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Jüdische Emigranten

Entscheidungen der Gerichte




SAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 3 BS 339/07 vom 12.05.2009

Rechtsgebiete:AufenthG, HumHAG
Schlagworte:Jüdische Emigranten, Israelische Staatsangehörige, Aufenthaltserlaubnis, Ausübung einer Beschäftigung, Vertrauensschutz, Abschiebeverzicht, Lebensunterhalt
Stichwort:Jüdische Emigranten
Leitsatz:Diese Entscheidung enthält keinen zur Veröffentlichung bestimmten Leitsatz.
Volltext: SAECHSISCHES-OVG - Beschluss, 3 BS 339/07



NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 13 LC 467/03 vom 18.01.2006

Rechtsgebiete:AufenthG, HumHAG, GG
Schlagworte:Aufnahmegrundsätze des Auswärtigen Amtes, Härtefallverfahren, Jüdische Emigranten, Zugehörigkeit zum begünstigten Personenkreis
Stichwort:Jüdische Emigranten
Leitsatz:Die Einreise und Aufnahme jüdischer Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion außerhalb des sog. "geregelten" Verfahrens soll nach dem insoweit maßgeblichen Willen des Erlassgebers (Rd Erl. d. MI v. 7.6.2004, MBl. S. 454) lediglich als Ausnahme in Betracht kommen und nur auf besondere Härtefälle begrenzt werden, in denen nach den Umständen des Einzelfalles die Einhaltung des geregelten Aufnahmeverfahrens unzumutbar war.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 13 LC 467/03

OVG-MECKLENBURG-VORPOMMERN – Urteil, 1 L 107/02 vom 15.09.2004

Rechtsgebiete:BSHG, HumHAG
Schlagworte:Sozialhilfe, Kostenerstattung, jüdische Emigranten, Sowjetunion, Kontingentflüchtling, Kontingentflüchtlingsgesetz, Anwendbarkeit, Auflage, Wohnsitzauflage, Nebenbestimmung, Aufhebung, Ergebnisprotokoll, Grundsatzerlass, räumliche Beschränkung, Umverteilung, Quotenausgleich, Treu und Glauben
Stichwort:Jüdische Emigranten
Leitsatz:1. Die Vorschrift des § 107 BSHG ist auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Aufnahme- und Verteilungsverfahrens bei der Aufnahme jüdischer Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion in der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit der Umverteilung eines Hilfeempfängers im Verhältnis zweier Sozialhilfeträger zueinander anwendbar.

2. Jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind, können grundsätzlich nicht als "Kontingentflüchtlinge" im eigentlichen Sinne bezeichnet werden.

3. Dem Umstand, dass es sich bei den jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion im Grundsatz nicht um Kontingentflüchtlinge handelt, kommt im Zusammenhang mit der Frage der Anwendbarkeit des § 107 BSHG als solcher im Ergebnis keine rechtliche Bedeutung zu.

4. § 120 Abs. 5 Satz 1 BSHG ist auf jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind, anwendbar und nicht aufgrund spezieller auf Völkervertragsrecht beruhender bundesrechtlicher Vorschriften ausgeschlossen.

5. Mit der Durchführung des für die jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion vorgesehenen einvernehmlichen Umverteilungsverfahrens wird eine gegenüber dem Hilfeempfänger verfügte Wohnsitzauflage - zumindest schlüssig - aufgehoben bzw. im Sinne einer auflösenden Bedingung gegenstandslos und vermag jedenfalls im Verhältnis der Sozialhilfeträger zueinander insbesondere mit Blick auf eine Kostenerstattung keine rechtlichen Wirkungen mehr zu entfalten.
Volltext: OVG-MECKLENBURG-VORPOMMERN - Urteil, 1 L 107/02

OVG-MECKLENBURG-VORPOMMERN – Urteil, 1 L 106/02 vom 15.09.2004

Rechtsgebiete:BSHG, HumHAG
Schlagworte:Sozialhilfe, Kostenerstattung, jüdische Emigranten, Sowjetunion, Kontingentflüchtling, Kontingentflüchtlingsgesetz, Anwendbarkeit, Auflage, Wohnsitzauflage? Nebenbestimmung, Aufhebung, Ergebnisprotokoll, Grundsatzerlass, räumliche Beschränkung, Umverteilung, Quotenausgleich, Anerkenntnis, Treu und Glauben
Stichwort:Jüdische Emigranten
Leitsatz:1. Die Vorschrift des § 107 BSHG ist auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Aufnahme- und Verteilungsverfahrens bei der Aufnahme jüdischer Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion in der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit der Umverteilung eines Hilfeempfängers im Verhältnis zweier Sozialhilfeträger zueinander anwendbar.

2. Jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind, können grundsätzlich nicht als "Kontingentflüchtlinge" im eigentlichen Sinne bezeichnet werden.

3. Dem Umstand, dass es sich bei den jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion im Grundsatz nicht um Kontingentflüchtlinge handelt, kommt im Zusammenhang mit der Frage der Anwendbarkeit des § 107 BSHG als solcher im Ergebnis keine rechtliche Bedeutung zu.

4. § 120 Abs. 5 Satz 1 BSHG ist auf jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind, anwendbar und nicht aufgrund spezieller auf Völkervertragsrecht beruhender bundesrechtlicher Vorschriften ausgeschlossen.

5. Mit der Durchführung des für die jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion vorgesehenen einvernehmlichen Umverteilungsverfahrens wird eine gegenüber dem Hilfeempfänger verfügte Wohnsitzauflage - zumindest schlüssig - aufgehoben bzw. im Sinne einer auflösenden Bedingung gegenstandslos und vermag jedenfalls im Verhältnis der Sozialhilfeträger zueinander insbesondere mit Blick auf eine Kostenerstattung keine rechtlichen Wirkungen mehr zu entfalten.
Volltext: OVG-MECKLENBURG-VORPOMMERN - Urteil, 1 L 106/02


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