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Gesamtvorhaben

Entscheidungen der Gerichte




THUERINGER-OVG – Urteil, 1 KO 1127/03 vom 17.04.2007

Rechtsgebiete:ThürBO, BauPrüfVO, BauGB, BauNVO
Schlagworte:Bauvorbescheid, Bauvorlagen, Bestimmtheit, Einkaufszentrum, räumlich, Konzentration, Einzelhandelsbetriebe, geplant, faktisch, Gewerbegebiet, Gemengelage, Umgebung, Gesamtvorhaben, Teilung
Stichwort:Gesamtvorhaben
Leitsatz:1. Die Anforderungen an die Bestimmtheit der im Verfahren über die Erteilung eines Bauvorbescheides gestellten Fragen richten sich - wie bei der Baugenehmigung - nach der BauPrüfVO.

2. Eine räumliche Konzentration von Einzelhandelsbetrieben verschiedener Art und Größe, die einheitlich geplant ist, stellt ein Einkaufszentrum dar.

3. Ein den Gegenstand einer Bauvoranfrage bildendes Gesamtvorhaben kann nicht in Einzelvorhaben aufgespalten werden, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Bauherr nur an einer Verwirklichung des Gesamtvorhabens interessiert ist.
Volltext: THUERINGER-OVG - Urteil, 1 KO 1127/03



BVERWG – Beschluss, BVerwG 4 B 72.05 vom 29.11.2005

Rechtsgebiete:BauGB, BauNVO
Schlagworte:Einzelhandelsbetrieb, großflächiger -, Erweiterung, Änderung, Vorhaben, Verkaufsfläche, Geschossfläche, Regelvermutung, Vermutungsregel, Widerlegung, Gesamtvorhaben, Auswirkungen, Befreiung
Stichwort:Gesamtvorhaben
Leitsatz:Es kommt weder für das Eingreifen der Regelvermutung nach § 11 Abs. 3 Satz 3 BauNVO noch für deren Widerlegung darauf an, ob der Einzelhandelsbetrieb von vornherein in der nun zu beurteilenden Größe errichtet oder ob ein bestehender Betrieb nachträglich erweitert werden soll.
Volltext: BVERWG - Beschluss, BVerwG 4 B 72.05

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 8 A 12135/04.OVG vom 13.04.2005

Rechtsgebiete:LBauO
Schlagworte:Baurecht, Baugenehmigung, Vorhaben, Bauvorhaben, Gesamtvorhaben, Aufschüttung, Abgrabung, selbständige Aufschüttung, selbständige Abgrabung, Stützmauer
Stichwort:Gesamtvorhaben
Leitsatz:Besteht ein Bauvorhaben aus einem genehmigungspflichtigen Teil (Wohnhaus) und aus - bei isolierter Betrachtung - genehmigungsfreien Teilen (Stützmauer, Erdaufschüttung), ist das Vorhaben insgesamt genehmigungspflichtig.
Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 8 A 12135/04.OVG

HESSISCHER-VGH – Beschluss, 3 TG 3386/04 vom 08.12.2004

Rechtsgebiete:16. BImSchV, HBO 2002, TA Lärm
Schlagworte:Bebauungsplan, Gesamtvorhaben, immissionswirksame flächenbezogene Schallleistungspegel, Lärm, Lärmgutachten, passive Schallschutzmassnahmen, Schule, Teilbaugenehmigung
Stichwort:Gesamtvorhaben
Leitsatz:1. Eine Teilbaugenehmigung setzt voraus, dass der von ihr erfasste Teil den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht und das Gesamtvorhaben dem Grunde nach genehmigungsfähig ist. In diese Zulässigkeitsprognose müssen die wesentlichen rechtlichen Anforderungen einbezogen werden, insbesondere die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit und grundsätzliche bauordnungsrechtliche Anforderungen.

2. Aus § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Verkehrslärmschutzverordnung - 16. BImSchV - vom 12. Juni 1990 kann nicht geschlussfolgert werden, dass Schulen gemäß Nr. 6.1 f der TA Lärm im Schutzniveau wie Krankenhäuser, Kurgebiete und Pflegeanstalten einzustufen sind.

3. Ein Bebauungsplan, der innerstädtisch ein Kerngebiet festsetzt, erscheint bei summarischer Prüfung im Eilverfahren nicht abwägungsfehlerhaft, wenn er die Lärmproblematik erkannt, Aussagen eines Gutachters beigezogen und durch die Regelung eines Anspruchs auf passive Schallschutzmaßnahmen sowie immissionswirksame flächenbezogene Schallleistungspegel die Einhaltung der Werte der TA Lärm zum Ziel hat.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 3 TG 3386/04


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