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städtebauliches Konzept

Entscheidungen der Gerichte




OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 8 C 10156/06.OVG vom 04.07.2006

Rechtsgebiete:GG, BauGB
Schlagworte:Bebauungsplan, Erforderlichkeit, planerisches Konzept, städtebauliches Konzept, Planungshoheit, Abwägung, Gleichheitssatz, Belastungsgleichheit, Lastengleichheit, innenstadtrelevantes Sortiment, großflächige Handelsbetriebe
Stichwort:städtebauliches Konzept
Leitsatz:Werden für vergleichbare Bebauungsplangebiete dieselben städtebaulichen Ziele verfolgt (hier: Innenstadtschutz), so müssen die damit verbundenen Lasten (hier: Einschränkungen der baulichen Nutzbarkeit) grundsätzlich gleichmäßig auf die betroffenen Grundstücke verteilt werden.

Ausnahmen von diesem Prinzip der Lastengleichheit bedürfen der Rechtfertigung.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 8 C 10156/06.OVG



OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 1 A 10196/03.OVG vom 07.08.2003

Rechtsgebiete:BauGB, BImSchG
Schlagworte:Mobilfunk, Mobilfunksendeanlage, Bebauungsplan, Befreiung, Wohl der Allgemeinheit, Immissionen, gesunde Wohnverhältnisse, Ermessen, Ermessensausübung, städtebauliches Konzept, Ausschlussbereich
Stichwort:städtebauliches Konzept
Leitsatz:1. Die Schließung einer Versorgungslücke eines Mobilfunknetzes kann im Einzelfall im öffentlichen Interesse liegen und daher die Befreiung von den Festsetzungen eines Bebauungsplanes gemäß § 31 Abs. 2 BauGB aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit erfordern.

2. Bei der Entscheidung über die Befreiung steht der zuständigen Stelle ein mit sachgerechten Erwägungen auszufüllender Ermessensspielraum zu.

3. Der Grundsatz, dass allein sachgerechte Erwägungen die Ermessensausübung beeinflussen dürfen, schließt es aus, dass eine Kommune in diesem Zusammenhang ein Konzept erarbeitet und der Entscheidung über die Befreiung zugrunde legt, das ohne wissenschaftlich gesicherte Grundlage und in Abweichung von der 26. BImSchV weitergehende Personengrenzwerte und daran orientierte Ausschlussbereiche für Mobilfunksendeanlagen festlegt.

Ebenfalls fehlerhaft ist es, wenn sich die Festlegung von Ausschlussbereichen allein daran orientiert, wo die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen von der Bevölkerung akzeptiert wird.

4. Ein städtebauliches Konzept zur Steuerung der Standortauswahl für Mobilfunksendeanlagen darf sich nicht allein auf theoretische Überlegungen beschränken, von welchen Standorten aus funktechnisch eine flächendeckende Versorgung möglich ist, sondern muss auch berücksichtigen, ob dem jeweiligen Mobilfunkbetreiber dort auch tatsächlich die Verwirklichung der Konzeption möglich ist.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 1 A 10196/03.OVG


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