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JuraForum.deUrteileSchlagwörterIInvalidität 

Invalidität

Entscheidungen der Gerichte

OLG-FRANKFURT – Urteil, 14 U 26/06 vom 06.03.2007

1. Bei objektiv unrichtigen Angaben auf eine eindeutige und unmissverständliche Frage des Versicherers wird entsprechend dem Wortlaut des § 6 Abs. 3 VVG ein vorsätzliches Verschulden vermutet. Es ist deshalb Sache des Versicherungsnehmers, diese Vermutung zu widerlegen.

2. Durch das Verschweigen anderer Unfallversicherungen werden die Interessen des Versicherers in erheblicher Weise gefährdet. Es handelt sich um eine sachdienliche Frage, auch wenn das Bestehen einer anderweitigen Versicherung an der grundsätzlichen Leistungspflicht des Versicherers nichts ändert.

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 178/04 vom 30.11.2005

Anders als die Anpassung einer Prothese, die am Verlust des Beines nichts ändert, dient die erfolgreiche Implantation eines künstlichen Hüftgelenks der dauerhaften Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit des vorhandenen Beines und ist daher bei der Bemessung des Invaliditätsgrades zu berücksichtigen, sofern sie innerhalb des Prognosezeitraumes eingeleitet worden ist.

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 55/03 vom 24.08.2005

Entsteht infolge komplikationsreichen Heilverlaufs einer unfallbedingten Mittelfußfraktur eine Dysregulierung der die Nerven umgebenden Gefäße, die zur Nervenatrophie und in der Folge davon zu Kausalgien führt, ist bei der Bemessung des Invaliditätsgrades nach dem System der vereinbarten Gliedertaxe nicht auf den Sitz der eingetretenen Verletzung (= Fußwert), sondern auf den der Auswirkung der Verletzung (= Beinwert) abzustellen.

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 12 A 10797/04.OVG vom 26.08.2004

Eine Kapitalabfindung, die einem unfallbedingt Erblindeten aus einer von seinem Arbeitgeber für ihn abgeschlossenen privaten Unfall- und Invaliditätsversicherung ausbezahlt wurde, ist auf das Blindengeld als Leistung "nach anderen Rechtsvorschriften für den gleichen Zweck" i. S. v. § 4 Abs. 1 LBlindenGG anzurechnen (Fortführung der Rechtsprechung zu § 6 Abs. 1 LPflGG; vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteile vom 19. März 1982 - 8 A 24/80 u. 8 A 46/80 - AS 17, 246 u. 251).

OLG-FRANKFURT – Urteil, 3 U 206/06 vom 18.09.2008

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 200/06 vom 05.12.2007

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 21/07 vom 20.06.2007

OLG-FRANKFURT – Urteil, 3 U 136/02 vom 08.05.2003

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 147/01 vom 22.05.2002

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 174/97 vom 28.06.2000

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 63/99 vom 12.01.2000

OLG-FRANKFURT – Urteil, 7 U 33/99 vom 12.01.2000


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