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JuraForum.deUrteileSchlagwörterGGericht der Hauptsache 

Gericht der Hauptsache

Entscheidungen der Gerichte

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 793/94 vom 27.09.1994

1. Hat das Verwaltungsgericht einem uneingeschränkten Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nach § 80 Abs 5 VwGO nur bis zur Entscheidung über den Widerspruch stattgegeben und im übrigen den Antrag unanfechtbar abgelehnt, so liegen "veränderte Umstände" im Sinne von § 80 Abs 7 S 2 VwGO nicht deshalb vor, weil über den Widerspruch entschieden worden ist.

2. Allein die Erwartung des Verwaltungsgerichts, eine Behörde werde bisher fehlende oder unzureichende Erwägungen nachholen, reicht grundsätzlich nicht aus, um den Sofortvollzug einer behördlichen Verfügung zu bestätigen, die zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung im Aussetzungsverfahren rechtliche Mängel aufweist.

VG-SIGMARINGEN – Beschluss, 2 K 59/01 vom 19.01.2001

Der häusliche Trunk ohne Verkehrsteilnahme unter Alkohol kann die Annahme von Alkoholmissbrauch begründen bei einem Berufskraftfahrer, der einerseits sehr alkoholgewöhnt ist und andererseits regelmäßig fahren muss (hier: Nachtrunk von 2,5 l Weißbier und BAK von 1,57 Promille nach leichtem Verkehrsunfall).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 2575/98 vom 21.10.1999

1. Zur Zulässigkeit einer Plangenehmigung nach § 18 Abs 2 S 1 AEG für die Errichtung eines Haltepunkts auf einem Schienenweg der Eisenbahn.

2. Bei der Errichtung eines neuen Haltepunkts handelt es sich nicht um eine wesentliche Änderung i S des § 41 Abs 1 BImSchG und des § 1 Abs 2 S 1 Nr 2 der 16. BImSchV (BImSchV 16).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 2210/98 vom 25.09.1998

1. Zur Frage, ob die Neufassung der Regelung über die Schwerbehindertenermäßigung in der Verwaltungsvorschrift "Arbeitszeit der Lehrer an öffentlichen Schulen" vom 10.11.1993 in der Fassung der Verwaltungsvorschrift vom 11.07.1997 (KuU S 130) den Widerruf der zuvor einem den Schwerbehinderten gleichgestellten Lehrer gewährten Deputatsermäßigung rechtfertigen kann.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 4 S 72/97 vom 12.02.1997

1. Gegen den Beschluß über eine Beschwerde gegen die Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung ist die Restitutionsklage nicht statthaft.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 16 S 2681/96 vom 11.11.1996

1. Für unbeachtliche Asylfolgeanträge gilt der Prüfungsmaßstab von Art 16a Abs 4 S 1 GG. § 71 Abs 4 iVm § 36 Abs 4 S 1 AsylVfG (AsylVfG 1992) stellt eine gesetzliche Bestimmung im Sinne von Art 16a Abs 4 S 2 GG dar.

"Ernstliche Zweifel" im Sinne von § 36 Abs 4 S 1 AsylVfG (AsylVfG 1992) liegen vor, wenn im Hauptsacheverfahren die Zulassung der Berufung gemäß § 78 Abs 3 Nr 1 AsylVfG (AsylVfG 1992) in Betracht kommt.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 5 S 1848/96 vom 22.10.1996

1. Für den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung zur Sicherung eines Anspruchs auf Aufhebung eines Planfeststellungsbeschlusses gemäß § 77 LVwVfG (VwVfG BW) ist nach § 48 Abs 1 S 1 Nr 8 VwGO der Verwaltungsgerichtshof erstinstanzlich zuständig.

VG-OLDENBURG – Beschluss, 6 B 3281/02 vom 14.10.2002

Die Rücknahme der Beurlaubung einer Lehrerin aus arbeitsmarktpolitischen Gründen steht im pflichtgemäßen Ermessen der Schulbehörde, wenn die Höchstgrenze überschritten ist, wobei nur besondere Interessen der Beamtin Gewicht haben können.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 1335/93 vom 29.09.1993

1. Im Verfahren nach § 47 Abs 8 VwGO kann vorläufiger Rechtsschutz, der auf das Verbot konkreter normvollziehender Einzelmaßnahmen gegenüber Dritten (zB Erteilung von Baugenehmigungen) gerichtet ist, grundsätzlich nicht gewährt werden.

2. Im Verfahren nach § 47 Abs 8 VwGO scheidet eine Beiladung grundsätzlich aus.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 1895/93 vom 29.09.1993

1. Ein Abänderungsantrag nach § 80 Abs 7 VwGO kann nicht mit Erfolg auf ein nachträglich aufgefundenes Beweismittel gestützt werden, wenn das Verwaltungsgericht der unter Beweis gestellten Tatsache in seinem Beschluß nach § 80 Abs 5 VwGO keine entscheidungserhebliche Bedeutung beigemessen hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 2555/93 vom 12.03.1993

1. Die Regelungen über die Rechtswegentscheidung und Rechtswegverweisung in § 17a GVG gelten grundsätzlich auch im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes (wie Beschluß des 9. Senats vom 26.3.1991 - 9 S 812/91 -, BWVPr 1991, 163).

2. Die Vorschrift des § 17a Abs 4 Satz 4 GVG über die zulassungsgebundene - weitere - Beschwerde ist im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes nicht anzuwenden.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 1 S 2690/92 vom 10.12.1992

1. Nach dem gültigen Teil der Polizeiverordnung des Ministeriums Ländlicher Raum über das Halten gefährlicher Hunde vom 28. August 1991 (vgl hierzu Normenkontrollurteil des erkennenden Senats vom 18.8.1992 - 1 S 2550/91 -) müssen bissige Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums an der Leine geführt werden und einen das Beißen verhindernden Maulkorb tragen.

2. Ein Hund, der bereits einmal im Beisein seines Hundehalters oder einer Person, der der Hund überlassen wurde, einen Menschen gebissen und dabei erheblich verletzt hat, ist regelmäßig als bissig im Sinne der Verordnung anzusehen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 2 S 2296/92 vom 07.12.1992

1. Allein mit dem Hinweis auf den bevorstehenden Verlust des Vorrechts aus § 10 Abs 1 Nr 3 ZVG kann die Änderung oder Aufhebung eines Beschlusses, mit dem die aufschiebende Wirkung wegen ernstlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Beitragsbescheids angeordnet worden ist, nicht erreicht werden.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 3050/91 vom 01.07.1992

1. Die Regelungen über die sachliche und örtliche Zuständigkeit in § 83 Satz 1 VwGO iVm der entsprechenden Anwendung der §§ 17 bis 17b GVG gelten auch im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes (für die Rechtswegverweisung ebenso VGH Baden-Württemberg, Beschluß vom 26.03.1991 - 9 S 812/91 -).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 2 S 42/92 vom 24.02.1992

1. Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Ablehnung der Aussetzung der Vollziehung eines Gewerbesteuerbescheids durch die Gemeinde ist, wenn nur gegen den Gewerbesteuermeßbescheid ein Rechtsbehelf eingelegt wurde, durch Erlaß einer einstweiligen Anordnung zu gewähren.

2. Mit Einwendungen gegen die Rechtmäßigkeit des Gewerbesteuermeßbescheids kann der Pflichtige nicht die Aussetzung der Vollziehung des Gewerbesteuerbescheids erreichen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 418/91 vom 03.07.1991

1. Eine Beschwer der Antragsgegnerin, die Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde ist, liegt nicht vor, wenn die Anträge der Antragsteller auf Gewährung vorläufigen gerichtlichen Rechtsschutzes nach § 80 Abs 5 S 1 VwGO vom Verwaltungsgericht nicht als unbegründet, sondern als unzulässig abgelehnt worden sind.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 1387/90 vom 16.08.1990

1. Die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes nach § 80 Abs 5 VwGO kommt nicht in Betracht, wenn der Betroffene vor der Bekanntgabe des Verwaltungsakts Widerspruch erhoben, jedoch innerhalb der Widerspruchsfrist sich gegenüber der Behörde nicht mehr geäußert hat.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, A 12 S 1361/89 vom 26.02.1990

1. Jedenfalls bei der im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes einer Gemeinde gegen die Zuweisung von Asylbewerbern gebotenen summarischen Prüfung spricht vieles dafür, bei der Bestimmung des Begriffs der bereits aufgenommenen und untergebrachten Asylbewerber im Sinne von § 1 Abs 1 S 3 AsylUG (AsylbewAufnG NW) an die Dauer des Asylverfahrens anzuknüpfen, die sich nach dem Asylverfahrensgesetz richtet und danach auch die aufenthaltsrechtliche Abwicklung nach rechtsbeständiger Ablehnung des Asylantrages umfaßt (vgl BVerwGE 80, 313).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 3283/89 vom 18.12.1989

1. Ein Gerichtsbeschluß nach § 80 Abs 5 VwGO kann im Verfahren nach § 80 Abs 6 VwGO von Amts wegen aufgehoben werden, wenn nachträglich festgestellt wird, daß eidesstattliche Versicherungen falsch waren, die im Aussetzungsverfahren nach § 80 Abs 5 VwGO vorgelegt wurden und dabei entscheidungserhebliche Bedeutung hatten.


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