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Kommunales Selbstverwaltungsrecht

Entscheidungen der Gerichte




OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 1 C 10303/07.OVG vom 11.12.2007

Rechtsgebiete:BImSchG, GG, BauGB, VwGO
Schlagworte:Öffentlichkeitsbeteiligung, kommunales Abwehrrecht, kommunale Planungshoheit, interkommunales Abstimmungsgebot, Standortprivileg, städtebauliche Belange, Nachbargemeinde, Planungsabsichten, immissionsschutzrechtliche Genehmigung, Industrieheizkraftwerk, kommunales Selbstverwaltungsrecht
Stichwort:Kommunales Selbstverwaltungsrecht
Leitsatz:Die Abwehrklage einer Kommune gegen eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines Industrieheizkraftwerks auf dem Gebiet der Nachbargemeinde kann keinen Erfolg haben, wenn die klagende Kommune hierdurch nicht in eigenen Rechten - insbesondere im Hinblick auf ihr kommunales Selbstverwaltungsrecht - verletzt wird.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 1 C 10303/07.OVG



BVERWG – Beschluss, BVerwG 8 BN 6.97 vom 11.03.1998

Rechtsgebiete:GG, VwGO
Schlagworte:Kommunales Selbstverwaltungsrecht, Gebietshoheit der Gemeinden, gemeindefreie Gebiete, Willkürverbot, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, Großer Senat beim OVG, Abweichung von Entscheidung eines anderen Senats.
Stichwort:Kommunales Selbstverwaltungsrecht
Leitsatz:Leitsätze:

1. Art. 28 Abs. 2 GG steht einer landesrechtlichen Vorschrift nicht entgegen, die es einer Gemeinde gestattet, die Benutzung einer in einem gemeindefreien Gebiet gelegenen kommunalen Einrichtung (hier: Sportboothafen im Bodensee) durch Satzung zu regeln.

2. Eine Regelung, mit der der Normgeber einer von ihm auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse plausibel befürchteten Schädigung der Umwelt vorbeugen will, ist sachlich gerechtfertigt; der Normgeber muß weder abwarten, bis sich hinsichtlich der befürchteten Gefahr eine wissenschaftlich völlig unangefochtene einheitliche Auffassung gebildet hat, noch muß er den wissenschaftlichen Meinungsstreit "entscheiden".

3. Weicht ein Senat eines Oberverwaltungsgerichts in einer Frage des Landesrechts von der Entscheidung eines anderen Senats desselben Oberverwaltungsgerichts ab, ohne die Sache dem Großen Senat vorzulegen (§ 12 Abs. 1 VwGO), liegt darin jedenfalls dann kein Verfahrensfehler im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO, wenn die Frage für die Entscheidung eines der beiden Senate nicht erheblich war.

Beschluß des 8. Senats vom 11. März 1998 - BVerwG 8 BN 6.97 -

I. VGH Mannheim vom 25.09.1997 - Az.: VGH 1 S 1261/97 -
Volltext: BVERWG - Beschluss, BVerwG 8 BN 6.97


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