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JuraForum.deUrteileSchlagwörterSSchiedsgerichtsverfahren 

Schiedsgerichtsverfahren

Entscheidungen der Gerichte

KG – Beschluss, 20 SchH 2/10 vom 07.07.2010

1. Der Schiedsrichter ist verpflichtet, die für einen Richter geltenden Gebote, insbesondere der Neutralität, Objektivität und der Wahrung der Parteirechte zu beachten.

2. Grundsätzlich maßgebend für die Frage der Befangenheit ist das Verhältnis zwischen Schiedsrichter und Partei.

3. Ein gemeinsam mit einem Verfahrensbevollmächtigten absolvierter Fachanwaltslehrgang, die gemeinsame Teilnahme an einem "Medizinrechtsstammtisch" und ein Duz-Verhältnis begründen noch keine Befangenheit.

BGH – Beschluss, III ZB 19/11 vom 30.11.2011

Zur Zulässigkeit der Konkretisierung einer schiedsgerichtlichen Zins- und Kostenentscheidung im Verfahren der Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Schiedsspruchs.

LG-MOENCHENGLADBACH – Urteil, 2 O 134/05 vom 14.07.2006

Honoraranspruch der Schiedsrichter bei wegen mangelnder Mitwirkung abgebrochenen Schiedsgerichtsverfahren

OLG-KOELN – Beschluss, 1 W 70/95 vom 26.03.1996

1. An die Unparteilichkeit eines Schiedsrichters ist im Zusammenhang mit der Prüfung der Besorgnis der Befangenheit ein strengerer Maßstab anzulegen als bei einem staatlichen Richter. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Schiedsrichteramt von einem Einzelschiedsrichter wahrgenommen wird und dieser die einzige Instanz ist.

2. Bei einem ständigen Schiedsrichter ist der Umstand, daß er in einem früheren Verfahren mit im wesentlichen gleichem Streitgegenstand eine für die ablehnende Partei nachteilige Rechtsauffassung vertreten hat, für sich allein nicht geeignet, die Besorgnis der Befangenheit zu begründen.

3. Im Ablehnungsverfahren kann die Nichtigkeit des Schiedsvertrages gem. § 91 Abs. 1 GWB nicht geltend gemacht werden.

OLG-KOELN – Urteil, 27 U 99/93 vom 21.02.1994

Klage vor ordentlichen Gericht trotz Schiedsgerichtsvereinbarung (hier vor der internationalen Handelskammer, Paris) 1. Eine Klage, mit der die Wirksamkeit einer Schiedsgerichtsvereinbarung geprüft werden soll, ist nur dann unzulässig, wenn die Schiedsvereinbarung dahingehend ausgelegt werden kann, daß das Schiedsgericht eine bindende Entscheidung über die Wirksamkeit und Auslegung des Schiedsvertrages treffen soll. An die Auslegung der Vereinbarung hinsichtlich ihrer Ausdrücklichkeit und Eindeutigkeit sind dabei strenge Maßstäbe anzulegen. 2. Der Kläger geht der Wirkung des Schiedsvertrages mit der Anrufung des ordentlichen Gerichts nicht verlustig, wenn feststeht, daß er von dem Schiedsvertrag nicht Abstand nehmen will. 3. In der bloßen Aufforderung, sich über den Rechtsweg zu erklären, kann kein materiellrechtliches Angebot zur Aufhebung der Schiedsvereinbarung gesehen werden.


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