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Messtoleranz

Entscheidungen der Gerichte




BVERWG – Urteil, BVerwG 9 C 3.04 vom 31.08.2005

Rechtsgebiete:WHG, AbwAG, AbwV, LWA NRW
Schlagworte:Abwasserabgabe, staatliche Überwachung, Eigenmessergebnis, Selbstüberwachung, Abwasservolumenstrom, festgelegte Abwassermenge, Abwassermengenhöchstwert, Messtoleranz, Messungenauigkeit, Messergebnis, ordnungsgemäßes Messverfahren, wasserrechtliche Erlaubnis, Beweisregel
Stichwort:Messtoleranz
Leitsatz:1. Lesen Behördenmitarbeiter Abwasservolumenmesswerte von einer nach den Vorgaben der wasserrechtlichen Erlaubnis in einer Kläranlage vom Anlagenbetreiber installierten Messeinrichtung ab, greifen sie nicht auf Ergebnisse der Selbstüberwachung des Anlagenbetreibers zurück; vielmehr handelt es sich um Maßnahmen der staatlichen Überwachung i.S.v. § 4 Abs. 4 Satz 1 AbwAG. Gleiches gilt, wenn die Messergebnisse von einer Untersuchungsstelle ermittelt worden sind, die von der zuständigen Behörde mit Probenahmen beauftragt worden ist.

2. Weder das Abwasserabgabengesetz noch wasserrechtliche Vorschriften verlangen, dass zulässige Messtoleranzen bei der Ermittlung des Abwasservolumenstroms im Rahmen der Festsetzung der Abwasserabgabe berücksichtigt werden.

3. Die "gilt als eingehalten-Regelung" des § 6 Abs. 1 AbwV findet für Abwassermengenhöchstwerte keine unmittelbare oder analoge Anwendung. Das schließt eine entsprechende Regelung in der wasserrechtlichen Erlaubnis nicht aus.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 9 C 3.04



OLG-HAMM – Beschluss, 2 Ss OWi 75/05 vom 04.03.2005

Rechtsgebiete:OWiG, StPO
Schlagworte:überladener Lkw, Wägung, Messverfahren, Verwertbarkeit, Messtoleranz
Stichwort:Messtoleranz
Leitsatz:Nach § 77 Abs. 2 Nr. 1 OWiG kann der Bußgeldrichter einen Beweisantrag dann ablehnen, wenn er damit nicht gegen seine Aufklärungspflicht verstößt. Dabei ist es nicht erforderlich, dass die beantragte Beweiserhebung aussichtslos ist; es genügt, wenn sie nicht nahe liegt oder sich nicht aufdrängt.
Volltext: OLG-HAMM - Beschluss, 2 Ss OWi 75/05

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 12 A 10506/04.OVG vom 17.06.2004

Rechtsgebiete:AbwG, AbwV, WHG
Schlagworte:Abgabenrecht, Abwasserabgabenrecht, Abwasserabgabe, Abgabe, Abwasser, Schmutzwasser, Vier-Aus-Fünf-Regelung, Analysenverfahren, Messungenauigkeit, Messtoleranz, Toleranz, Messung, Messverfahren, Abgabesatz, Abgabentatbestand, Abgabenfestsetzung, Ermäßigung, Abgabenermäßigung, DIN 38409, Überwachungswert, Chemischer Sauerstoffbedarf, CSB, Beweis, Beweislast, Schadstoff, Schadeinheit, Bestimmtheit, Normenklarheit, Rechtsstaatsprinzip
Stichwort:Messtoleranz
Leitsatz:Auch bei der Ermäßigung des Abgabesatzes nach § 9 Abs. 5 AbwAG ist die dem für die Bestimmung des Schadstoffs CSB angewendeten Analysenverfahren gemäß DIN 38409-H 41-1 immanente mögliche Messungenauigkeit von +/- 4 v.H. zugunsten des Abwasserabgabenschuldners zu berücksichtigen (Fortführung des Urteils des Senats vom 13. April 2000 - 12 A 12160/99.OVG -, in ESOVGRP veröffentlicht).
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 12 A 10506/04.OVG

OLG-HAMM – Beschluss, 2 Ss OWi 518/03 vom 22.09.2003

Rechtsgebiete:StVO, StPO
Schlagworte:Geschwindigkeitsüberschreitung, Messung, Messtoleranz, ProVidasystem
Stichwort:Messtoleranz
Leitsatz:Bei einer Messung mit dem ProVidaSystem ist es, um möglichen Fehlern Rechnung zu tragen, ausreichend, wenn bei Fehlen besonderer Umstände ein Toleranzwert von 5 % der ermittelten Geschwindigkeit bei Werten über 100 km/h berücksichtigt wird
Volltext: OLG-HAMM - Beschluss, 2 Ss OWi 518/03


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