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JuraForum.deUrteileSchlagwörterGGesamtverweisung 

Gesamtverweisung

Entscheidungen der Gerichte

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-23 U 47/08 vom 20.01.2009

1. Eine ausdrückliche oder konkludente Anordnung des Auftraggebers mit dem Inhalt einer Änderung des Bauentwurfs i.S.v. § 2 Nr. 5 VOB/B i.V.m. § 1 Nr. 3 VOB/B oder eine andere Anordnung i.S.v. § 2 Nr. 5 VOB/B setzt eine rechtsgeschäftliche Erklärung voraus, für deren Wirksamkeit die Regeln einer Willenserklärung gelten.

2. Die Rechtsprechung des BGH zur Abgrenzung von Anspruchsgrund und Anspruchshöhe im Rahmen eines Schadensersatzanspruchs gemäß § 6 Nr. 6 VOB/ und der entsprechenden Bemessung der Darlegungs- und Beweislast des Auftragnehmers gemäß § 286 ZPO bzw. § 287 ZPO (vgl. Urteile vom 24.02.2005, VII ZR 222/03, BauR 2005, 861 sowie VII ZR 141/03, BauR 2005, 857) ist im Rahmen eines vertraglichen Anspruchs auf Anpassung der Vergütung gemäß § 2 Nr. 5 VOB/B weder unmittelbar noch entsprechend anwendbar.

3. Für den Grund eines Anspruch aus § 2 Nr. 8 Abs. 2 Satz 2 VOB/B trifft den Auftragnehmer die volle Darlegungs- und Beweislast, dass seine Leistungen für die Erfüllung des Vertrages notwendig waren.

BGH – Beschluss, XII ZB 17/04 vom 20.06.2007

a) Die in Art. 10 Abs. 1 EGBGB enthaltene Verweisung auf das Heimatrecht des Namensträgers ist eine Gesamtverweisung im Sinn des Art. 4 Abs. 1 Satz 1 EGBGB, die auch das Kollisionsrecht des ausländischen Staates umfasst, so dass etwaige Rück- und Weiterverweisungen zu beachten sind.

b) Rückverweisungen sind im Rahmen der objektiven Anknüpfung nach Art. 10 Abs. 1 EGBGB auch dort zu beachten, wo ein fremdes Kollisionsrecht diese aufgrund einer abweichenden Qualifikation der Namensfrage ausspricht (hier: Namensführung der geschiedenen türkischen Ehefrau als Scheidungsfolge gemäß Art. 13 türk. IPRG).

OLG-KARLSRUHE – Urteil, 12 U 99/04 vom 22.09.2005

Die Regelung des § 79 Abs. 1 Satz 1 VBLS zur Berechnung der Betriebsrentenanwartschaften sog. rentenferner Pflichtversicherter ist unwirksam. Eine darauf beruhende Startgutschrift legt den Anwartschaftswert nicht verbindlich fest.

BAYOBLG – Beschluss, 1Z AR 139/04 vom 03.11.2004

Bestimmung des örtlich zuständigen Gerichts für das Adoptionsverfahren hinsichtlich eines deutsch-kroatischen Kindes einer jetzt deutschen, ehemals kroatischen Mutter durch ihren kroatischen Ehemann.

OLG-STUTTGART – Urteil, 17 UF 507/01 vom 26.11.2002

Art 18 Abs. 4 EGBGB bzw. Art. 8 Haager Unterhaltsübereinkommen enthält eine bloße Sachnormverweisung und keine Gesamtverweisung.

1. Zum Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten nach schwedischem Recht.

BAYOBLG – Beschluss, 1Z BR 35/01 vom 26.03.2002

1. Soweit im Verfahren nach § 1748 BGB das Kind die Ersetzung der Einwilligung des leiblichen Vaters in die Adoption durch den Stiefvater begehrt ist nur das Kind beschwerdeberechtigt.

2.Zur Frage der Anwendung deutschen Rechts anstelle des Heimatrechts eines ausländischen Minderjährigen

OLG-OLDENBURG – Urteil, 4 U 65/00 vom 13.06.2007

OLG-OLDENBURG – Urteil, 4 U 64/00 vom 13.06.2007

KAMMERGERICHT-BERLIN – Urteil, 3 UF 59/06 vom 20.12.2006

OLG-DUESSELDORF – Urteil, II-1 UF 183/04 vom 09.11.2004

OLG-KOELN – Beschluss, 2 U 108/03 vom 17.12.2003

OLG-KOELN – Urteil, 4 UF 81/01 vom 27.11.2001

BRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, 8 Wx 165/00 vom 02.04.2001


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