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JuraForum.deUrteileSchlagwörterIInstitut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen 

Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen

Entscheidungen der Gerichte

BVERWG – Urteil, BVerwG 6 C 14.04 vom 19.05.2005

Das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen ist im Rechtsstreit um die Notenverbesserung einer Ärztlichen Prüfung beiladungsfähig, wenn um die Geeignetheit einer Prüfungsfrage im Antwort-Wahl-Verfahren gestritten wird; in diesem Rahmen kann es auch durch eine verwaltungsgerichtliche Entscheidung materiell beschwert sein.

Eine Prüfungsfrage ist nicht allein deswegen als Prüfungsfrage im Antwort-Wahl-Verfahren ungeeignet, weil die Frage bei vier vorgegebenen unrichtigen Antworten nicht nur mit der zur Auswahl gestellten "richtigen" Antwort zutreffend beantwortet werden kann, sondern auch mit einer außerhalb des vorgegebenen Antwortschemas liegenden weiteren Antwort.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 9 S 2520/92 vom 28.12.1992

1. Die Rüge fehlerhafter Aufgabenstellungen im schriftlichen Teil der Ärztlichen Vorprüfung begründet regelmäßig die Sachdienlichkeit einer Beiladung des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen sowie des Landes als Rechtsträger der Prüfungsbehörde, sofern es nicht schon als Antragsgegner verfahrensbeteiligt ist.

2. Begehrt ein erfolgloser Teilnehmer der Ärztlichen Vorprüfung die vorläufige Zulassung zu Lehrveranstaltungen des klinischen Studienabschnitts, weil er sein Studium im Hinblick auf § 10 Abs 5 Satz 1 ÄAppO (ÄApprO) verzögerungsfrei und studiengangkonform fortführen will (qualifizierte Lehrveranstaltungsteilnahme), so fehlt es an einem Anordnungsgrund, wenn nicht zugleich eine überwiegende Wahrscheinlichkeit des Obsiegens im prüfungsrechtlichen Hauptsacheverfahren glaubhaft gemacht wird.

3. Zur prüfungsrechtlichen Kontrolldichte bei der Ärztlichen Vorprüfung im Verfahren nach § 123 VwGO.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 9 S 1524/90 vom 17.02.1992

1. Eine Verzögerung der Rücktrittserklärung kann nicht mit ärztlichen Ratschlägen zum Verhalten gegenüber dem Prüfungsamt oder mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung eines ärztlichen Attestes entschuldigt werden.

2. Es ist nach den Umständen des Einzelfalls, für jede Prüfung gesondert und unter Berücksichtigung der besonderen Struktur des Antwort-Wahl-Verfahrens zu beurteilen, ob eine fehlerhafte Fragestellung allgemeine, über die Nichtbeantwortung der fehlerhaften Frage hinausgehende leistungsbeeinträchtigende Folgen hat, deren Ursächlichkeit für das negative Prüfungsergebnis nicht ausgeschlossen werden kann (hier verneint bei einer fehlerhaften von 80 Fragen). Die Frage der Beweislast bleibt offen.


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