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Leistungsvoraussetzungen – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Leistungsvoraussetzungen“.

VG-OLDENBURG – Urteil, 6 A 3169/05 vom 08.02.2007

1. Nach den maßgeblichen Voraussetzungen des § 40 VI 3 BBesG ist der SOS Kinderdorf e.V. ein dem öffentlichen Dienst gleichgestellter Arbeitgeber, dessen an die Ehefrau eines Beamten nach den Grundsätzen des BAT-KOM gewährter Ehegattenanteil im Ortszuschlag zur Halbierung des Familienzuschlags der Stufe 1 führt.2. Zur Rückforderung diesbezüglich überzahlter Dienstbezüge.3. Der Lauf der für Rückforderungsansprüche geltenden regelmäßigen Verjährungsfrist nach § 195 BGB (in der ab dem 1. Januar 2002 geltenden Fassung) ist auch in Überleitungsfällen unter Einbeziehung der subjektiven Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB zu berechnen (in Anschluss an BGH, Urteil vom 23. Januar 2007 - XI ZR 44/06 - zu Bereicherungsansprüchen).

HESSISCHES-LSG – Beschluss, L 9 AS 235/06 ER vom 27.12.2006

Im Bereich der einstweiligen Anordnung ist unter Berücksichtigung der besonderen Eilbedürftigkeit des Rechtsschutzbegehrens auch die Antragsgegnerin gehalten, zu einer Beschleunigung des Verfahrensbeizutragen.Das Rechtsschutzbedürfnis der Antragsgegnerin (Beschwerdeführerin) im Beschwerdeverfahren ist ausnahmsweise zu verneinen, wenn Umstände die Annahme rechtfertigen, dass das Interesse an derDurchführung des Verfahrens entfallen ist. Das ist dann der Fall, wenn die Beschwerdeführerin auf mehrere Anfragen des Gerichts nicht reagiert und die Behördenakten nicht vorlegt. Ein derartiges Verhalten ist von einer Interessenlosigkeit an einer gerichtlichen Entscheidung geprägt mit der Folge des Wegfalls des Rechtsschutzbedürfnisses.

SG-FRANKFURT-AM-MAIN – Urteil, S 13 AL 4450/03 vom 18.05.2006

Die Einstellungspraxis, im Schuldienst nur noch befristete Anstellungsverträge mit Lehrern abzuschließen, darf sich für die betroffenen Lehrkräfte im Leistungsbezug nicht nachteilig auswirken.

SG-HAMBURG – Urteil, S 60 AL 2074/04 vom 27.04.2006

1. Für eine Klage gegen einen ehemaligen Arbeitgeber auf Berichtigung einer Arbeitsbescheinigung fehlt jedenfalls dann das Rechtsschutzbedürfnis, wenn ein Verwaltungsverfahren bei der Bundesagentur für Arbeit läuft oder ein daran anschließendes sozialgerichtliches Verfahren anhängig ist (vergleiche BSG vom 12.12.1990 - 11 RAr 43/88 = SozR 3-4100 § 133 Nr. 1). 2. Auf ein solches Verfahren finden nach § 197a SGG Vorschriften der VwGO und des GKG Anwendung. 3. Der Streitwert errechnet sich als ein Bruchteil des Arbeitsentgelts, dessen (zusätzliche) Bescheinigung begehrt wird.

SG-STADE – Urteil, S 6 AL 336/03 vom 20.04.2006

1. Der Auszubildende wird bei einer beruflichen Ausbildung nur gefördert, wenn er außerhalb des Haushaltes der Eltern oder eines Elternteils wohnt und die Ausbildungsstelle von der Wohnung der Eltern oder eines Elternteils aus nicht in angemessener Zeit erreichen kann. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein. Als Höchstgrenze für die Frage der Angemessenheit gilt in Anlehnung an § 121 Abs 4 SGB III ein zeitlicher Aufwand von bis zu 2,5 Stunden Hin- und Rückweg, bei täglicher Arbeitszeit unter 6 Stunden eine Pendelzeit von bis zu insgesamt 2 Stunden als zumutbare Wegstrecke.

2. Ungeachtet der tatsächlichen Wohnverhältnisse wird die fiktive Wohnung bei den Eltern unterstellt, wenn der Auszubildende aus den gesetzlich nicht gerechtfertigten Gründen des § 64 Abs 1 Satz 2 SGB III von der Möglichkeit, bei den Eltern zu wohnen, tatsächlich keinen Gebrauch macht.

3. Eine Ausnahme für einen gesetzlich nicht geregelten Fall (hier: Besonderheiten in der Landwirtschaft) kann nicht angenommen werden. Die in § 64 Abs 1 Satz 2 SGB III abschließend genannten Ausnahmevorschriften können nicht um weitere Ausnahmetatbestände erweitert werden.

VG-LUENEBURG – Urteil, 4 A 250/04 vom 31.01.2006

1. Ein Anspruch nach § 89a Abs. 1 Satz 1 SGB VIII schließt den Anspruch nach § 89c Abs. 1 Satz 1 SGB VIII nicht aus.

2. Richtet sich der Erstattungsanspruch nach § 89c Abs. 1 Satz 1 SGB VIII gegen einen öffentlichen Jugendhilfeträger, der im Gegenzug selbst einen Erstattungsanspruch nach § 89a Abs. 1 Satz 1 SGB VIII gegen den nach § 89c Abs. 1 Satz 1 SGB VIII Erstattungsberechtigten hat, stehen sich beide Ansprüche aufrechenbar gegenüber mit der Folge, dass sich eine gegenseitige Erstattung der erbrachten Jugendhilfeleistungen im Ergebnis zwar erübrigt, für einen über § 89c Abs. 1 Satz 1 SGB VIII hinausgehenden Anspruch nach § 89c Abs. 2 SGB VIII aber noch Raum ist.

SG-BERLIN – Beschluss, S 96 AS 8757/05 ER vom 25.10.2005

1) Eine bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige, die die Voraussetzungen des § 8 BAföG nicht erfüllt und daher für eine an sich förderungsfähigsfähige Ausbildung keine Ausbildungsförderung nach dem BAföG erhält, hat für die Zeit ihrer Ausbildung auch keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 7 Abs 5 S 1 SGB 2.

2) Eine verbleibende Ausbildungsdauer von einem dreiviertel Jahr stellt keine besondere Härte war, wenn sich der Hilfebedürftige noch nicht in einer akuten Prüfungsphase befindet.

LSG-HAMBURG – Beschluss, L 5 B 116/05 ER AS vom 07.07.2005

Eigenheimzulagen sind im Rahmen des ALG II nicht als Einkommen zu berücksichtigen

LSG-HAMBURG – Urteil, L 5 AL 37/02 vom 04.05.2005

Die Erlöschenswirkung des § 122 Abs 2 Nr 2 SGB III ist auf einen Zeitraum von drei Monaten begrenzt.

VG-BRAUNSCHWEIG – Urteil, 3 A 511/03 vom 17.03.2005

1. Mit einer auf § 66 I SGB I gestützten Versorgung der Sozialleistung wird diese nicht endgültig aberkannt. Vielmehr wird dem Leistungsträger damit ein Leistungsverweigerungsrecht sui generis eingeräumt.

2. Sobald die Mitwirkung nachgeholt wird, entsteht gemäß § 67 SGB I ein Recht des Antragstellers auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über die nachträgliche Erbringung der ursprünglich beantragten Sozialleistung.

VG-GOETTINGEN – Urteil, 2 A 184/04 vom 26.01.2005

Umstände, die nach Erlass des Widerspruchsbescheides eingetreten sind, vermögen im Asylbewerberleistungsrecht ebensowenig wie im Recht der Sozialhilfe die Erledigung des Rechtsstreits herbeizuführen.

VG-OLDENBURG – Beschluss, 13 B 4419/03 vom 05.12.2003

Eingliederungshilfe nach § 40 Abs. 1 BSHG kann auch Leistungen der psychosozialen ambulanten Betreuung umfassen; dieser Hilfe steht § 40 Abs. 1 Satz 2 BSHG grundsätzlich nicht entgegen.Einzelfall einer Zuständigkeit des örtlichen Trägers der Sozialhilfe gemäß § 43 Abs. 1 SGB I im Zuständigkeitsstreit mit der gesetzlichen Krankenkasse; Abgrenzung zu § 14 Abs. 1 SGB IX.

VG-KARLSRUHE – Urteil, 5 K 279/00 vom 30.10.2002

1. Der Behindertenbegriff in § 19 SGB III (SGB 3) ist - anders als die Definitionen in §§ 1 bis 3 SchwbG (vgl nunmehr § 2 SGB IX (SGB 9)) - durch eine spezifische berufliche Betroffenheit infolge einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung geprägt. Die körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung muss eine nicht nur vorübergehende wesentliche Minderung der beruflichen Eingliederungsaussichten zur Folge haben.

2. Die Eingliederungsaussichten eines körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigten Arbeitnehmers sind bereits dann wesentlich gemindert, wenn die Erhaltung seines bestehenden Arbeitsplatzes auf Grund dieser Beeinträchtigung gefährdet ist.

3. Nicht nur vorübergehend gemindert sind die Aussichten eines beschäftigten Arbeitnehmers, beruflich eingegliedert zu bleiben in der Regel, wenn er infolge seiner körperlichen, geistigen oder seelischen Funktionsbeeinträchtigungen den Anforderungen in seinem ausgeübten Beruf voraussichtlich länger als sechs Monate nicht entspricht.

4. Zur vorrangigen Leistungspflicht der Bundesanstalt für Arbeit iS des § 31 Abs 5 Satz 2 SchwbG, dem Arbeitgeber eines behinderten Arbeitnehmers nach Maßgabe von § 237 SGB III (SGB 3) einen Zuschuss zur Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes zu gewähren.

VG-KARLSRUHE – Urteil, 5 K 1325/00 vom 29.10.2002

Zur Rechtmäßigkeit der Ablehnung eines Existenzgründungsdarlehens nach § 21 Abs 1 SchwbAV mangels Beibringung einer angemessenen Sicherheit.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 7 S 2505/99 vom 17.12.1999

1. Mit der Stellung des Antrags auf Zulassung der Beschwerde fällt die Sache beim OVG an. Nach der Stellung des Beschwerdezulassungsantrags kann nur das OVG die Vollziehung des angegriffenen Beschlusses einstweilen aussetzen.

2. Für eine einstweilige Aussetzung der Vollziehung fehlt das Rechtsschutzbedürfnis, wenn der Gläubiger noch nicht mit der Vollziehung begonnen hat oder wenn die einstweilige Anordnung wegen Ablaufs der Monatsfrist des § 929 Abs 2 ZPO nicht mehr vollziehbar ist.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 7 S 1084/95 vom 12.03.1997

1. Die Mitwirkungspflicht des Antragstellers nach §§ 60, 65 SGB-I (SGB 1) bezieht sich nur auf entscheidungserhebliche Tatsachen und Beweismittel.

2. Die Leistungserheblichkeit fehlt, wenn der Sozialhilfeträger aufgrund der sonstigen Umstände in der Sache entscheiden kann (im Anschluß an BVerwG, Urt v 17.01.1985 - 5 C 133/81 -, BVerwGE 71, 8 (9ff)).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 7 S 3094/93 vom 28.11.1994

1. Durch ein Studium der Rechtswissenschaft wird die Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst (hier: an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl) nicht "in derselben Richtung fachlich weitergeführt" im Sinne des § 7 Abs 2 S 1 Nr 3 BAföG ((F. 1991 (F: 1991-07-30)).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 6 S 2373/94 vom 23.09.1994

1. Der Widerspruch des Hilfeempfängers oder Hilfesuchenden gegen die Heranziehung zu gemeinnütziger und zusätzlicher Arbeit hat aufschiebende Wirkung. Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs hat zur Folge, daß der Adressat der Arbeitsaufforderung sich so verhalten darf, als habe diese ihm gegenüber noch keine Wirksamkeit erlangt (Bestätigung der Rechtsprechung des Senats).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 10 S 1182/93 vom 23.08.1994

1. Es ist mit Art 6 Abs 5 GG unvereinbar, den Vater eines nichtehelichen Kindes, der mit dessen Mutter in einem gemeinsamen Haushalt lebt und die Betreuung des Kindes übernehmen will, im Gegensatz zu einem verheirateten Vater vom Bezug des nach Verwaltungsvorschriften gewährten Landeserziehungsgeldes auszuschließen. Das Recht der Personensorge ist hier kein zulässiges Kriterium der Anknüpfung, solange der nichteheliche Vater ein gemeinsames Sorgerecht mit der Mutter aus rechtlichen Gründen nicht erlangen kann.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 7 S 1972/93 vom 12.11.1993

1. Der Anspruch auf Ersatz der notwendigen Auslagen nach § 65a SGB-I (SGB 1) soll einen angemessenen Ausgleich für wirtschaftlich unzumutbare Belastungen ermöglichen, die dem Leistungsberechtigten aus der bei der Tatsachenfeststellung gesetzlich gebotenen Mitwirkung entstanden sind. Er besteht unabhängig davon, ob der Leistungsempfänger mit seinem Begehren in der Sache letztlich Erfolg hat und in welchem Verfahrensabschnitt die Mitwirkung erbracht wurde.

Ein Anspruch auf nachträgliche Anerkennung als notwendig im Sinne von § 65a Abs 2 SGB-I (SGB 1) besteht für eine ärztliche Untersuchung dann, wenn sie zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen und den Fortgang der Sache gefördert hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 6 S 760/91 vom 09.12.1992

1. Zum Streitgegenstand und Klagezeitraum bei der Verpflichtungsklage auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschußgesetz.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 7 S 152/92 vom 11.09.1992

1. § 66 Nr 4 TierSG (ViehSeuchG) verlangt Identität von durch seuchenrechtliche Maßnahmen betroffenem und getötetem bzw verendetem Tier. Deshalb ist ein nach Schutzimpfung des Muttertieres lebensunfähig geborenes Kalb nicht entschädigungspflichtig.

2. § 7 Abs 3 Beihilfesatzung der Tierseuchenkasse gestattet es nicht, in den von § 7 Abs 1 (TierSKassBeihSa BW) in Verbindung mit den Anlagen 1 - 6 dieser Satzung erfaßten Fällen den normativ bestimmten Beihilfebetrag zu erhöhen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 10 S 874/88 vom 13.12.1988

1. Zu den Voraussetzungen der Kraftfahreignung in hohem Lebensalter.

BVERWG – Urteil, BVerwG 5 C 30.04 vom 02.06.2005

Für den Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Voraussetzungen der Leistungspflicht im Sinne des § 105 Abs. 3 SGB X ist auch im Erstattungsrechtsverhältnis zwischen Trägern der Sozialhilfe auf die Kenntnis des Trägers der Sozialhilfe abzustellen, dem gegenüber ein Erstattungsanspruch geltend gemacht wird. Ein im Leistungsverhältnis nach § 5 Abs. 2 Satz 2 BSHG für das Einsetzen der Hilfe hinreichendes Bekanntwerden bei einem nicht zuständigen Träger der Sozialhilfe ersetzt im Erstattungsverhältnis zwischen Trägern der Sozialhilfe nicht die nach § 105 Abs. 3 SGB X erforderliche eigene Kenntnis des auf Erstattung in Anspruch genommenen Trägers der Sozialhilfe.

ARBG-SOLINGEN – Urteil, 3 Ca 158/11 lev vom 04.05.2011

ARBG-SOLINGEN – Urteil, 2 Ca 604/08 lev vom 26.08.2008



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