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Entscheidungen der Gerichte




HESSISCHER-VGH – Urteil, 5 A 688/08 vom 03.09.2008

Rechtsgebiete:VwGO
Schlagworte:Anfechtung, Änderung eines Verwaltungsakts, Einflussgrössen, Geldleistung, Neubereichnung, Rechtskraft, Rechtsmittelbefugnis, Reichweite, tatsächliche und rechtliche Verhältnisse
Stichwort:Reichweite
Leitsatz:Bestimmt das Verwaltungsgericht unter Anwendung des § 113 Abs. 2 Satz 2 VwGO die Änderung eines Verwaltungsakts durch Angabe der zu Unrecht berücksichtigten oder nicht berücksichtigten tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse, so erwachsen die vom Verwaltungsgericht in den Entscheidungsgründen dargelegten Determinanten in Rechtskraft, soweit sie nicht mit Rechtsmitteln angegriffen werden.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Urteil, 5 A 688/08



NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 7 KS 135/03 vom 19.02.2007

Rechtsgebiete:BNatSchG, FStrAbG, FStrG, GG, NNatG, WRV
Schlagworte:Abschnittsbildung, Alternative, zumutbare, Befreiung, Gemeinwohl, Folgeabschnitt, Hindernis, unüberwindbares, Kirchengemeinde, öffentlich-rechtliche, Planfeststellung, fernstraßenrechtliche, Präklusion, Spezifikationserfordernis, Verbandsklage, Planrechtfertigung, Verbandsklage, Reichweite, Verbandsklage, Rügeobliegenheit
Stichwort:Reichweite
Leitsatz:1. Auch eine öffentlich-rechtlich organisierte Kirchengemeinde, die von der Planfeststellung in ihrem Eigentum betroffen wird, kann sich dem Staat gegenüber auf Art. 14 GG berufen.

2. Ein nach § 60 c Abs. 1 NNatG klageberechtigter Verein kann nur diejenigen Fragen zur gerichtlichen Sachprüfung stellen, für die er nach dieser Vorschrift die Klagebefugnis hat. Das Verbandsklageverfahren ist kein objektiv-rechtliches Beanstandungsverfahren wie etwa die Normenkontrolle. Auch § 61 BNatSchG erweitert die Klagebefugnis insoweit nicht.

3. Das Klagerecht nach § 60 c Abs. 1 NNatG gewährt keinen Anspruch auf gerichtliche Prüfung der Planrechtfertigung. Dies gilt auch nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 09.11.2006 - 4 A 2001.06 -.

4. Ein anerkannter Naturschutzverband kann sich die spätere Klagemöglichkeit nach § 61 Abs. 3 BNatSchG nur insoweit offenhalten, als er im Rahmen seiner Rügeobliegenheit zumindest Angaben dazu macht, welches Schutzgut durch das Vorhaben betroffen wird und welche Beeinträchtigungen ihm drohen. Auch die räumliche Zuordnung eines Vorkommens ist zu spezifizieren, wenn sie nicht ohne weiteres offensichtlich ist (wie BVerwG).

5. Bei einem in mehreren Abschnitten planfestgestellten Straßenbauvorhaben sind in den Folgeabschnitten bereits absehbare Rechtsprobleme mit zu berücksichtigen. Sie können der Feststellung des vorhergehenden Abschnitts aber nur entgegenstehen, wenn sie künftig selbst durch die Gewährung von Ausnahmen oder Befreiungen nicht überwindbar erscheinen (wie BVerwG). Das Risiko eines Scheiterns der Planung in den Folgeabschnitten bleibt dabei bestehen.

6. Eine zumutbare Alternative im Sinne von § 34 c Abs. 3 Nr. 2 NNatG liegt nicht vor, wenn damit wesentliche Teile der Plankonzeption aufgegeben werden müssten.

7. Für die Befreiungsmöglichkeit der überwiegenden Gründe des Gemeinwohls nach § 62 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG kommt der Aufnahme in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen Indizwirkung zu.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 7 KS 135/03

LAG-HAMM – Beschluss, 13 TaBV 46/05 vom 19.08.2005

Rechtsgebiete:ArbGG, BetrVG
Schlagworte:Beschlussverfahren, Untersuchungsgrundsatz, Reichweite, Schulung, Erforderlichkeit, Aufschlüsselung, Kosten, Gewerkschaft, Bildungstrüger
Stichwort:Reichweite
Volltext: LAG-HAMM - Beschluss, 13 TaBV 46/05

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 6 A 11280/04.OVG vom 07.12.2004

Rechtsgebiete:BauGB, BNatSchG
Schlagworte:Kostenerstattungsbetrag, erstattungsfähiger Aufwand, Grunderwerbskosten, Bebauungsplan, Eingriff, Natur und Landschaft, Ausgleichsbedürftigkeit, Planungsebene, Ausgleichsflächen, planinterne Sammelausgleichsflächen, nachträgliche Zuordnung, Zuordnungsfestsetzung, Reichweite, Planänderung, Bürgerbeteiligung, Planrechtfertigung, Umlegung, Umlegungsplan, Nichtigkeit, Wertermittlung
Stichwort:Reichweite
Leitsatz:1. Zur Rechtmäßigkeit eines Kostenerstattungsbetrages bei räumlicher und zeitlicher Entkoppelung der naturschutzrechtlichen Eingriffe von ihren Ausgleichsfestsetzungen.

2. Zur Berücksichtigung der Ausgleichsverpflichtung nach § 1 a Abs. 3 BauGB bei der Wertermittlung von Flächen im Rahmen der Umlegung.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 6 A 11280/04.OVG


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