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Kirchengrundstück

Entscheidungen der Gerichte

VG-AUGSBURG – Urteil, Au 2 K 11.1602 vom 11.04.2013

Straßenausbaubeitragsrecht; Erhebung einer Vorauszahlung; regionale Teilbarkeit der Gültigkeit einer Verteilungsregelung der Beitragssatzung; Vermessungskosten; Wirksamkeit einer Umstufungsvereinbarung; Veranlagung eines KirchengrundstücksLeitsatz:Vermessungskosten können nicht nur dann beitragsfähigen Aufwand darstellen, wenn sie im Zusammenhang mit dem für eine Straßenausbaumaßnahme notwendigen Grunderwerb oder der Bereitstellung von gemeindeeigenen Grundstücksflächen als Nebenkosten anfallen, sondern auch, wenn sie sich ? hiervon unabhängig ? im Einzelfall als durch die Ausbaumaßnahme veranlasst und aus sachlichen Gründen erforderlich erweisen (z.B. im Fall einer nach Abschluss der bautechnischen Herstellung der Anlage bzw. von Teileinrichtungen durchgeführten Vermessung zur Wiederherstellung baubedingt abhanden gekommener Grenzzeichen, zur rechtssicheren Abgrenzung der Verkehrsanlagen von Privatgrundstücken oder zur Einmessung neu hergestellter oder geänderter Verkehrsanlagen).

BFH – Urteil, II R 16/10 vom 01.09.2011

Der Verkauf eines Kirchengrundstücks durch eine Religionsgemeinschaft an eine andere konfessionsverschiedene Religionsgemeinschaft ist nicht wegen der fortgesetzten Grundstücksnutzung für sakrale Zwecke nach § 4 Nr. 1 GrEStG steuerbefreit.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 1 KN 197/09 vom 12.07.2011

1. Es kann gerechtfertigt sein, einen größeren Bereich in einer Gemeinde unter Gestaltungsschutz zu stellen, in dem sich zahlreiche eher uniform gestaltete dreigeschossige Mehrfamilienblocks als Zeugen einer auf rasche Linderung von Wohnungsnot ausgerichteten Architektur mit Einfamilienhausquartieren abwechseln.2. Zum Einfluss der Eigentümerinteressen.

BVERWG – Urteil, 4 C 10.09 vom 18.11.2010

Die in § 9 Abs. 3 BauNVO bezeichneten, ausnahmsweise zulassungsfähigen Nutzungsarten sind nur dann ohne Weiteres gebietsverträglich, wenn sie nicht störempfindlich sind und deshalb mit dem Hauptzweck des Industriegebiets nicht in Konflikt geraten können.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 3 S 2679/08 vom 09.11.2009

1. Die Einrichtung einer Begräbnisstätte für Gemeindepriester mit 10 Grabplätzen innerhalb einer bestehenden syrisch-orthodoxen Kirche in einem Industriegebiet ist mit der typischen Zweckbestimmung dieses Baugebiets regelmäßig nicht vereinbar und widerspricht regelmäßig auch der konkreten Gebietseigenart.

2. Zur Frage des Schutzbereichs und der Schranken der Religionsfreiheit im Einzelfall (Einschränkung hier bejaht zum Schutz der Totenruhe).

OVG-SACHSEN-ANHALT – Beschluss, 4 M 430/08 vom 16.01.2009

1. Eine in der Beitragssatzung vorgesehene Rundungsregelung für Brüche, wenn die Geschosszahl in Bebauungsplangebieten ohne entsprechende Festsetzung der Vollgeschosszahl im Bebauungsplan durch eine Division der höchstzulässigen Gebäudehöhe mit 3,5 bzw. 2,3 ermittelt wird, ist nicht zu beanstanden. Indem für Bruchzahlen bei dem Wert 0,50 bzw. 0,51 eine Grenze für die Auf- und Abrundung gezogen wird, wird einerseits dem Gesichtspunkt der Praktikabilität Rechnung getragen und andererseits noch das Vorteilsprinzip des § 6 Abs. 5 Satz 1 KAG LSA gewahrt.

2. Es ist dem Satzungsgeber unbenommen, die Bestimmung der Einrichtung i.S.d. § 6 Abs. 1 Satz 1 KAG LSA in der Beitragssatzung selbst vorzunehmen und dabei eine vorherige Bestimmung in der Anschlusssatzung bzw. der technischen Satzung der Sache nach abzuändern (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 26. Juni 2003 - 1 L 252/03 -).

VG-LUENEBURG – Beschluss, 3 B 66/04 vom 03.11.2004

Ein Versammlungsverbot in Form einer Allgemeinverfügung ist nur dann zulässig, wenn ein polizeilicher Notstand vorliegt und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz nicht verletzt wird.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 8 S 1458/90 vom 17.08.1990

1. Eine Schank- und Speisegaststätte wird in der Regel nicht dadurch zu einer Vergnügungsstätte, daß an Wochenenden Tanzveranstaltungen in zeitlich begrenztem Umfange durchgeführt werden.


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