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JuraForum.deUrteileSchlagwörterUUrlaubsabgeltung und Kündigungsschutzklage 

Urlaubsabgeltung und Kündigungsschutzklage

Entscheidungen der Gerichte

BAG – Urteil, 9 AZR 705/98 vom 21.09.1999

Leitsätze:

1. Die Erhebung einer Kündigungsschutzklage hat regelmäßig nicht die Geltendmachung von Urlaubs- oder Urlaubsabgeltungsansprüchen zum Inhalt.

2. Mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses wandelt sich nach § 7 Abs. 4 BUrlG ein nach bis dahin noch nicht erfüllter Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers in einen Abgeltungsanspruch um, ohne daß es weiterer Handlungen des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers bedarf.

3. Einigen sich die Parteien nach Erhebung einer Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers in einem Vergleich über eine rückwirkende Auflösung des Arbeitsverhältnisses, ist der Abgeltungsanspruch bereits mit dem vereinbarten Ende des Arbeitsverhältnisses entstanden. Sofern die Parteien keine abweichende Regelung getroffen haben, bestehen keine Schadenersatzansprüche des Arbeitnehmers für den infolge Fristablaufs erloschenen Urlaubsabgeltungsanspruch, wenn sich der Arbeitgeber nicht mit der Gewährung des Urlaubs in Verzug befunden hatte.

Aktenzeichen: 9 AZR 705/98
Bundesarbeitsgericht 9. Senat Urteil vom 21. September 1999
- 9 AZR 705/98 -

I. Arbeitsgericht
Kassel
- 5 Ca 78/97 -
Urteil vom 6. August 1997

II. Landesarbeitsgericht
Hessisches
- 11 Sa 1799/97 -
Urteil vom 11. Mai 1998

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