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Entscheidungen der Gerichte




BVERWG – Urteil, BVerwG 8 C 15.05 vom 29.03.2006

Rechtsgebiete:VermG, REAO
Schlagworte:Erbengemeinschaft, rassisch gemischte Erbengemeinschaft, Miterbenanteil, Verfolgungsvermutung, Nichtverfolgte, Kollektivverfolgung, Zwangsverkauf, Vermögensverlust, verfolgungsbedingter, Gesamthandsgemeinschaft, Bruchteilsgemeinschaft
Stichwort:verfolgungsbedingter
Leitsatz:Verkaufte während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft ein selbst nicht verfolgtes Mitglied einer Erbengemeinschaft zusammen mit einem kollektiv verfolgten Miterben einen Nachlassgegenstand, so gilt für ihn die erschütterbare Vermutung eines verfolgungsbedingten Vermögensverlustes.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 8 C 15.05



BVERWG – Urteil, BVerwG 8 C 9.03 vom 21.01.2004

Rechtsgebiete:EntschRÄndG, VermG, REAO, Abkommen BRD/USA vom 13.05.1992
Schlagworte:Parteiwechsel, gesetzlicher, Zuständigkeit, Berechtigte, Verkauf, verfolgungsbedingter, Legalzession, Zession, Rechtsnachfolger, amerikanische, Anmeldung, Anmeldefrist, Ausschlussfrist, Fristversäumnis, Heilung, Heilungsvorschrift, Wiederaufleben, Rechtsmangel, Rückwirkung, Vertrauensschutz, Rechtssicherheit, unklare Rechtslage
Stichwort:verfolgungsbedingter
Leitsatz:Mit der Einführung des § 29 Abs. 3 VermG ist das Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen mit Wirkung vom 1. Januar 2004 als Ausgangsbehörde auch für alle Verfahren zuständig geworden, in denen neben Ansprüchen nach § 1 Abs. 6 VermG auch andere Ansprüche nach dem Vermögensgesetz geltend gemacht werden. In anhängigen Gerichtsverfahren ist ein gesetzlicher Parteiwechsel eingetreten.

§ 30 a Abs. 1 Satz 4 Alternative 2 VermG stellt eine Heilungsvorschrift dar, durch die der Rechtsmangel der Fristversäumnis bei der Legalzession nachträglich unbeachtlich wird und nach dem 31. Dezember 1992 erloschene Ansprüche wieder aufleben.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 8 C 9.03

BVERWG – Urteil, BVerwG 7 C 25.01 vom 06.06.2002

Rechtsgebiete:VermG, InVorG, GVO, VwGO
Schlagworte:Schädigung in NS-Zeit, Vermögensverlust, verfolgungsbedingter, angemessener Kaufpreis, Erfahrungssatz Erschütterung, Beweisantrag, unsubstantiierter, Restitutionsausschluss, komplexer Wohnungsbau, Wegfall Ausschlussgrund, Veräußerung, investive, Wirksamkeitsmangel, Rückabwicklung, Erlösauskehr, Verkehrswert.
Stichwort:verfolgungsbedingter
Leitsatz:Wurde der komplexe Bebauungs- und Nutzungszusammenhang durch Veräußerung und Neubebauung eines Grundstücks gelöst, bleibt er nicht durch eine schuldrechtliche Verpflichtung des Erwerbers aufrechterhalten, die eine Fortsetzung der früheren Hauptnutzung als künftig untergeordnete Nebennutzung des Grundstücks ermöglicht.

Hat der Investor aufgrund eines unwirksamen investiven Vertrages mit anschließender ebenfalls unwirksamer Auflassung den Eigenbesitz an einem Grundstück erlangt, so lebt bei Aufdeckung dieser Wirksamkeitsmängel der Restitutionsanspruch des Berechtigten erst dann wieder auf, wenn der Besitz an dem Grundstück infolge der Rückabwicklung des gescheiterten Rechtsgeschäfts auf den Verfügungsberechtigten übertragen wird.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 7 C 25.01


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