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Quersubventionierung

Entscheidungen der Gerichte




HESSISCHER-VGH – Urteil, 5 UE 118/07 vom 20.02.2008

Rechtsgebiete:EG (VO) Nr. 1794/06, EG (VO) Nr. 550/2004, EGV, FSAAKV, GG, LuftVG
Schlagworte:An- und Abflug, Cross-Border-Leasing-Geschäft, Einheitsgebühr, Gebühr, Gestaltungsspielraum, internationaler Verkehrsflughafen, Kalkulation, Leistungsbereich, Quersubventionierung, Verordnungsgeber
Stichwort:Quersubventionierung
Leitsatz:1. Die Entscheidung des Verordnungsgebers in § 2 Abs. 1 Flugsicherungs-An- und Abflug-Kostenverordnung - FSAAKV -, für die Sicherung des An- und Abfluges an allen in § 1 Abs. 1 FSAAKV aufgeführten Verkehrsflughäfen einen einheitlichen Gebührensatz festzulegen, steht mit nationalem Gesetzes- und Verfassungsrecht, sowie Europäischem Recht in Einklang.

2. Einnahmen einer öffentlichen Einrichtung aus einem sogenannten "Cross-Border-Leasing"-Geschäft brauchen im Rahmen der Kalkulation von ihr erhobener Gebühren dann nicht berücksichtigt zu werden, wenn ihnen Kosten der Einrichtung nicht zugrunde liegen, sie also kostenneutral sind.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Urteil, 5 UE 118/07



OLG-FRANKFURT – Urteil, 11 U 47/04 (Kart) vom 22.02.2005

Rechtsgebiete:GWB, PostG, UWG
Schlagworte:Quersubventionierung, Kampfpreisbildung, Exklusivlizenz
Stichwort:Quersubventionierung
Leitsatz:Ein Unterlassungsanspruch wegen wettbewerbsverzerrender Quersubventionierung setzt voraus, dass die im Rahmen des reservierten (monopolistischen) Bereichs erwirtschafteten Einkünfte zur Subventionierung von Leistungen im liberalisierten Bereich dienen und diese Kostenverlagerung zur Bildung wettbewerbsverzerrender Kampfpreise genutzt wird.
Volltext: OLG-FRANKFURT - Urteil, 11 U 47/04 (Kart)

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 9 KN 439/02 vom 26.03.2003

Rechtsgebiete:NAbfG, NKAG
Schlagworte:Behältervolumenmaßstab, Grundgebühr, Mindestbehältervolumen, Mindestentleerungen, Quersubventionierung, Wahrscheinlichkeitsmaßstab, Wirklichkeitsmaßstab
Stichwort:Quersubventionierung
Leitsatz:1. Der nicht die wirkliche, sondern nur die wahrscheinliche Inanspruchnahme des Abfallbeseitigungssystems wiedergebende Behältervolumenmaßstab ist grundsätzlich mit höherrangigem Recht vereinbar.

2. Die Verpflichtungen zum Vorhalten eines Mindestbehältervolumens und zur Durchführung von mindestens 16 Entleerungen im Jahr verstoßen nicht gegen höherrangiges Recht.

3. Die Erhebung einer unterschiedlich hohen Grundgebühr liegt nahe, wenn Gruppen von Gebührenpflichtigen deutlich unterschiedlich von den Vorhalte- und Bereitstellungsleistungen profitieren.

4. Die Quersubventionierung von Sperrmüll- und Altpapierentsorgung ist grundsätzlich durch § 12 Abs. 4 NAbfG gedeckt.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 9 KN 439/02

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES-OVG – Urteil, 4 A 80/98 vom 26.03.2003

Rechtsgebiete:KAG
Schlagworte:Abfallgebühren, Biomüllentsorgung, Quersubventionierung
Stichwort:Quersubventionierung
Leitsatz:Unzulässigkeit der teilweisen Einstellung von Kosten der Biomüllentsorgung in die Kalkulation der Restmüllentsorgungsgebühr bei fehlender Anschlussmöglichkeit an die Biomüllentsorgung für eine nicht unerhebliche Anzahl von Haushalten im Satzungsgebiet.
Volltext: SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES-OVG - Urteil, 4 A 80/98


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