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Rechtspraxis – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Rechtspraxis“.

BGH – Beschluss, GSSt 1/00 vom 22.03.2001

StGB § 244 Abs. 1 Nr. 2 F: 26. Januar 1998

1. Der Begriff der Bande setzt den Zusammenschluß von mindestens drei Personen voraus, die sich mit dem Willen verbunden haben, künftig für eine gewisse Dauer mehrere selbständige, im einzelnen noch ungewisse Straftaten des im Gesetz genannten Deliktstyps zu begehen. Ein "gefestigter Bandenwille" oder ein "Tätigwerden in einem übergeordneten Bandeninteresse" ist nicht erforderlich.

2. Der Tatbestand des Bandendiebstahls setzt nicht voraus, daß wenigstens zwei Bandenmitglieder örtlich und zeitlich den Diebstahl zusammen begehen. Es reicht aus, wenn ein Bandenmitglied als Täter und ein anderes Bandenmitglied beim Diebstahl in irgendeiner Weise zusammenwirken. Die Wegnahmehandlung selbst kann auch durch einen bandenfremden Täter ausgeführt werden.

BGH, Beschl. vom 22. März 2001 - GSSt 1/00 -
LG Münster

BAG – Urteil, 8 AZR 336/00 vom 25.01.2001

Leitsätze:

Die am 31. März 1999 im Sport- und Erholungszentrum beschäftigten Arbeitnehmer des Landes Berlin konnten einem Übergang ihrer Arbeitsverhältnisse mit Wirkung vom 1. April 1999 auf die rechtsfähige Anstalt Berliner Bäder-Betriebe widersprechen.

Aktenzeichen: 8 AZR 336/00
Bundesarbeitsgericht 8. Senat Urteil vom 25. Januar 2001
- 8 AZR 336/00 -

I. Arbeitsgericht
Berlin
- 96 Ca 15398/99 -
Urteil vom 22. Oktober 1999

II. Landesarbeitsgericht
Berlin
- 3 Sa 2740/99 -
Urteil vom 7. März 2000

BGH – Urteil, III ZR 141/99 vom 02.03.2000

FStrG § 8; DDR: StraßenVO § 13 F: 22. August 1974; DDR: EnVO §§ 29 ff, 48 F: 1. Juni 1988

a)

Die Erteilung der Standortgenehmigung für den Bau einer Erdgasleitung begründete kein (privatrechtliches) Mitbenutzungsrecht des Energieversorgungsunternehmens im Sinne der Energieverordnungen der DDR.

b)

Gründet das Recht eines Energieversorgungsunternehmens, öffentliche Straßenflächen für Energiefortleitungsanlagen in Anspruch zu nehmen, allein auf einer straßenrechtlichen Sondernutzungsgenehmigung nach dem Recht der DDR, so hat nach dem Rechtsgedanken des § 8 Abs. 2 a, 8 und 10 FStrG das Energieversorgungsunternehmen die Kosten zu tragen, die dadurch entstehen, daß durch einen nach der Wiedervereinigung erfolgten Autobahnausbau eine die Autobahn kreuzende Ferngasleitung verlegt werden muß (Fortführung und Bestätigung von BGHZ 138, 266 und Senatsbeschluß vom 14. Januar 1999 - III ZR 12/98 - WM 1999, 740).

BGH, Urteil vom 2. März 2000 - III ZR 141/99 -
OLG Dresden
LG Leipzig

BAG – Urteil, 3 AZR 780/98 vom 25.01.2000

Leitsätze:

1. Ansprüche auf betriebliche Versorgungsleistungen aus einem privatrechtlich organisierten abhängigen Beschäftigungsverhältnis verjähren nach § 196 Abs. 1 Nr. 8 oder Nr. 9 BGB in zwei Jahren.

2. Zu diesen Ansprüchen zählen auch Zusatzrentenansprüche nach der AO 54, deren Verjährung sich seit dem 3. Oktober 1990 nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches richtet (Art. 231 § 6 Abs. 1 EGBGB).

Aktenzeichen: 3 AZR 780/98
Bundesarbeitsgericht 3. Senat Urteil vom 25. Januar 2000
- 3 AZR 780/98 -

I. Arbeitsgericht
Dresden
- 5 Ca 10494/96 RI -
Urteil vom 24. September 1997

II. Landesarbeitsgericht
Sächsisches
- 10 Sa 1172/97 -
Urteil vom 13. Mai 1998

BSG – Urteil, B 8 KN 18/97 R vom 02.12.1999

Die Zusicherung der zuständigen DDR-Behörde, bei Erreichen des 45. Lebensjahres eine Bergmannsvollrente zu beziehen, kann sich als Verwaltungsakt darstellen, der nach Art. 19 Satz 1 des Einigungsvertrages bindend bleibt.

BFH – Beschluss, GrS 2/98 vom 18.10.1999

BUNDESFINANZHOF

Die entgeltliche Aufnahme eines Sozius in eine Einzelpraxis ist nicht als steuerbegünstigte Veräußerung zu beurteilen.

EStG § 18 Abs. 3, § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1
UmwStG § 24

Beschluß vom 18. Oktober 1999 - GrS 2/98 -

Vorlagebeschluß vom 22. April 1998 XI R 96/96 (BFHE 185, 486,
BStBl II 1998, 475)

BGH – Urteil, III ZR 159/97 vom 08.07.1999

DDR: BergG §§ 18, 19 Abs. 2; DDR: BergG DVO 1 § 26 Abs. 1 Buchst. b; BGB § 251

a) Für Bergschäden im Gebiet der ehemaligen DDR, die nicht ausschließlich nach dem 2. Oktober 1990 verursacht worden sind, gilt die in § 26 Abs. 1 Buchst. b der Ersten Durchführungsverordnung zum Berggesetz der DDR bestimmte Rangfolge der von § 19 Abs. 2 BergG vorgesehenen Ersatzleistungen im Grundsatz fort. Der Ersatzberechtigte hat demnach zunächst nur Anspruch auf Wiederherstellung der früheren Gebrauchsfähigkeit (Reparatur) oder Naturalersatz (Beschaffung einer Ersatzsache). Geldersatz ist grundsätzlich erst dann zu leisten, wenn eine Herstellung in Natur nur mit unverhältnismäßigen Aufwendungen möglich wäre (vgl. § 251 Abs. 2 BGB).

b) Veräußert der Eigentümer das von solchen Bergschäden betroffene Grundstück vor der primär geschuldeten Naturalherstellung, so hat er Anspruch auf eine Entschädigung in Geld in entsprechender Anwendung des § 251 Abs. 1 BGB. Dabei können als Folgekosten auch Gutachten- und Beratungskosten ersatzfähig sein.

DDR: BergG § 25; EGBGB 1986 Art. 231 § 6; BGB §§ 208 ff.

Nach dem Recht der ehemaligen DDR zu beurteilende Ersatzansprüche wegen Bergschäden verjähren gemäß § 25 BergG regelmäßig in zwei Jahren. Die Unterbrechung der Verjährung bestimmt sich ab dem 3. Oktober 1990 nach den Vorschriften des BGB (§§ 208 ff.).

BGH, Urteil vom 8. Juli 1999 - III ZR 159/97 -
OLG Jena
LG Erfurt

BFH – Urteil, I R 43/97 vom 09.06.1999

BUNDESFINANZHOF

1. Bei einer sog. Mehrmütterorganschaft sind die Beteiligungen der lediglich zur einheitlichen Willensbildung in einer GbR zusammengeschlossenen Gesellschaften an der nachgeschalteten Organgesellschaft unmittelbar den Muttergesellschaften zuzurechnen (sog. Lehre von der mehrfachen Abhängigkeit). Die Organschaft besteht sonach zu den Muttergesellschaften und nicht zu der GbR (Abweichung von Abschn. 17 Abs. 6 GewStR 1984, Abschn. 14 Abs. 6 GewStR 1998; Änderung der Rechtsprechung).

2. Die den jeweiligen Muttergesellschaften anteilig zuzurechnenden Gewerbeerträge und Gewerbekapitalien sind in entsprechender Anwendung von § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 einheitlich und gesondert festzustellen.

GewStG § 2 Abs. 2 Satz 2, § 10a
KStG § 14 Nrn. 1 und 2
AktG § 17 Abs. 1
AO 1977 § 41, § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a

Urteil vom 9. Juni 1999 - I R 43/97 -

Vorinstanz: FG München (EFG 1997, 1036)

BGH – Urteil, III ZR 222/97 vom 17.09.1998

BUNDESGERICHTSHOF
IM NAMEN DES VOLKES
URTEIL

III ZR 222/97

Verkündet am:
17. September 1998

Freitag
Justizamtsinspektor
als Urkundsbeamter
der Geschäftsstelle

in dem Rechtsstreit

GOÄ §§ 2 Abs. 1 Satz 1, 6a, 10 (F: 21.12.1992);
BPflV § 23 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 (F: 26.9.1994)

a) Zur Minderungspflicht nach § 6a GOÄ bei der Berechnung privatärztlicher Leistungen eines niedergelassenen Arztes, der einen in stationäre Krankenhausbehandlung aufgenommenen Patienten in seiner Praxis behandelt hat.

b) Die Minderungspflicht nach § 6a GOÄ ist vertraglich nicht abdingbar.

c) Zum Anspruch auf Auslagenersatz nach § 10 GOÄ bei privatärztlicher Behandlung eines in ein Belegkrankenhaus aufgenommenen Patienten durch einen externen Arzt.

BGH, Urt. v. 17. September 1998 - III ZR 222/97 -
OLG Frankfurt/M.
LG Frankfurt/M.

BFH – Beschluss, I R 43/97 vom 24.03.1998

BUNDESFINANZHOF

Das BMF wird aufgefordert, dem Verfahren beizutreten, um zu der Frage Stellung zu nehmen, ob und unter welchen Umständen Gewerbeverluste bei sog. Mehrmütterorganschaften von den Organträgerunternehmen abgezogen werden können, insbesondere dann, wenn es an der Zwischenschaltung einer Mehrmütter-GbR fehlt.

GewStG § 2 Abs. 2 Satz 2, § 10a
KStG § 14 Nrn. 1 und 2
AktG § 17 Abs. 1
AO 1977 § 41
FGO § 122 Satz 2

Beschluß vom 24. März 1998 - I R 43/97 -

Vorinstanz: FG München (EFG 1997, 1036)

BFH – Urteil, III R 214/94 vom 11.12.1997

BUNDESFINANZHOF

Bei der Berechnung der sogenannten Opfergrenze ist der Arbeitnehmerpauschbetrag anzusetzen; das gilt auch dann, wenn der Steuerpflichtige keine Werbungskosten hatte.

EStG §§ 9a Satz 1 Nr. 1 a, 33 Abs. 2, 33a Abs. 1

Urteil vom 11. Dezember 1997 - III R 214/94

Vorinstanz: FG München

BRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, Verg W 17/08 vom 17.12.2008

BFH – Urteil, I R 41/07 vom 10.12.2008

BFH – Urteil, IV R 72/06 vom 27.11.2008

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 5 U 68/07 vom 10.04.2008

BFH – Urteil, III R 41/04 vom 27.09.2007

BFH – Beschluss, IV R 59/05 vom 19.04.2007

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 2 U 50/05 vom 20.03.2007

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 2 U 36/06 vom 20.03.2007

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 2 U 38/06 vom 20.03.2007

BRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, 5 Wx 3/06 vom 15.06.2006

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 6 U 51/03 vom 12.04.2005

BFH – Beschluss, IV B 62/03 vom 10.02.2005

BSG – Urteil, B 6 KA 12/04 R vom 09.12.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 50/02 R vom 09.12.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 36/03 R vom 09.12.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 29/04 R vom 09.12.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 44/03 R vom 08.12.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 15/04 R vom 20.10.2004

BSG – Urteil, B 6 KA 12/03 vom 20.10.2004



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