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VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 1700/01 vom 30.11.2001

Rechtsgebiete:GG, AuslG, EMRK
Schlagworte:Ausübung der Personensorge, Familiäre Lebensgemeinschaft, Kindschaftsrechtsreformgesetz
Stichwort:Kindschaftsrechtsreformgesetz
Leitsatz:1. Der sorgeberechtigte ausländische Elternteil eines minderjährigen deutschen Kindes übt die Personensorge grundsätzlich nur dann nach §§ 23 Abs. 1 Nr. 3, 17 Abs. 1 AuslG für die Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft aus, wenn er das Sorgerecht (bzw. die ihm korrespondierende Sorgepflicht) auch aktiv wahrnimmt, indem er einen hinreichenden tatsächlichen Erziehungs- und Betreuungsbeitrag für das Kind erbringt (im Anschluss an VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 08.07.1993 - 11 S 855/93 -, NVwZ 1994, 605).

2. An diesem Erfordernis hat sich auch nach Inkrafttreten des Kindschaftsrechtsreformgesetzes vom 16.12.1997 (BGBl. I, S. 2942) nichts Wesentliches geändert.
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Beschluss, 11 S 1700/01




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