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Entscheidungen der Gerichte




OLG-SCHLESWIG – Urteil, 16 U 22/08 vom 30.10.2008

Rechtsgebiete:VVG, VGB 2002, BGB, ZPO, ZVG
Schlagworte:Rohbaufeuerversicherung, Rohbauversicherung, Wohngebäudeversicherung, Gebäudeversicherung, Gebäude, Brand, Feuer, Versicherungsfall, Versicherungsschein, Bezugsfertigkeit, Prämienfreiheit, Gefahrerhöhung, arglistige Täuschung, Prozessführungsbefugnis, Beschlagnahme, Zwangsversteigerung
Stichwort:Gebäude
Leitsatz:1. Zur Gefahrerhöhung in der Rohbaufeuerversicherung

2. Zur Prozessführungsbefugnis in der Gebäudeversicherung bei Beschlagnahme des Grundstücks im Zwangsversteigerungsverfahren
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Urteil, 16 U 22/08



OLG-FRANKFURT – Urteil, 4 U 150/07 vom 23.04.2008

Rechtsgebiete:AVBFernwärmeV, BGB
Schlagworte:Schwimmbad, Gebäude, Bestandteil, Heizungsanlage
Stichwort:Gebäude
Leitsatz:1. Der allein durch die Entnahme von Elektrizität, Gas, Wasser oder Fernwärme aus einem Leitungsnetz aufgrund der darin zum Ausdruck kommenden Realofferte konkludent zustande kommende Versorgungsvertrag richtet sich allein nach den üblichen Bedingungen für diesen Leistungsbezug und führt nicht zur Übernahme des zuvor konkret für die Abnahmestelle abgeschlossenen Vertragsverhältnisses.

2. Bei Schwimmbädern gehören Wärmeversorgungs- bzw. Heizungsanlagen zu den wesentlichen Bestandteilen des Schwimmbadgebäudes im Sinne von § 94 Absatz 2 BGB und zwar auch dann, wenn ein Dritter sich verpflichtet, das Gebäude mit dieser Anlage zu nutzen.

3. § 10 Absatz 4 AVBFernwärmeV begründet nur einen schuldrechtlichen Eigentumsverschaffungsanspruch und enthält keine sachenrechtlich wirksame Zuweisung des Eigentums am Hausanschluss.

4. Die sachenrechtliche Zuweisung von Leitungen aus einem Versorgungsnetz für Gas zu dem Betriebsgrundstück des Versorgungsbetriebes endet an dem Übergabepunkt, an dem das Gas in die Anlage des Kunden übergehen soll. Die Wärmeversorgungs- bzw. Heizungsanlage des Kunden gehört nicht mehr zum Leitungsnetz.

5. Ein vorübergehender Zweck für einen Scheinbestandteil im Sinne von § 95 BGB ergibt sich nicht bereits aus einer schuldrechtlichen Vereinbarung, wonach das Eigentum an einem Gegenstand einem anderen zustehen soll. Gegenstände, die in Folge eines Nutzungsrechts für den Teil eines Gebäudes in dieses eingefügt wurden, sind in der Regel kein Scheinbestandteil dieses Gebäudes, wenn sie nach Ablauf des Nutzungsrechts darin verbleiben sollen.
Volltext: OLG-FRANKFURT - Urteil, 4 U 150/07

SAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 1 B 862/06 vom 22.08.2007

Rechtsgebiete:SächsBO
Schlagworte:Gebäude, Garage, Aufenthaltsraum
Stichwort:Gebäude
Leitsatz:1. Garagen sind Gebäude im Sinne von § 6 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 SächsBO n. F.

2. Garagen bleiben auch dann abstandsflächenrechtlich privilegiert, wenn sie über einen Nebenraum verfügen, der kein Abstellraum ist, wenn dieser Nebenraum nicht zum Aufenthalt von Menschen bestimmt und nicht mit einer Feuerstätte ausgestattet ist.
Volltext: SAECHSISCHES-OVG - Beschluss, 1 B 862/06

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 967/07 vom 14.06.2007

Rechtsgebiete:BauNVO
Schlagworte:Gebäude, Gebäudeteil, Zulassungsentscheidung
Stichwort:Gebäude
Leitsatz:Eine Zulassungsentscheidung nach § 23 Abs. 3 Satz 2 BauNVO setzt voraus, dass nur ein (unwesentlicher) Gebäudeteil über die Baugrenze vortritt. Ein Gebäudeteil in diesem Sinn liegt jedoch nicht vor, wenn das Gebäude selbst mit einem wesentlichen Teil (Außenwand) die Baugrenze überschreitet (wie BVerwG, Urteil vom 20.6.1975 - IV C 5.74 -, Buchholz 406.11 § 30 BBauG Nr. 11 = BauR 1975, 313 = DVBl 1975, 895).
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Beschluss, 8 S 967/07


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