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Fristversäumnis

Entscheidungen der Gerichte




LAG-KOELN – Beschluss, 2 Ta 203/08 vom 14.07.2008

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:PKH-Beschwerde, Nachfrist zur Einreichung der Unterlagen, Fristversäumnis
Stichwort:Fristversäumnis
Leitsatz:Setzt das Gericht der Antrag stellenden Partei eine Nachfrist zur Einreichung der PKH-Unterlagen, so kommt eine rückwirkende PKH-Gewährung trotz zwischenzeitlich nicht mehr gegebener Erfolgsaussicht nur in Betracht, wenn die Frist auch eingehalten wird. Bei Fristversäumnis kommt die PKH-Gewährung nur für die nach diesem Zeitpunkt noch anfallenden Prozesshandlungen in Betracht.
Volltext: LAG-KOELN - Beschluss, 2 Ta 203/08



BSG – Urteil, B 12 KR 16/07 R vom 28.05.2008

Rechtsgebiete:SGB V, SGB X
Schlagworte:Krankenversicherung - kein Beitritt als schwerbehinderter Mensch zur freiwilligen Versicherung bei Verfehlung der notwendigen Vorversicherungszeit und nicht genutztem möglichen anderweitigen Beitritt zur gesetzlichen Krankenversicherung - Fristversäumnis - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Stichwort:Fristversäumnis
Leitsatz:Das Beitrittsrecht zur gesetzlichen Krankenversicherung als schwerbehinderter Mensch besteht nicht, wenn die notwendige Vorversicherungszeit verfehlt wird, weil ein möglicher anderweitiger Beitritt zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht genutzt wurde.
Volltext: BSG - Urteil, B 12 KR 16/07 R

BVERWG – Beschluss, BVerwG 9 VR 2.08 vom 28.02.2008

Rechtsgebiete:VwGO
Schlagworte:Klagefrist, Fristversäumnis, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Sorgfaltspflichten eines Rechtsanwalts, eigenes Verschulden des Rechtsanwalts, verfahrensbestimmender Schriftsatz, fehlerhafte Schriftsatzversion, Verwechslung mit Korrektur
Stichwort:Fristversäumnis
Leitsatz:Erkennt ein Rechtsanwalt, dass in einem an das Gericht zu übermittelnden Schriftsatz die verfahrensbestimmenden Angaben (hier: ob nur Eilantrag gestellt oder auch Klage erhoben werden soll) fehlerhaft sind, und veranlasst er per Diktat die Korrektur der entsprechenden Seite, stellt es ein eigenes Verschulden des Rechtsanwalts dar (§ 60 Abs. 1 VwGO), wenn er es unterlässt, die fehlerhafte Seite sofort aus dem Geschäftsbetrieb seiner Kanzlei zu entfernen (z.B. durch Zerreißen, Durchstreichen o.ä.), und infolge eines Versehens einer Kanzleimitarbeiterin statt der korrigierten die fehlerhafte Seite an das Gericht übermittelt wird.
Volltext: BVERWG - Beschluss, BVerwG 9 VR 2.08

OLG-HAMM – Beschluss, 3 Ws 11/08 vom 15.01.2008

Rechtsgebiete:JGG, StPO
Schlagworte:Berufung, gesetzlicher Vertreter, Fristversäumnis, Wiedereinsetzung
Stichwort:Fristversäumnis
Leitsatz:Der trotz Benachrichtigung nicht zur Hauptverhandlung erschienene gesetzliche Vertreter des Jugendlichen kann nicht deshalb Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Berufungsfrist beanspruchen, weil ihm das angefochtene Urteil nicht vor Ablauf der Berufungseinlegungsfrist zugestellt und ihm auch keine Rechtsmittelbelehrung erteilt worden ist.
Volltext: OLG-HAMM - Beschluss, 3 Ws 11/08


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