Impressum | Registrierung | Foren-Login
 
Disclaimer | Datenschutz | RSS-Feeds

JuraForum.deUrteileSchlagwörterNNachreichen 

Nachreichen – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Nachreichen“.

SG-BERLIN – Urteil, S 22 AL 1150/09 vom 01.09.2009

1. Zu den Kosten des Widerspruchsverfahren gehören auch die Gebühren und Auslagen eines Rechtsanwalts; sie sind in Höhe der Mittelgebühr erstattungsfähig. Der Ansatz einer Mittelgebühr setzt allerdings eine besondere Mitwirkung des Rechtsanwalts an der Erledigung voraus; es muss demnach eine über die durch die Verfahrensgebühr abgegoltene Einlegung und Begründung des Rechtsmittels hinausgehende Mitwirkung des Bevollmächtigten gegeben sein (so auch BSG, Urteil vom 21.03.2007 -B 11a AL 53/06 R-).

2. Eine (erforderliche) eidesstattliche Versicherung zu Unterhaltszahlungen und Einkommensverhältnissen mit ihren besonderen Belehrungs- und Beratungspflichten ist eine über die Begründung des Widerspruchs - auch haftungsrechtlich - hinausgehende Tätigkeit durch den Bevollmächtigten, die vom Antragsteller zu vergüten und dementsprechend auch zu erstatten ist.

LSG-DER-LAENDER-BERLIN-UND-BRANDENBURG – Urteil, L 9 KR 80/08 vom 05.08.2009

Eine Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V kommt nicht in Betracht, wenn der Versicherte die Durchführung einer Operation (hier: Entfernung einer Fettschürze) vertraglich vereinbart, bevor er die Übernahme der Kosten bei seiner Krankenversicherung beantragt. Voraussetzung für die Erstattungsfähigkeit ist zudem eine ärztliche Rechnung, die den Maßstäben der GOÄ genügt.

VG-DUESSELDORF – Urteil, 23 K 1809/08 vom 22.06.2009

1. Einzelfall einer wirksamen Klagerücknahmefiktion gemäß § 92 Abs 2 VwGO nach rechtmäßiger Betreibensaufforderung.

2. Zur (hier ordnungsgemäßen) Zustellung durch Niederlegung gemäß § 181 ZPO, wobei die Mitteilung über die Niederlegung in den Gemeinschaftsbriefkasten einer Obdachlosenunterkunft eingelegt wurde.

VG-DUESSELDORF – Urteil, 23 K 676/08 vom 22.06.2009

1. Einzelfall einer wirksamen Klagerücknahmefiktion gemäß § 92 Abs 2 VwGO nach rechtmäßiger Betreibensaufforderung.

2. Zur (hier ordnungsgemäßen) Zustellung durch Niederlegung gemäß § 181 ZPO, wobei die Mitteilung über die Niederlegung in den Gemeinschaftsbriefkasten einer Obdachlosenunterkunft eingelegt wurde.

AG-CHARLOTTENBURG – Urteil, 74 C 11/09 vom 30.04.2009

Es besteht kein unmittelbarer Anspruch eines einzelnen Wohnungseigentümers gegen einen anderen auf anteilige Erstattung von verauslagten Gemeinschaftskosten

VG-FRANKFURT-AM-MAIN – Urteil, 3 K 913/08.F vom 18.12.2008

Zu § 48 BAföG als Ausschlussfrist

SG-MARBURG – Urteil, S 12 KA 817/06 vom 30.01.2008

Nach der Laborrichtlinie müssen die Zeugnisse zum Nachweis der erforderlichen Qualifikation von dem zur jeweiligen Weiterbildung ermächtigten Arzt unterzeichnet sein. Dies ist nicht zu beanstanden.

OLG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 11 W 41/06 (Kart) vom 11.09.2007

Zur Berichtigung verschiedener Kostenpositionen des Netzbetreibers bei der Genehmigung der Strom-Durchleitungstarife

HESSISCHES-LSG – Beschluss, L 7 B 40/07 SO vom 18.07.2007

Grundsätzlich wird Prozesskostenhilfe für ein abgeschlossenes Verfahren nicht mehr gewährt.

Eine Ausnahme ist zu machen, wenn der vollständige Antrag mit den erforderlichen Unterlagen während des Verfahrens gestellt, aber nicht beschieden wurde oder wenn der Antrag zwar unvollständig war, aber es das Gericht ausdrücklich oder stillschweigend gestattet hat, fehlende Unterlagen nachzureichen. Eine solche Genehmigung des Gerichts kann auch darin liegen, dass in einem gerichtlichen Vergleich, der das Hauptsacheverfahren beendet, eine Fortführung des PKH-Verfahrens vereinbart wird.

Streiten die Beteiligten im Hauptsacheverfahren um die Frage der Verwertbarkeit eines Vermögensgegenstandes, ist für das PKH-Verfahren hinsichtlich der wirtschaftlichen Voraussetzungen von Unverwertbarkeit dieses Vermögensgegenstandes auszugehen, weil dem Antragsteller sonst die gerichtliche Überprüfung seiner Rechtsposition von vornherein verwehrt wäre bzw. diese in das PKH-Verfahren verlagert würde

VG-STADE – Urteil, 4 A 936/05 vom 28.03.2007

Entgelte aus vergaberechtswidrigen Verträgen können in die Gebührenkalkulation eingestellt werden, wenn sie preisrechtlichen Vorschriften genügen (hier verneint).

Rückstellungen für Risiken aus Prozessen mit Dritten dürfen nur in die Kalkulation eingestellt werden, wenn zumindest feststeht, daß die ungewissen Verbindlichkeiten im Falle ihres Bestehens = eines Unterliegens im Prozess auf die Gebührenzahler umgelegt werden dürften.

HESSISCHES-LAG – Beschluss, 12 Ta 198/06 vom 21.07.2006

Prozesskostenhilfe kann rückwirkend frühestens auf den Zeitpunkt der vollständigen Antragstellung (= formeller Antrag + Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse) bewilligt werden

(wie BAG Beschluss vom 08. November 2004, AZ.: 3 AZB 54/03)

VG-FRANKFURT-AM-MAIN – Urteil, 1 E 3078/05 vom 06.03.2006

Umtausch von Eurobanknoten

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 6 B 370/05 vom 08.07.2005

1. Die Erteilung einer einstweiligen Beförderungserlaubnis nach § 20 PBefG an den Unternehmer, dem die endgültige Linienverkehrsgenehmigung erteilt worden ist, ist in aller Regel sachgerecht und nicht ermessensfehlerhaft.

2. Ein Wechsel der behördlichen Zuständigkeit im Genehmigungsverfahren stellt einen sachgerechten Grund für eine Verlängerung der Entscheidungsfrist des § 15 Abs. 1 Satz 2 PBefG dar.

3. Die Genehmigungsbehörde ist vor der abschließenden Entscheidung über die Konzessionsbewerbungen weder gehalten, den am Ausschreibungsverfahren Beteiligten die Kriterien für ihre Entscheidung darzulegen, noch verpflichtet, einem Mitbewerber weitere Fristen für eine Äußerung zu dem Angebot eines Konkurrenten einzuräumen.

VG-BRAUNSCHWEIG – Beschluss, 6 B 66/05 vom 23.02.2005

Die Vorbemerkung Nr. 2 zur Anlage 4 der FeV kommt, wie sich aus §§ 11 Abs. 7, 46 Abs. 1 Sätze 1 und 2 FeV ergibt, nicht zur Anwendung, wenn bereits feststeht, dass eignungsausschließende (sog. harte) Drogen konsumiert worden sind; diese Vorschrift ist auf die Fälle der §§ 11 Abs. 2, 13, 14, 46 Abs. 3 FeV beschränkt, in denen Tatsachen bekannt geworden sind, die Bedenken gegen die Eignung begründen, aber noch nicht eindeutig geklärt ist, ob die in der Anlage 4 zur FeV aufgeführten (oder sonstige) Mängel vorliegen (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung).

VG-HANNOVER – Beschluss, 6 B 588/05 vom 09.02.2005

1. Das staatliche Prüfungsrecht der TAppO sieht nicht vor, das eine - wenn auch nur vorläufige - Prüfungszulassung ausgesprochen werden könnte, wenn der Studierende gegenüber dem Prüfungsausschuss geltend macht, die Universität verweigere ihm zu Unrecht einen der in § 28 TAppO genannten Nachweise.

2. Betrieb und die Organisation des Studiums an einer Stiftungshochschule gehen nach Einrichtung der Stiftung nicht in die Zuständigkeit des Hochschulträgers über. Sie bleiben eine Angelegenheit der Hochschule als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

LAG-HAMM – Beschluss, 4 Ta 695/03 vom 02.09.2004

1. Der Hinweis der PKH-Partei auf verschlechterte wirtschaftliche Umstände, ist in der Regel als Abänderungsantrag nach § 120 Abs. 4 ZPO aufzufassen. Eine Aufhebung der Prozesskostenhilfe wegen Rückstands mit der Ratenzahlung ist unzulässig, wenn die festgesetzten Raten der Leistungsfähigkeit der Partei nicht (mehr) entsprechen. Eine Aufhebung nach § 124 Nr. 4 ZPO wegen in diesen Zeitraum fallender (rückständiger) Beträge kommt in einem solchen Fall nicht in Betracht.

2. Wer Sozialhilfe bezieht erfüllt schon allein aus diesem Grunde die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die PKH-Bewilligung ohne Ratenzahlungsverpflichtungen, so dass sonstige unvollständigen Angaben in derartigen Fällen Auflagen i.S.d. § 118 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 ZPO nicht zu rechtfertigen vermögen. Diese Grundsätze gelten zwar im PKH-Nachprüfungsverfahren nach § 120 Abs. 4 ZPO entsprechend, setzen aber voraus, dass die PKH-Partei den Sozialhilfebescheid auch vorlegt.

FG-DES-SAARLANDES – Urteil, 1 K 250/00 vom 24.09.2003

Teilen die Gesellschafter einer Freiberufler-Gesellschaft des bürgerlichen Rechts den Mandantenstamm der Gesellschaft zuzüglich teilweiser Ausgleichszahlungen untereinander auf, um eigenständig weiter zu arbeiten, so handelt es sich um eine Realteilung mit - nicht steuerbegünstigtem - Spitzenausgleich auch dann, wenn sie unmittelbar vor der Beendigung ihres Gesellschaftsverhältnisses zu Lasten des Gesellschaftsanteils eines der Altgesellschafter noch einen zusätzlichen Gesellschafter aufnehmen, damit der dieser Altgesellschafter die Betreuung seines Anteiles am Mandantenstamm vermittels einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts gleichen Namens fortsetzen kann.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 14 S 2235/98 vom 26.10.2000

1. Nimmt die Berufungsbegründung auf Ausführungen im Berufungszulassungsantrag Bezug, erfüllt dies die Anforderungen an eine Berufungsbegründung im Sinne § 124a Abs 3 VwGO nicht, wenn die im Zulassungsantrag angesprochene Thematik für die Berufungsentscheidung selbst ohne oder nur von ganz untergeordneter Bedeutung ist.

2. Alleinige Ausführungen zu der - im Zusammenhang mit einer Divergenzrüge im Zulassungsverfahren erheblichen - Frage, ob im Asylfolgeverfahren eine Verpflichtung des Verwaltungsgerichts zum "Durchentscheiden" besteht, genügen den Anforderungen an eine Berufungsbegründung im Asylfolgeverfahren deshalb nicht.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 1358/99 vom 14.07.1999

1. Für die Frage, ob durch unvollständige oder unklare Bauvorlagen die Präklusionswirkung des § 55 Abs 2 S 2 LBO (BauO BW) nicht ausgelöst wird (vgl VGH Bad-Württ, Beschl v 04.03.1998 - 5 S 3180/97), ist nicht allein auf einzelne Planbestandteile abzustellen; maßgeblich ist insoweit die Gesamtheit der Bauvorlagen.

2. Bei gewerblichen Anlagen können Angaben über die genaue Art der Produkte, die in dem Betrieb hergestellt werden sollen, auch der zusätzlichen Baubeschreibung für gewerbliche Anlagen entnommen werden.

3. Sind Angrenzer in der Angrenzerbenachrichtigung hinreichend deutlich schriftlich belehrt und auf die Folgen nicht fristgemäß erhobener Einwendungen hingewiesen worden, so besteht grundsätzlich keine Verpflichtung der Bediensteten der Baurechtsbehörde, betroffene Nachbarn bei ihrer mündlichen Vorsprache ausdrücklich nochmals darauf hinzuweisen, daß sie ihre Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift erheben müssen.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 Wx 50/96 vom 25.04.1996

Anfechtung von Beschlüssen der Wohnungseigentümerversammlung

WEG §§ 43 Abs. 1 Nr. 4, 23 Abs. 4 S. 2 Die Frist zur Anfechtung von Beschlüssen einer Wohnungseigentümerversammlung kann nicht dadurch gewahrt werden, daß innerhalb der Frist vorsorglich die ,innerhalb der Eigentümerversammlung gefaßten Beschlüsse vorbehaltlich der Benennung der konkret anzufechtenden Tagesordnungspunkte" angefochten werden und nach Ablauf der Frist dann die Konkretisierung erfolgt. Die für die Beschlußanfechtung gesetzte Antragsfrist dient als Ausschlußfrist der Rechtssicherheit. Sie kann diese Aufgabe nur erfüllen, wenn aufgrund des Antrages innerhalb der Frist feststeht, welche Beschlüsse im einzelnen angefochten werden sollen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 598/95 vom 13.06.1995

1. Zur Berücksichtigung einer während der Anhängigkeit eines gerichtlichen Anordnungsverfahrens auf der Grundlage neuer Regelbeurteilungen getroffenen erneuten Auswahlentscheidung.

2. Zur Selbständigkeit dienstlicher Beurteilungen gegenüber vorausgegangenen Beurteilungen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 599/95 vom 22.03.1995

1. Zeigt ein Rechtsanwalt an, daß er einen Beteiligten vertritt, ohne zugleich eine schriftliche Vollmacht beizufügen, wird das rechtliche Gehör des Beteiligten nur dann gewahrt und erfolgt die Zustellung einer Entscheidung nur dann ordnungsgemäß, wenn das Gericht entweder auf die Vorlage der schriftlichen Vollmacht verzichtet und an den Bevollmächtigten zustellt oder eine Frist für die Vorlage der Vollmacht setzt.

Eine Zustellung unmittelbar an den Beteiligten ohne derartige Fristsetzung setzt eine Rechtsmittelfrist nicht in Lauf.

2. Zur Versagung vorläufigen Rechtsschutzes bei einer Tiefgaragenzufahrt (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 7 S 942/93 vom 21.02.1994

1. Der Grundsatz von Treu und Glauben gilt auch im europäischen Gemeinschaftsrecht.

2. Die Berufung des Landwirtschaftsamts auf die den Prämienausschluß insgesamt gebietende Rechtsnorm des Art 4a Abs 1 VO (EWG) Nr 1244/82 (EWGV 1244/82) ist treuwidrig, wenn der Behörde bei Antragstellung mitgeteilt worden ist, daß einzelne Tiere zunächst noch nicht prämienberechtigt waren und der Prämienantrag dennoch ohne Beanstandungen für den gesamten Bestand unter Einschluß der noch nicht prämienberechtigten Tiere entgegengenommen worden ist.

3. Allerdings muß dem Landwirtschaftsamt innerhalb von zehn Tagen schriftliche Mitteilung gemacht werden, wenn sich die Erwartung des nachträglichen Eintritts der Prämienberechtigung aufgrund neu hinzugekommener Umstände nicht erfüllt.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 2492/91 vom 19.11.1991

1. Ein mittels eingeschriebenen Briefs zugestelltes Schriftstück gilt auch dann mit dem 3. Tag nach Aufgabe zur Post als zugestellt, wenn dieser Tag ein Sonnabend ist.

2. Ein mittels eingeschriebenen Briefs zugestellter Verwaltungsakt ist nicht schon mit der Einlegung des Auslieferungsscheins für eine eingeschriebene Sendung in das Postfach oder des Benachrichtigungsscheins zur Abholung der Sendung in den Briefkasten, sondern erst mit der Aushändigung des Einschreibebriefs an einen Empfangsberechtigten zugegangen.


Seite:   1  2 


Weitere Begriffe


Anwaltssuche auf JuraForum.de



» Für Anwälte »

Gesetze

Urteile nach Rechtsgebieten

Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:

Suche

Durchsuchen Sie hier Juraforum.de nach bestimmten Begriffen:

Sie lesen gerade: Nachreichen - Urteile © JuraForum.de — 2003-2014

Kanzleinews einstellen | Sitemap | RSS | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum