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Personalratsanhörung

Entscheidungen der Gerichte




BAG – Urteil, 6 AZR 96/07 vom 24.01.2008

Rechtsgebiete:KSchG, SGB IX, BGB, GG, EG, LPVG-NRW, BAT
Schlagworte:Wartezeitkündigung - Präventionsverfahren - Personalratsanhörung
Stichwort:Personalratsanhörung
Volltext: BAG - Urteil, 6 AZR 96/07



HESSISCHES-LAG – Urteil, 3 Sa 2213/05 vom 15.09.2006

Rechtsgebiete:KSchG, HPVG
Schlagworte:betriebsbedingte Kündigung, Leistungsverdichtung, Darlegungslast, Dringlichkeit, Weiterbeschäftigungsmöglichkeit, freier Arbeitsplatz, Personalratsanhörung, Auflösungsantrag
Stichwort:Personalratsanhörung
Leitsatz:1) Zu den Anforderungen an die Darlegungslast des Arbeitgebers bei einer betriebsbedingen Kündigung zur Leistungsverdichtung.

2) Zur Weiterbeschäftigungspflicht auf einem freien Arbeitsplatz.

Der Arbeitgeber darf nicht durch eine vorgezogene Stellenbesetzung den Wegfall freier Arbeitsplätze im Kündigungszeitpunkt herbeiführen.

3) Zu den Anfordenungen an die Personalratsanhörung bei einer betriebsbedingten Kündigung zur Leistungsverdichtung.
Volltext: HESSISCHES-LAG - Urteil, 3 Sa 2213/05

LAG-KOELN – Urteil, 9 (3) Sa 1079/04 vom 29.11.2005

Rechtsgebiete:LPVG NW
Schlagworte:außerordentliche Kündigung, Personalratsanhörung, Weiterbeschäftigungsanspruch
Stichwort:Personalratsanhörung
Leitsatz:1. Der Arbeitgeber hat den Personalrat bei der Anhörung zu einer beabsichtigten außerordentlichen Kündigung gegenüber einem angestellten Arzt wegen sexuellen Mißbrauchs von Patientinnen über die Tatvorwürfe in ausreichendem Maße zu unterrichten. Dazu gehören Angaben über die äußeren Umstände der Untersuchungen, über die konkreten Beschwerden der Patientinnen sowie über die Art und Weise der dem Arbeitnehmer vorgeworfenen Untersuchungshandlungen.

2. Das Interesse des Arbeitgebers an einer Nichtbeschäftigung des Arbeitnehmers während des Kündigungsrechtsstreits überwiegt das Beschäftigungsinteresse Arbeitnehmers, wenn dieser wegen der Tatvorwürfe, die im Zusammenhang mit seiner dienstlichen Tätigkeit standen, rechtskräftig zu einer erheblichen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Dies gilt auch, wenn der Arbeitnehmer gegen das rechtskräftige Strafurteil Verfassungsbeschwerde eingelegt hat.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 9 (3) Sa 1079/04

LAG-KOELN – Urteil, 4 Sa 1186/04 vom 04.03.2005

Rechtsgebiete:KSchG, BGB, LPVG-NW
Schlagworte:Personalratsanhörung, verhaltensbedingte Kündigung
Stichwort:Personalratsanhörung
Leitsatz:1. Wird dem Personalrat mitgeteilt, der Kündigungsgrund sei u.a., dass eine Sachbearbeiterin des Ordnungsamts ein gegen sie laufendes Bußgeldverfahren eigenmächtig eingestellt habe, lag der Sachverhalt indes so, dass die Mitarbeiterin einen Kollegen nur darauf hingewiesen hatte, sie selbst sei auf einen Beweisfoto abgebildet, worauf dieser - was in der Intention der Mitarbeiterin lag - dass Verfahren einstellte, so ist der Personalrat nicht ordnungsgemäß beteiligt.

2. Dieses Verhalten der Mitarbeiterin kann im Rahmen der Interessenabwägung weder nach § 626 BGB eine fristlose noch nach § 1 KSchG eine verhaltensbedingte ordentliche Kündigung ohne vorherige Abmahnung rechtfertigen, wenn die Mitarbeiterin aufgrund der Umstände des Einzelfalles davon ausgehen durfte, ein entsprechendes Verhalten werde von den Vorgesetzten geduldet.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 4 Sa 1186/04


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