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übliche Vergütung

Entscheidungen der Gerichte




LAG-DUESSELDORF – Urteil, 9 Sa 1958/07 vom 11.07.2008

Rechtsgebiete:BGB, MTV für die Arbeitnehmer des privaten Omnibusgewerbes
Schlagworte:Pauschallohnvereinbarung, Inhaltskontrolle, übliche Vergütung, Verfall
Stichwort:übliche Vergütung
Leitsatz:1. Eine der AGB-Kontrolle unterliegende Vereinbarung, nach der durch den (arbeitsvertraglich vereinbarten) Wochen-/Monatslohn alle anfallende Mehrarbeit abgegolten ist, ist unwirksam, weil der Arbeitnehmer nicht erkennen kann, in welcher Höhe er Anspruch auf Mehrarbeitsvergütung hat (Verstoß gegen Transparenzgebot, § 307 Abs. 1 S. 2 BGB). Der Inhalt des Vertrags richtet sich in diesem Fall nach den gesetzlichen Vorschriften.

2. § 612 Abs. 2 BGB gilt auch, wenn eine Vergütungsvereinbarung unwirksam ist (BAG vom 28.09.1994, AP Nr. 38 zu § 2 BeschFG 1985). Die tarifvertraglich vorgesehene Vergütung für Mehrarbeit ist nicht die übliche Vergütung im Sinne von § 612 Abs. 2 BGB, wenn der Arbeitgeber auch mit vergleichbaren Arbeitnehmern Pauschallohnvereinbarungen abgeschlossen hat. Sofern keine Tarfiverträge angewendet werden, entspricht vielmehr die Fortzahlung der vereinbarten Vergütung bei Leistung von Mehrarbeit der Üblichkeit. In einem solchen Fall besteht kein Anspruch auf tarifvertragliche Zuschläge für Mehrarbeit.

3. Fehlt es an einer arbeitsvertraglichen Vereinbarung über die vom Arbeitnehmer zu leistende regelmäßige Arbeitszeit und verweist der Arbeitsvertrag "im Übrigen" auf tarifvertragliche Regelungen, bestimmt sich nach diesen der Umfang der regelmäßigen Arbeitszeit.

4. Sehen die tarifvertraglichen Regelungen vor, dass Mehrarbeit durch Freizeitgewährung ausgeglichen werden kann und zu vergüten ist, wenn sie bis zum 31.03. des Folgejahres nicht durch Freizeitgewährung ausgeglichen wurde, ist der Anspruch auf Mehrarbeitsvergütung erst am 31.03. des Folgejahres fällig. Eine tarifvertragliche Ausschlussfrist läuft erst ab diesem Zeitpunkt.
Volltext: LAG-DUESSELDORF - Urteil, 9 Sa 1958/07



LAG-KOELN – Urteil, 9 (11) Sa 891/05 vom 17.01.2006

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Arbeitnehmerbegriff, übliche Vergütung
Stichwort:übliche Vergütung
Leitsatz:Wer aufgrund eines Geschäftsbesorgungsvertrages die Leitung eines Zeitschriftenstandes und einer Lottoannahmestelle in einem Verbrauchermarkt übernimmt, ist nicht Arbeitnehmer, wenn er nicht zur persönlichen Arbeitsleistung verpflichtet ist, sondern Personal einstellen und entlassen darf, das nach seinen Weisungen tätig wird.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 9 (11) Sa 891/05

LAG-KOELN – Urteil, 9 (12) Sa 892/05 vom 17.01.2006

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Arbeitnehmerbegriff, übliche Vergütung
Stichwort:übliche Vergütung
Leitsatz:Wer aufgrund eines Geschäftsbesorgungsvertrages die Leitung eines Zeitschriftenstandes und einer Lottoannahmestelle in einem Verbrauchermarkt übernimmt, ist nicht Arbeitnehmer, wenn er nicht zur persönlichen Arbeitsleistung verpflichtet ist, sondern Personal einstellen und entlassen darf, das nach seinen Weisungen tätig wird.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 9 (12) Sa 892/05

BAG – Urteil, 5 AZR 413/00 vom 17.04.2002

Rechtsgebiete:BeschFG 1985, BGB
Schlagworte:Teilzeitbeschäftigung, übliche Vergütung
Stichwort:übliche Vergütung
Leitsatz:Verstößt eine vertragliche Vergütungsabrede gegen § 2 Abs. 1 BeschFG und ist sie deshalb gemäß § 134 BGB nichtig, hat der Arbeitnehmer nach § 612 Abs. 2 BGB Anspruch auf Zahlung der üblichen Vergütung. Dieser Anspruch besteht nur solange, wie eine Benachteiligung wegen Teilzeitarbeit vorliegt (Bestätigung von Senat 19. August 1992 - 5 AZR 513/91 - AP BGB § 242 Gleichberechtigung Nr. 102).
Volltext: BAG - Urteil, 5 AZR 413/00


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