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JuraForum.deUrteileSchlagwörterSStrafrahmenverschiebung 

Strafrahmenverschiebung

Entscheidungen der Gerichte

BGH – Urteil, 5 StR 394/08 vom 17.07.2009

Den Leiter der Innenrevision einer Anstalt des öffentlichen Rechts kann eine Garantenpflicht treffen, betrügerische Abrechnungen zu unterbinden.

OLG-HAMM – Beschluss, 3 Ss 429/06 vom 04.10.2006

Über die fakultative Strafrahmenverschiebung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB entscheidet der Tatrichter nach seinem pflichtgemäßen Ermessen aufgrund einer Gesamtabwägung in wertender Betrachtung aller schuldrelevanten Umstände. Entscheidung unterliegt nur eingeschränkter revisionsgerichtlicher Überprüfung und ist regelmäßig hinzunehmen.

BAYERISCHER-VGH – Beschluss, 1 ZB 05.502 vom 20.02.2006

Zur (verneinten) bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit eines Campingplatzes als von der Privilegierung nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB "mitgezogener" Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs.

BAYOBLG – Beschluss, 4 St RR 204/04 vom 20.12.2004

Wird zur Darstellung früherer Verurteilungen des Angeklagten der Auszug aus dem Strafregister des Angeklagten in die schriftlichen Urteilsgründe einkopiert, so liegt darin grundsätzlich kein die Sachrüge begründender Rechtsverstoß.

BAYOBLG – Beschluss, 1 St RR 109/04 vom 02.11.2004

Zur Abgrenzung einer informatorischen Befragung von einer Vernehmung des Beschuldigten.

BAYOBLG – Beschluss, 4 St RR 49/04 vom 26.04.2004

Die Bindungswirkung eines erstinstanzlichen Urteils, das mit einer wirksam auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkten Berufung angegriffen wurde, umfasst die Feststellungen zur Suchtmotivation einer Tat auch dann, wenn das Amtsgericht lediglich von der Unwiderlegbarkeit dieser Umstände ausgegangen ist.

BGH – Urteil, 3 StR 435/02 vom 27.03.2003

Beruht die erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit des Täters auf verschuldeter Trunkenheit, so kommt eine Strafrahmenverschiebung nach § 21, § 49 Abs. 1 StGB in der Regel nicht in Betracht (nicht entscheidungstragend).

BAYOBLG – Beschluss, 1 St RR 13/03 vom 06.03.2003

Die Beschränkung des Einspruchs gegen einen Strafbefehl auf den Rechtsfolgenausspruch ist unwirksam, wenn das Amtsgericht nicht die naheliegende Möglichkeit geprüft hat, daß der Angeklagte wegen der Höhe der Blutalkoholkonzentration schuldunfähig im Sinne von § 20 StGB war.

BGH – Urteil, 1 StR 405/02 vom 19.12.2002

Bei Gewaltdelikten und Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist für einen erfolgreichen Täter-Opfer-Ausgleich mit der zu Gunsten des Angeklagten wirkenden Folge der Strafmilderung nach § 46a i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB regelmäßig ein Geständnis zu verlangen.

OLG-HAMM – Beschluss, 4 Ss 666/02 vom 24.09.2002

Nimmt das Berufungsgericht zugunsten des Angeklagten eine gravierende Strafrahmenverschiebung im Vergleich zum amtsgerichtlichen Urteil vor, setzt aber dennoch im Vergleich dazu eine höhere Einzelstrafe fest, ist dies nur schwer nachzuvollziehen und darf einer eingehenden und besonderen Begründung.

BGH – Beschluss, 1 StR 444/01 vom 18.12.2001

Stellt der Tatrichter bei einem Betäubungsmitteldelikt einen Aufklärungserfolg nach § 31 Nr. 1 BtMG fest, kann eine nach § 49 Abs. 2 StGB mögliche Milderung des an sich anzuwendenden Strafrahmens nicht allein mit der Begründung versagt werden, die Menge des verstrickten Rauschgifts sei zu hoch; maßgeblich ist auch das Gewicht des Aufklärungserfolges.

OLG-HAMM – Beschluss, 2 Ss 548/01 vom 01.08.2001

Zum Umfang der erforderlichen Feststellungen bei der Verurteilung wegen eines vorsätzlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und zur Abgrenzung von Vorsatz und bewusster Fahrlässigkeit

BGH – Beschluss, 5 StR 587/00 vom 26.04.2001

StGB § 266;
AO 1977 §§ 370 Abs. 1, 393 Abs. 1 Sätze 2 und 3

1. Die mangelhafte Dokumentation von Zahlungen kann nur dann eine im Sinne des Untreuetatbestandes relevante Vermögensgefährdung begründen, wenn im Einzelfall mit einer doppelten Inanspruchnahme zu rechnen und aufgrund der unzureichenden Buchhaltung eine wesentliche Erschwerung der Rechtsverteidigung zu besorgen ist.

2. Ist wegen der Abgabe unrichtiger Umsatzsteuervoranmeldungen ein Strafverfahren anhängig, entfällt während der Dauer des Strafverfahrens die Strafbarkeit hinsichtlich der Nichtabgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung.

BGH, Beschl. v. 26. April 2001 - 5 StR 587/00 LG Bochum -

BGH – Beschluss, 3 StR 244/00 vom 21.02.2001

Zur täterschaftsbegründenden Völkermordabsicht des § 220 a StGB.

BGH, Beschl. vom 21. Februar 2001 - 3 StR 244/00 -
BayObLG

BGH – Urteil, 4 StR 650/99 vom 23.03.2000

StGB 1998 §§ 227, 251

Versuchter Raub mit Todesfolge und Körperverletzung mit Todesfolge stehen in Tateinheit, nicht in Gesetzeskonkurrenz.

BGH, Urteil vom 23. März 2000 - 4 StR 650/99 -
LG Schwerin

BGH – Beschluss, 1 StR 32/99 vom 22.02.1999

BtMG 1981 § 31 Nr. 1

Ermöglichen die Angaben des Angeklagten die Festnahme eines Tatbeteiligten, sind die Voraussetzungen von § 31 Nr. 1 BtMG auch dann erfüllt, wenn dessen Tatbeitrag den Ermittlungsbehörden bereits bekannt war.

BGH, Beschl. vom 25. Februar 1999 - 1 StR 32/99 -
LG Stuttgart

BGH – Beschluss, 1 StR 686/98 vom 11.02.1999

StPO §§ 454, 462 a; StGB § 57 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2

In allen Fällen der Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe hat das Tatgericht zu entscheiden, ob die Schuld des Angeklagten besonders schwer wiegt (Ergänzung zu BVerfGE 86, 288).

BGH, Beschl. vom 11. Februar 1999 - 1 StR 686/98 -
LG München I

BGH – Urteil, 3 StR 537/97 vom 12.08.1998

StGB § 55 Abs. 1 Satz 1

Die Zäsurwirkung einer früheren Verurteilung zu einer Gesamtstrafe entfällt nicht deshalb, weil den Urteilsgründen die Einzelstrafen nicht zu entnehmen sind.

BGH, Urteil vom 12. August 1998 - 3 StR 537/97 -
LG Dresden

BGH – Urteil, 1 StR 311/98 vom 29.07.1998

StGB § 13 Abs. 2

Für die Frage der Strafrahmenverschiebung nach § 13 Abs. 2 StGB bedarf es einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen, also nicht nur der unterlassensbezogenen Gesichtspunkte.

BGH, Urt. Vom 29. Juli 1998 - 1 StR 311/98 -
LG Weiden i.d.OPf

BGH – Beschluss, 5 StR 219/09 vom 08.07.2009

BGH – Beschluss, 5 StR 166/09 vom 28.05.2009

BGH – Beschluss, 3 StR 187/09 vom 14.05.2009

BGH – Beschluss, 5 ARs 3/09 vom 11.03.2009

BGH – Urteil, 1 StR 287/03 vom 05.11.2003

BGH – Urteil, 1 StR 174/03 vom 26.08.2003

BGH – Beschluss, 1 StR 302/03 vom 05.08.2003

BGH – Urteil, 2 StR 106/03 vom 09.07.2003

BGH – Urteil, 2 StR 112/03 vom 21.05.2003

BGH – Urteil, 5 StR 592/02 vom 20.05.2003

BGH – Urteil, 5 StR 4/03 vom 08.05.2003


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