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Irreführung

Entscheidungen der Gerichte




OLG-FRANKFURT – Urteil, 11 U 2/09 (Kart) vom 31.03.2009

Rechtsgebiete:EnWG, UWG
Schlagworte:Werbung, Irreführung, Ökostromtarife, Stromtarif, Anzeige, Fußnote, Lesbarkeit
Stichwort:Irreführung
Leitsatz:1. Zu den Anforderungen an die Lesbarkeit aufklärender Zusätze in der Werbung für Ökostromtarife.

2. Zeitungsinserate, in denen Stromtarife beworben werden, unterliegen nicht der Stromkennzeichnungspflicht gemäß § 42 EnWG.
Volltext: OLG-FRANKFURT - Urteil, 11 U 2/09 (Kart)



OLG-FRANKFURT – Urteil, 6 U 242/08 vom 26.03.2009

Rechtsgebiete:UWG
Schlagworte:Werbeaussendung, Irreführung, Irreführungsquote, Täuschung, TCM-Antrag
Stichwort:Irreführung
Leitsatz:1. Für eine Irreführung (§ 5 UWG) kann ausnahmsweise auch die Täuschung eines eher geringen Teils des angesprochenen Verkehrs ausreichen, wenn nach den Gesamtständen die Werbung gezielt auf eine solche Täuschung angelegt ist und schützenswerte Interessen des Unternehmens, in dieser Weise werben zu dürfen, nicht ersichtlich sind, weil die Werbeadressaten, die das Angebot richtig verstehen, eine Inanspruchnahme der angebotenen Leistung nicht ernsthaft in Betracht ziehen werden.

2. Wird das mit dem Unterlassungsantrag begehrte Verbot der konkreten Verletzungshandlung auf mehrere darin verwirklichte Wettbewerbsverstöße gestützt, haben die Klage oder der Eilantrag schon dann in vollem Umfang Erfolg, wenn die Verletzungshandlung nur einen der gerügten Wettbewerbsverstöße enthält (ständige Senatsrechtsprechung im Anschluss an BGH GRUR 01, 453 - TCM-Zentrum). Hat das Gericht erster Instanz das von ihm ausgesprochene Verbot der konkreten Verletzungshandlung auf einen dieser Wettbewerbsverstöße gestützt, ist das Berufungsgericht nicht gehindert, das Verbot dieser Verletzungshandlung mit einem anderen der gerügten Verstöße zu begründen.
Volltext: OLG-FRANKFURT - Urteil, 6 U 242/08

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 2 A 10327/08.OVG vom 17.12.2008

Rechtsgebiete:LMG, RStV
Schlagworte:Schleichwerbung, Werbung, Programmverantwortung, Trennungsgebot, Trennungsgrundsatz, werberelevante Handlung, Werbewirkung, Werbeabsicht, Irreführung, Auftragsproduktion, Co-Produktion, Vermeidbarkeit, Entgelt, Bandenwerbung, Sportveranstaltungen, Täuschung, Erkennbarkeit
Stichwort:Irreführung
Leitsatz:1. Irreführende Schleichwerbung im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 6 Rundfunkstaatsvertrag liegt bereits dann vor, wenn die Verquickung des Programms mit der Darstellung von Waren, Marken etc. in werblicher Absicht wegen ihrer vermeidbaren Werbewirkung den Trennungsgrundsatz unterläuft. Der täuschende Charakter liegt hierbei darin begründet, dass Werbung zum Inhalt des Programms gemacht wird, ohne als solche gekennzeichnet zu sein.

2. Den Vorgaben des Schleichwerbungsverbots kann sich der Rundfunkveranstalter nicht dadurch entziehen, dass er Dritte in die Gestaltung seines Programms einbindet. Er muss sich deren Handlungen zurechnen lassen. Etwas anderes gilt nur, sofern er auf den Inhalt der Sendung keinen Einfluss nehmen kann, weil diese in völliger Unabhängigkeit von ihm erstellt wurde.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 2 A 10327/08.OVG

OLG-FRANKFURT – Urteil, 11 U 45/08 (Kart) vom 02.12.2008

Rechtsgebiete:EnWG, UWG
Schlagworte:Irreführung, Werbung, Strom, Atomstrom, Ökostrom, Energie
Stichwort:Irreführung
Leitsatz:Die Werbeaussage "Als X Stromkunde beziehen Sie 100 % atomstromfreie Energie" ist objektiv unrichtig und verstößt gegen das Verbot irreführender Werbung.
Volltext: OLG-FRANKFURT - Urteil, 11 U 45/08 (Kart)


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