfolgte und nicht im Rahmen einer emotional geprägten Auseinandersetzung. |
| Volltext: HESSISCHES-LAG - Urteil, 3 Sa 1962/05 | |
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