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Vaterschaftsanerkennung

Entscheidungen der Gerichte




HESSISCHER-VGH – Beschluss, 7 D 1536/09 vom 17.06.2009

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Behörde, Folgenbeseitigung, Klargerücknahme, Subjektiv-öffentliches Recht, Vaterschaftsanerkennung, Vaterschaftsanfechtung
Stichwort:Vaterschaftsanerkennung
Leitsatz:1. Einem Folgenbeseitigungsanspruch des Kindes auf Rücknahme einer behördlichen Vaterschaftsanfechtungsklage steht entgegen, dass in der Erhebung der Klage gegen die erfolgte Vaterschaftsanerkennung kein rechtswidriger Eingriff in ein subjektiv-öffentliches Recht des Kindes liegt.

2. Ein subjektiv-öffentliches Recht des Kindes auf ermessensfehlerfreie Entscheidung der zuständigen Behörde über eine Anfechtung einer erfolgten Vaterschaftsanerkennung besteht nicht.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 7 D 1536/09



OVG-SACHSEN-ANHALT – Beschluss, 2 M 84/08 vom 15.04.2008

Rechtsgebiete:AufenthG, GG
Schlagworte:Abschiebung, Vaterschaftsanerkennung, Geburt, Risikoschwangerschaft
Stichwort:Vaterschaftsanerkennung
Leitsatz:1. Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. Beschl. v. 03.04.2006 - 2 M 82/06 -, Juris; Beschl. v. 11.04.2002 - 2 M 121/02 -) bestehen die Schutzwirkungen des Art. 6 Abs. 1 und 2 GG grundsätzlich erst ab der Geburt des Kindes mit der Folge, dass die Schwangerschaft einer deutschen Staatsangehörigen die Ausländerbehörde nicht daran hindert, den ausländischen (werdenden) Vater des ungeborenen Kindes abzuschieben.

2. Eine Ausnahme ist dann anzunehmen, wenn eine Gefahrenlage für das ungeborene Kind oder die Mutter (Risikoschwangerschaft) besteht und die Unterstützung der Schwangeren durch den Abzuschiebenden glaubhaft gemacht wird.
Volltext: OVG-SACHSEN-ANHALT - Beschluss, 2 M 84/08

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 7 A 11276/07.OVG vom 06.03.2008

Rechtsgebiete:AufenthG, StAG
Schlagworte:Anerkennung, Aufenthalt, Aufenthaltserlaubnis, Ausländer, Ausländerrecht, Elternteil, Erwerb, Familiennachzug, Deutscher, deutsches Kind, nichteheliches Kind, ausländische Mutter, Nachzug, missbräuchlich, Rechtsmissbrauch, Scheinvaterschaft, Staatsangehörigkeit, deutsche Staatsangehörigkeit, Vaterschaft, Vaterschaftsanerkennung, Verwandtschaftsverhältnis, wahrheitswidrig
Stichwort:Vaterschaftsanerkennung
Leitsatz:Zwar erwirbt ein nichteheliches Kind einer ausländischen Mutter auch durch eine von einem deutschen Staatsangehörigen bewusst wahrheitswidrig in rechtsmissbräuchlicher Absicht erklärte Vaterschaftsanerkennung die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine Mutter, die mit dem anerkennenden Mann kollusiv zusammengewirkt hat, um sich und dem Kind den Aufenthalt im Bundesgebiet zu ermöglichen, erhält aber nach § 27 Abs. 1a Nr. 1 AufenthG keine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 7 A 11276/07.OVG

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 13 S 3035/04 vom 03.03.2005

Rechtsgebiete:AufenthG, BGB
Schlagworte:Vaterschaftsanerkennung, Scheinvater, Rechtsmissbrauch
Stichwort:Vaterschaftsanerkennung
Leitsatz:Erfolgt eine Vaterschaftsanerkennung bewusst wahrheitswidrig in kollusivem Zusammenwirken mit der Kindsmutter, um der Mutter und dem Kind den Aufenthalt in der Bundesrepublik zu ermöglichen ,lassen sich ausländerrechtliche Ansprüche wegen Rechtsmissbrauchs aus der Vaterschaftsanerkennung nicht ableiten.
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Beschluss, 13 S 3035/04


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