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JuraForum.deUrteileSchlagwörterHHauptsache 

Hauptsache – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Hauptsache“.

LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 10 R 4485/10 vom 10.06.2011

Der Antrag auf Erlass einer Kostenentscheidung nach § 193 Abs. 1 Satz 3 SGG ist mangels Rechtsschutzbedürfnis unzulässig, wenn die Beklagte ein Anerkenntnis über eine teilweise Kostenerstattung abgegeben und der Kläger dieses, seinen Vorstellungen entsprechende Anerkenntnis angenommen sowie den Rechtsstreit deshalb in der Hauptsache für erledigt erklärt hat.

OLG-HAMM – Beschluss, 8 WF 322/10 vom 06.01.2011

Eine einstweilige Anordnung in Gewaltschutzsachen ist - anders als bei der Hauptsache - auch ohne entsprechende Anordnung sofort wirksam. Eine Vollstreckung vor Zustellung kann jedoch nur unter den Voraussetzungen des § 53 Abs. 2 FamFG erfolgen.

Auch wenn eine einstweilige Anordnung Vollstreckungstitel für eine Unterlassungsverpflichtung ist, ist für die Festsetzung eines Ordnungsgeldes erforderlich, dass die Zuwiderhandlung bewiesen ist; die bloße Glaubhaftmachung reicht insofern nicht aus.

OLG-HAMM – Beschluss, 8 WF 124/10 vom 27.10.2010

Für einen mit einem Abänderungsantrag verbundenen Antrag auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung (§§ 242 FamFG, 769 ZPO) verbleibt es bei der Zuständigkeit des mit der Hauptsache befassten Amtsgerichts, auch wenn die Sache wegen einer sofortigen Beschwerde im Verfahrenskostenhilfeverfahren in die Beschwerdeinstanz gelangt ist.

KG – Beschluss, 3 UF 102/10 vom 17.09.2010

Die Beschwerde gegen eine Kostenentscheidung ("isolierte Kostenbeschwerde") ist nach § 61 Abs. 1 FamFG nur zulässig, wenn der Wert des Beschwerdegegenstandes 600,00 Euro übersteigt. Das gilt auch dann, wenn es sich bei der nicht angefochtenen Hauptsache um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit handelt.

BFH – Beschluss, I B 27/10 vom 15.09.2010

1. Änderung und Richtigstellung des Senatsbeschlusses vom 28. Juli 2010 I B 27/10 (DStR 2010, 1777)   .

2. Der BFH kann als Beschwerdegericht zuständiges Gericht der Hauptsache für die amtswegige Änderung oder Aufhebung eines AdV-Beschlusses nach Maßgabe von § 69 Abs. 6 Satz 1 FGO sein (Abgrenzung vom Senatsbeschluss vom 25. März 1993 I S 5/93, BFHE 171, 197, BStBl II 1993, 515)   .

LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 13 AS 3961/10 ER-B vom 30.08.2010

1. Das Gesetz sieht in § 172 SGG einen Zugang zur Beschwerdeinstanz mittels einer Zulassung des Rechtsbehelfs der Beschwerde nicht vor.

2. Im Rahmen der Prüfung nach § 172 Abs. 3 Nr. 1 SGG kommt es daher nicht darauf an, ob eine Berufung in der Hauptsache gem. § 144 Abs. 2 SGG zuzulassen wäre.

HESSISCHER-VGH – Beschluss, 27 F 820/10 vom 24.08.2010

An der Geheimhaltung von Tatsachen über die Trägerschaft einer öffentlichen Sparkasse hat das Institut kein schutzwürdiges Interesse im Sinne des § 9 Abs. 1 KWG. Diesbezügliche Unterlagen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind deshalb nach dieser gesetzlichen Bestimmung nicht geheim zu halten und ihre Vorlage an das Gericht der Hauptsache kann nicht aus diesem Grund gemäß § 99 Abs. 1 Satz 2 VwGO verweigert werden.

OLG-STUTTGART – Beschluss, 7 W 25/10 vom 30.06.2010

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens gegen die Prozesskostenhilfe versagende Entscheidung ist dann entsprechend Abs. 1 der Anmerkung zu Nr. 3335 VV RVG auf den Wert der Hauptsache festzusetzen, wenn sich die Beschwerde gegen die Versagung von Prozesskostenhilfe mangels Erfolgsaussicht der beabsichtigten Klage richtet.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 11 LA 237/09 vom 25.03.2010

1. Erklärt der Kläger im Berufungszulassungsverfahren den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt und widerspricht die Beklagte der Erledigung, ist im Rahmen des Zulassungsverfahrens über das Vorliegen einer Erledigung zu entscheiden.2. Zu den Voraussetzungen für die Einrichtung einer Auskunftssperre nach § 35 Abs. 2 Satz 1 Nds. Meldegesetz (NMG).

OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Urteil, 6 A 2141/07 vom 16.12.2009

Erfolglose Klage eines Kriminaloberkommissars auf Schadensersatz wegen verzögerter Beförderung.

Die Rechtskraft einer gerichtlichen Entscheidung über die prozessuale Kostentragungspflicht nach Erledigung der Hauptsache steht einem materiellrechtlichen Kostenerstattungsanspruch, der im Ergebnis auf die Umkehrung des gerichtlichen Kostenausspruches gerichtet ist, jedenfalls bei unverändert gebliebenem Sachverhalt entgegen.

SG-BERLIN – Beschluss, S 22 AL 6030/08 ER vom 04.12.2008

1. Kein Anordnungsgrund bzw. keine Folgenabwägung zu Gunsten des Antragstellers, wenn die in der Hauptsache statthafte allgemeine Leistungsklage nicht erhoben wird.2. Kein Zugang zum Online-Portal des Bundesagentur für private Arbeitsmittler bei Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen (hier: Entgeltlichkeit der Vermittlung und keine geschlechts- und altersneutrale Stellenbeschreibung).

VG-GIESSEN – Beschluss, 8 L 2056/08.GI vom 17.09.2008

Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Abgabenbescheides liegen noch nicht bei bloßen Bedenken an der Rechtmäßigkeit der Gebührenfestsetzung (hier: Erhebung der vollen Kindergartengebühr für einen Monat trotz Schließung des Kindergartens an Brückentagen) vor, sondern erst, wenn ein Erfolg des Rechtsbehelfs in der Hauptsache wahrscheinlicher ist als ein Misserfolg.

LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 7 SO 3120/08 PKH-B vom 29.07.2008

Gegen eine die Prozesskostenhilfe mangels Erfolgsaussicht ablehnende Entscheidung des Sozialgerichts in Verfahren, in denen die Entscheidung zur Hauptsache nicht anfechtbar ist (hier: einstweilige Anordnung nach § 86b Abs. 2 SGG), findet die Beschwerde nicht statt. Der Beschwerdeausschluss ergibt sich in einem solchen Falle aus einer entsprechenden Anwendung von § 172 Abs. 3 Nr. 1 SGG.

VG-GELSENKIRCHEN – Beschluss, 7 K 3356/06 vom 10.10.2007

Die Genehmigung der Entgeltliste für die unschädliche

Tierkörperbeseitigung ist für alle Beteiligten verbindlich, ohne dass es einer

vertraglichen Umsetzung bedarf und berechtigt daher Drittbetroffene zur Anfechtung.

(Auflagenbeschluss zur Vorlage bestimmter Verwaltungsvorgänge betr.

Preiskalkulation; das Verfahren hat sich anschließend durch außergerichtliche

Einigung in der Hauptsache erledigt)

LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 13 AS 4100/06 PKH-B vom 02.01.2007

§ 127 Abs. 2 S. 2 2. Halbsatz ZPO i.V.m. § 511 ZPO ist im sozialgerichtlichen Verfahren nicht analog anwendbar. Die Beschwerde gegen die Versagung der Gewährung von Prozesskostenhilfe ist gemäß § 172 Abs. 1 SGG unabhängig davon statthaft, ob in der Hauptsache der Beschwerdewert des § 144 Abs. 1 S. 1 SGG erreicht wird oder die Voraussetzungen des § 144 Abs. 1 S. 2 SGG vorliegen.

VG-SIGMARINGEN – Urteil, 8 K 1663/03 vom 08.12.2005

1. Die richterrechtlich entwickelten Grundsätze des einfachen aktiven Bestandsschutzes beanspruchen auch nach dem Urteil des BVerwG vom 12.03.1998 (Az 4 C 10/97) unveränderte Geltung.

2. Die Legalisierungswirkung der Baugenehmigung deckt bei Beibehaltung der Identität auch nachfolgende Unterhaltungsarbeiten unter geringfügiger Änderung der Bausubstanz solange die ursprüngliche Anlage nach wie vor als Hauptsache erscheint.

VG-LUENEBURG – Beschluss, 1 B 49/04 vom 07.07.2004

1. Das sogen. "Vorwegnahmeverbot" ist ein unergiebiges Begründungselement. Denn auch eine abweisende Entscheidung nimmt die Hauptsache jedenfalls bei termingebundenen Rechtsschutzzielen zu Lasten des jeweiligen Antragstellers vorweg.

2. Derzeit besteht weder ein Anspruch auf Gewährung von Altersteilzeit noch ein sicherbarer Anspruch auf bloße Neubescheidung, so dass es für entsprechende Anträge an einem Anordnungsanspruch fehlt.

LSG-FUER-DAS-SAARLAND – Beschluss, L 6 B 11/01 AL vom 28.06.2004

Eine Beschwerde gegen einen PKH versagenden Beschluss ist nicht deshalb unstatthaft, weil in der Hauptsache die Berufung nicht statthaft wäre. Sie ist aber mangels Rechtsschutzbedürfnisses unzulässig, wenn über den Antrag auf Bewilligung von PKH aus vom Antragsteller zu vertretenden Gründen erst verzögert entschieden werden konnte, so dass eine Einlegung der Beschwerde vor Abschluss der Instanz nicht möglich gewesen ist.

BAG – Beschluss, 6 AZR 457/02 vom 11.09.2003

Die Parteien können über die Kosten des in der Hauptsache erledigten Rechtsstreits verfügen. Erkennt eine Partei ihre Kostenlast an, sind ihr in Anwendung des Grundgedankens des § 307 ZPO ohne weitere Sachprüfung die Kosten aufzuerlegen. Der bisherige Sach- und Streitstand ist für die Kostenentscheidung nach § 91a Abs. 1 iVm. § 308 Abs. 2 ZPO nicht mehr maßgebend.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 1557/99 vom 22.11.1999

Dem Begehren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung einer im Verfassungsschutzbericht als "rechtsextremistisch" bezeichneten Partei, dem Antragsgegner zu untersagen, einen bestimmten Vorgang, der neben zahlreichen anderen als Beleg für die Einstufung im Verfassungsschutzbereich herangezogen wird, zu verbreiten, steht das Verbot der Vorwegnahme der Hauptsache entgegen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 2 S 1457/98 vom 14.12.1998

1. Eine Erschließungsanlage ist so lange nicht erstmalig endgültig hergestellt, wie nicht das für die flächenmäßigen Teileinrichtungen bestehende Bauprogramm erfüllt ist.

2. Nach teilweiser Erledigung der Hauptsache sind dem reduzierten Streitwert für die Zeit nach Abgabe der Teilerledigungserklärungen die auf den erledigten Teil des Rechtsstreits entfallenden Kosten nicht hinzuzurechnen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 10 S 1765/97 vom 19.03.1998

1. Zur Kostenverteilung bei Erledigung der Hauptsache, wenn die Erfolgsaussichten offen sind und die Erledigung dadurch eingetreten ist, daß der Genehmigungsinhaber auf die von Dritten angefochtene immissionsschutzrechtliche Genehmigung verzichtet hat.

2. Zum Drittschutz innerhalb eines eingeschränkten Gewerbegebiets (im Anschluß an das Urteil des Senats vom 11.03.1997 - 10 S 2815/96 -, VBlBW 1997, 384).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 6 S 661/97 vom 24.04.1997

1. Ist die Zulassung der Beschwerde beantragt und erklären die Beteiligten vor der Entscheidung über den Zulassungsantrag die Hauptsache für erledigt, dann ist der Verwaltungsgerichtshof zuständig, das Verfahren einzustellen, den Beschluß der Vorinstanz für unwirksam zu erklären und über die Kosten des Verfahrens nach § 161 Abs 2 VwGO zu entscheiden.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 10 S 18/96 vom 13.05.1996

1. Der Beginn der Sechsmonatsfrist, innerhalb derer eine Streitwertbeschwerde einzulegen ist, bemißt sich nach § 187 Abs 2 BGB mit der Folge, daß eine Streitwertbeschwerde, die erst sechs Monate nach dem Tag eingelegt wird, an dem die Entscheidung in der Hauptsache Rechtskraft erlangt hat, verspätet ist.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 1310/95 vom 12.05.1995

1. Das Gericht der Hauptsache, das die einstweilige Anordnung nach § 123 VwGO erlassen hat, kann bei einer Änderung der Sach- oder Rechtslage auf Antrag in entsprechender Anwendung von § 927 Abs 1 ZPO, § 80 Abs 7 VwGO seine Entscheidung jederzeit aufheben oder abändern.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 6 S 1954/91 vom 28.08.1991

1. Über die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe hat auch im vorbereitenden Verfahren die Kammer des Verwaltungsgerichts in der Besetzung mit drei Berufsrichtern zu entscheiden, also nicht der Vorsitzende oder der Berichterstatter. Das gilt auch dann, wenn sich der Rechtsstreit bereits in der Hauptsache erledigt hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 951/91 vom 02.04.1991

1. Die Durchführung einer Beweisaufnahme im Hauptsacheverfahren führt nicht zur Entstehung einer Beweisgebühr in Verfahren nach § 80 Abs 5 VwGO.

2. Die Verkündung eines Beiladungsbeschlusses in Verfahren nach § 80 Abs 5 VwGO während der mündlichen Verhandlung in der Hauptsache und (oder) die Frage an den Kläger-Vertreter, ob er in diesem Verfahren eine verfahrensbeendende Erklärung abgeben wolle, reichen nicht zur Entstehung einer Erörterungsgebühr aus.

BAYERISCHES-LSG – Beschluss, L 7 AS 12/13 B ER vom 07.02.2013

1. Elterngeld ist beim SGB II als Einkommen anzusehen.2. Griechische Staatsangehörige erhalten Leistungen nach dem SGB II regelmäßig ab Beginn des Aufenthalts in Deutschland.3. Leistungen nach dem SGB II sind im Eilverfahren regelmäßig auf sechs Monate ab dem Monat der Atnragstellung beim erstinstanzlichen Gericht zu beschränken. Eine zusätzliche Beschränkung längstens "bis zur Bestandskraft in der Hauptsache" erübrigt sich im Eilverfahren.

KG – Beschluss, 8 W 5/13 vom 28.01.2013

Der Sinn der Vereinbarung einer Betriebspflicht, der darin liegt, ein Einkaufszentrum durch ein möglichst großes und vielfältiges Angebot an Geschäften für Kunden attraktiv zu halten würde unterlaufen, wenn der den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragende Vermieter darauf verwiesen werden würde, mit der Durchsetzung der Betriebspflicht bis zum Abschluss eines Verfahrens in der Hauptsache zu warten.

LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 12 AS 4772/12 B vom 20.12.2012

Nach § 73a Abs. 1 Satz 1 SGG in Verbindung mit § 127 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO ist die Beschwerde gegen einen die Bewilligung von Prozesskostenhilfeverfahren ablehnenden Beschluss ausgeschlossen, wenn aufgrund des Streitgegenstandes kein zulassungsfreies Rechtsmittel in der Hauptsache stattfinden kann. Die Ausschlusstatbestände des § 172 Abs. 3 Nr. 1 und 2 SGG stellen insoweit keine abschließende Regelung für den Beschwerdeausschluss im Prozesskostenhilfeverfahren dar.


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