JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > U > Unregelmäßigkeit
| Rechtsgebiete: | MOG, VO (EG, Euratom), VO (EWG) Nr. 3887/92 |
| Schlagworte: | Flächenangabe, Flächenzahlung, Irrtum, Landwirtschaftsrecht, Rückforderung, Rücknahme, Unregelmäßigkeit, Verjährung, Vertrauen |
| Stichwort: | Unregelmäßigkeit |
| Leitsatz: | 1. Werden Flächenzahlungen unter Hinweis auf die Bewilligungsbescheide mit der Begründung zurückgefordert, die in den Beihilfeanträgen angegebenen Flächen lägen über den bei Vor-Ort-Kontrollen ermittelten Flächen, ist darin auch die konkludent erklärte, auf § 10 MOG zu stützende Rücknahme der Bewilligungen zu sehen. 2. Zur Verjährung von Rückzahlungsverpflichtungen. 3. Ein objektiver Verstoß gegen Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts (hier: unzutreffende Flächenangaben) ist ausreichend, um eine Berufung des Leistungsempfängers auf einen Vertrauensschutz auszuschließen. |
| Volltext: SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES-OVG - Urteil, 2 LB 7/08 | |
| Rechtsgebiete: | BGB, MOG, VO (EG) Nr. 2419/2001, VO (EG, EURATOM) Nr. 2988/95, VO (EWG) Nr. 3887/92, VwVfG |
| Schlagworte: | Ausgleichszahlung, Flächenzahlung, Günstigkeitsprinzip, offensichtlicher Irrtum, System der Prämiengewährung, Unregelmäßigkeit, Vertrauensschutz, Wegfall der Bereicherung, Zinsen |
| Stichwort: | Unregelmäßigkeit |
| Leitsatz: | Zum System der Prämiengewährung von Flächen- und Ausgleichszahlungen nach der Verordnung (EG) Nr. 2419/2001. Zu den Anforderungen, unter denen ein offensichtlicher Irrtum im Sinne des Art. 12 Verordnung (EG) Nr. 2419/2001 anzunehmen ist. Die Regelungen über den Vertrauensschutz nach nationalem Recht (hier: § 48 Abs. 2 VwVfG) gelten nur für die Antragsjahre bis 1998; für die Antragsjahre ab 1999 ist der Vertrauensschutz abschließend in den Verordnungen (EWG) Nr. 3887/92 und (EG) Nr. 2419/2001 geregelt. Ist die Rückforderung von Beihilfen nach dem Gemeinschaftsrecht als verwaltungsrechtliche Sanktion im Sinne des Art. 2 Abs. 2 Satz 1 Verordnung (EG, EURATOM) Nr. 2988/95 anzusehen, gilt dies zugleich für die Festsetzung von Zinsen auf den Rückforderungsbetrag. In einem solchen Fall gilt auch für die Festsetzung der Zinsen das Günstigkeitsprinzip des Art. 2 Abs. 2 Satz 2 Verordnung (EG, EURATOM) Nr. 2988/95 (hier Anwendung der günstigeren Regelung in Art. 49 Abs. 3 Verordnung (EG) Nr. 2419/2001). |
| Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 10 LB 156/07 | |
| Rechtsgebiete: | EGV, EWGVO Nr. 3887/92, EGVO Nr. 2419/2001, EGVO Nr. 2988/1995, EGVO Nr. 1251/1999 |
| Schlagworte: | Unregelmäßigkeit, verwaltungsrechtliche Maßnahme, verwaltungsrechtliche Sanktion, Günstigkeitsregelung, Berechnungsgrundlage, Flächenzahlung, Nicht-Nahrungsmittelzwecke, Ackerkulturen, Stilllegung, Kürzung, Verpflichtung zur Rückzahlung, Zinszahlung |
| Stichwort: | Unregelmäßigkeit |
| Leitsatz: | Es wird eine Entscheidung des EuGH zu der Frage eingeholt, ob Art. 2 Abs. 2 Satz 2 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2988/1995 auch dann anwendbar ist, wenn im Hinblick auf eine Unregelmäßigkeit im Sinne von Art. 1 Abs. 2 dieser Verordnung lediglich die Rückerstattung einer zu Unrecht bewilligten Beihilfe (Art. 4 Abs. 1 der Verordnung (EG, Euratom) Nr. 2988/1995) verlangt wird und die zu Unrecht gewährte Beihilfe aufgrund einer später in Kraft getretenen gemeinschaftsrechtlichen Bestimmung in einem geringeren Umfang zurückzuerstatten wäre als nach denjenigen gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften, die zum Zeitpunkt der Begehung der Unregelmäßigkeit galten. |
| Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Beschluss, 10 S 385/05 | |
| Rechtsgebiete: | VO (EWG) Nr. 3887/92, VO (EG) Nr. 2419/2001, VO (EG; EURATOM) Nr. 2988/95 |
| Schlagworte: | Beihilfeantrag Tiere, Prämie, Sonderprämie für männliche Rinder, unrichtige Angaben im Antrag, Unregelmäßigkeit, Sanktion |
| Stichwort: | Unregelmäßigkeit |
| Leitsatz: | Der Beihilfesatz für eine Sonderprämie für männliche Rinder ist auch dann nach Art. 10 Abs. 2 Satz 2 VO (EWG) Nr. 3887/92 zu kürzen, wenn die Differenz zwischen der Zahl der angegebenen Tiere und der Zahl der bei der Kontrolle festgestellten Tiere nicht auf falschen Angaben des Antragstellers, sondern darauf beruht, dass hinsichtlich einzelner Tiere die Prämienvoraussetzungen nicht erfüllt sind (Anschluss an EuGH, Urteil vom 16. Mai 2002 - Rs. C-63/00; Aufgabe der früheren Rspr). Eine sachliche Unrichtigkeit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 VO (EG) Nr. 2419/2001 ist auch darin zu sehen, dass der Antragsteller überhaupt eine Sonderprämie beantragt, obwohl er weiß oder wissen muss, dass hinsichtlich des fraglichen Tieres die Prämienvoraussetzungen nicht erfüllt sind. |
| Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 3 C 26.04 | |
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