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Insolvenzeröffnungsverfahren

Entscheidungen der Gerichte




OLG-CELLE – Beschluss, 2 W 73/03 vom 24.06.2003

Rechtsgebiete:InsO
Schlagworte:Insolvenzeröffnungsverfahren, Mietrückstand
Stichwort:Insolvenzeröffnungsverfahren
Leitsatz:Eine Kündigungssperre gem. § 112 InsO besteht nicht, wenn der Mietrückstand, auf den die fristlose Kündigung des Vermieters gestützt wird, erst nach Insolvenzantragstellung aufgelaufen ist.
Volltext: OLG-CELLE - Beschluss, 2 W 73/03



LAG-KOELN – Urteil, 2 (9) Sa 211/01 vom 27.03.2003

Rechtsgebiete:BetrVG, InsO
Schlagworte:Insolvenzeröffnungsverfahren, Nachteilsausgleich, Betriebsschließung, Masseforderung
Stichwort:Insolvenzeröffnungsverfahren
Leitsatz:1. Beschließen der vorläufige Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin im Insolvenzeröffnungsverfahren die vollständige Betriebsstilllegung, so sind die daraufhin ausgesprochenen Kündigungen nicht deshalb unwirksam, weil der Geschäftsführer den geheimen Vorbehalt hegte, unter Entwendung eines Teils der Betriebsmittel eine Betriebsabteilung fortzuführen.

2. Eine Betriebsstilllegung löst dann den Anspruch aus § 113 BetrVG aus, wenn so viele Kündigungen ausgesprochen sind, dass der Betrieb ohne Zustimmung der Belegschaft nicht mehr fortgeführt werden kann und der Verhandlungsanspruch des Betriebsrats nicht mehr zur Betriebsfortführung führen könnte.

3. Der Anspruch aus § 113 BetrVG stellt eine Insolvenzforderung und keine Masseforderung dar, wenn die Stilllegung des Betriebs vor Insolvenzeröffnung begonnen wurde.

4. § 55 Abs. 2 InsO kommt auch nicht analog zur Anwendung, wenn ein sog. schwacher Insolvenzverwalter mit partieller Ermächtigung zur Alleinvertretung tatsächlich nicht alleine gehandelt hat, sondern die Kündigungen vom Geschäftsführer mit Zustimmung des Insolvenzverwalters ausgesprochen wurden.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 2 (9) Sa 211/01

LAG-KOELN – Urteil, 2 (4) Sa 208/01 vom 22.10.2001

Rechtsgebiete:BetrVG, InsO
Schlagworte:Insolvenzeröffnungsverfahren, Nachteilsausgleich, Betriebsschließung, Masseforderung
Stichwort:Insolvenzeröffnungsverfahren
Leitsatz:1. Beschließen der vorläufige Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin im Insolvenzeröffnungsverfahren die vollständige Betriebsstilllegung, so sind die daraufhin ausgesprochenen Kündigungen nicht deshalb unwirksam, weil der Geschäftsführer den geheimen Vorbehalt hegte, unter Entwendung eines Teils der Betriebsmittel eine Betriebsabteilung fortzuführen.

2. Eine Betriebsstilllegung löst dann den Anspruch aus § 113 BetrVG aus, wenn so viele Kündigungen ausgesprochen sind, dass der Betrieb ohne Zustimmung der Belegschaft nicht mehr fortgeführt werden kann und der Verhandlungsanspruch des Betriebsrats nicht mehr zur Betriebsfortführung führen könnte.

3. Der Anspruch aus § 113 BetrVG stellt eine Insolvenzforderung und keine Masseforderung dar, wenn die Stilllegung des Betriebs vor Insolvenzeröffnung begonnen wurde.

4. § 55 Abs. 2 InsO kommt auch nicht analog zur Anwendung, wenn ein sog. schwacher Insolvenzverwalter mit partieller Ermächtigung zur Alleinvertretung tatsächlich nicht alleine gehandelt hat, sondern die Kündigungen vom Geschäftsführer mit Zustimmung des Insolvenzverwalters ausgesprochen wurden.
Volltext: LAG-KOELN - Urteil, 2 (4) Sa 208/01


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