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Kriegsfolgenbereinigungsgesetz

Entscheidungen der Gerichte




BVERWG – Urteil, BVerwG 1 C 3.03 vom 20.04.2004

Rechtsgebiete:GG, BVFG, StAG
Schlagworte:Spätaussiedler, Abkömmling, Stichtag, Aufnahme, Verlassen der Aussiedlungsgebiete, Spätaussiedlerbescheinigung, Bindungswirkung, Vertriebenenbehörde, Bescheinigungsverfahren, Einbürgerungsbehörde, Statusverfahren, Kriegsfolgenbereinigungsgesetz, Statusdeutscher, Deutscheneigenschaft, Deutschen-Status
Stichwort:Kriegsfolgenbereinigungsgesetz
Leitsatz:1. Die in § 4 Abs. 1 und 2 BVFG 1993 für Spätaussiedler getroffene Stichtagsregelung - Verlassen der Aussiedlungsgebiete nach dem 31. Dezember 1992 - gilt nicht für die Abkömmlinge der Spätaussiedler.

2. Die Feststellung der Statusdeutscheneigenschaft von Abkömmlingen eines anerkannten Spätaussiedlers setzt nicht voraus, dass die Abkömmlinge ihrerseits eine Bescheinigung nach § 15 Abs. 2 BVFG beantragt und erhalten haben.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 1 C 3.03



VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 13 S 2555/99 vom 20.06.2001

Rechtsgebiete:GG, StAG, BVFG, RuStAÄndG 1974
Schlagworte:Statusdeutscheneigenschaft, Erwerb, Staatsangehörigkeit, Spätaussiedler, Vertriebener, Abkömmling, Bescheinigung, Übergangsbestimmung, Kriegsfolgenbereinigungsgesetz, Erklärungserwerb, Erklärungshindernis
Stichwort:Kriegsfolgenbereinigungsgesetz
Leitsatz:Seit dem Inkrafttreten des Kriegsfolgenbereinigungsgesetzes am 1.1.1993 kann die Statusdeutscheneigenschaft i.S.v. Art. 116 Abs. 1 GG nicht mehr aufgrund einer ausländerrechtlichen Entscheidung, sondern nur noch im Wege des Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenengesetz erworben werden (Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung, Senatsurteil vom 3.3.1999 - 13 S 1228/96 -).
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Urteil, 13 S 2555/99

BVERWG – Urteil, BVerwG 1 C 26.00 vom 19.06.2001

Rechtsgebiete:GG, BVFG, StAG, VwGO
Schlagworte:Aufnahme, Aufnahmebescheid, Aussiedler, Aussiedlungsgebiete, Bindungswirkung, Feststellungsklage, Kriegsfolgenbereinigungsgesetz, Spätaussiedler, Spätaussiedlerbescheinigung, Staatsangehörigkeit, Statusdeutscher, Tatbestandswirkung, deutsche Volkszugehörigkeit.
Stichwort:Kriegsfolgenbereinigungsgesetz
Leitsatz:1. Auf Grund eines Aufnahmebescheids (§ 26 BVFG) eingereiste Personen können nur unter den Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 Satz 1 BVFG die Eigenschaft als Statusdeutsche (Art. 116 Abs. 1 GG) erwerben. Die Zulassung der Einreise im Wege des Aufnahmeverfahrens bewirkt als solche noch nicht den Erwerb dieser Eigenschaft.

2. Bei der Entscheidung über die Eigenschaft als Spätaussiedler im Rahmen einer auf Feststellung des Deutschen-Status gerichteten Klage ist das Verwaltungsgericht gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 BVFG an die bestandskräftig gewordene behördliche Versagung einer Spätaussiedlerbescheinigung nach § 15 Abs. 1 Satz 1 BVFG gebunden.
Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 1 C 26.00


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