Impressum | Disclaimer | Anmeldung / Login
 

JuraForum.deUrteileSchlagwörterFFreizeichnung 

Freizeichnung

Entscheidungen der Gerichte

BGH – Urteil, I ZR 162/96 vom 10.12.1998

CMR Art. 17 Abs. 1;

Police für grenzüberschreitende Transporte von Fremdunternehmern nach der CMR

Fremdunternehmer und damit Versicherter im Sinne der von der Oskar Schunck KG betreuten Police für grenzüberschreitende Transporte von Fremdunternehmern nach der CMR (Fassung 1. Januar 1980) ist nur der Frachtführer oder Fixkostenspediteur, der in direkten vertraglichen Beziehungen zum Versicherungsnehmer steht, unabhängig davon, ob und inwieweit er den Transport selbst ausführt.

CMR Art. 41

Art. 41 CMR steht Vereinbarungen, wonach der Absender für die Eindeckung der CMR-Haftpflicht des Frachtführers zu sorgen hat, dann nicht entgegen, wenn eine in diesem Zusammenhang gebotene Gesamtbetrachtung ergibt, daß sich die Abreden wirtschaftlich ebenso auswirken, als hätte der Frachtführer den Versicherungsschutz selbst beschafft.

BGH, Urt. v. 10. Dezember 1998 - I ZR 162/96 -
OLG Karlsruhe
LG Mannheim

BVERWG – Urteil, BVerwG 1 A 6.96 vom 25.06.1998

Leitsätze:

1. Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen ist auch nach dem Wegfall der präventiven Kontrolle von Versicherungsbedingungen befugt, im Wege anlaßbezogener nachträglicher Mißstandsaufsicht eine Klausel zu untersagen, deren Verwendung die Versicherten unangemessen benachteiligt.

2. Die Rechtmäßigkeit einer die Verwendung einer Klausel untersagenden Aufsichtsmaßnahme hängt nicht davon ab, daß die Klausel bereits aufgrund einer zivilgerichtlichen Inhaltskontrolle für unwirksam erklärt wurde.

3. Gibt der Versicherungsnehmer seinen Versicherungsantrag gegenüber einem Versicherungsagenten ab, der das Antragsformular nach Befragen des Versicherungsnehmers ausfüllt, so stellt die Beschränkung der Empfangsvollmacht des Versicherungsagenten auf schriftliche Erklärungen eine unangemessene Benachteiligung des Versicherungsnehmers dar.

4. Das Transparenzgebot des § 9 AGBG kann verletzt sein, wenn eine Klausel die Wirksamkeit einer mündlichen Erklärung des Versicherungsnehmers von einer Bestätigung des Versicherers abhängig macht.

Urteil des 1. Senats vom 25. Juni 1998 - BVerwG 1 A 6.96 -

BGH – Urteil, VIII ZR 276/96 vom 25.02.1998

AVBEltV § 6
AGBG § 9 Cf

Die in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Stromversorgungsunternehmens in Lieferverträgen mit Sonderkunden verwendete Klausel:

"Für Schäden, die ein Kunde durch Unterbrechung der Elektrizitätsversorgung oder durch Unregelmäßigkeiten in der Elektrizitätsbelieferung erleidet, haftet das Elektrizitätswerk aus Vertrag oder unerlaubter Handlung im Falle eines Vermögensschadens, es sei denn, daß dieser weder durch Vorsatz noch durch grobe Fahrlässigkeit des Inhabers des Elektrizitätswerks oder eines vertretungsberechtigten Organs oder Gesellschafters des Elektrizitätswerks verursacht worden ist.

Bei grob fahrlässig verursachten Sach- und Vermögensschäden ist die Haftung des Elektrizitätswerks gegenüber dem einzelnen Kunden auf jeweils 5.000 Deutsche Mark begrenzt."

hält einer Inhaltskontrolle nach § 9 AGBG stand.

BGH, Urteil vom 25. Februar 1998 - VIII ZR 276/96 -
OLG München
LG München I

BGH – Urteil, I ZR 233/95 vom 19.02.1998

Die in § 34a Nr. 1 der Betriebsordnung (BO) der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft verwendete Klausel, wonach

die BLG für Schäden irgendwelcher Art, insbesondere für Verluste oder Beschädigungen von Gütern, nur bei grobem Verschulden (Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit) ihrer Organe, leitenden Angestellten oder sonstigen Erfüllungsgehilfen haftet,

hält einer Inhaltskontrolle nach § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG nicht stand.

BGH, Urt. v. 19. Februar 1998 - I ZR 233/95 -
OLG Bremen
LG Bremen

BVERWG – Beschluss, BVerwG 6 P 12.95 vom 26.11.1997

Beschluß vom 26. November 1997 - BVerwG 6 P 12.95

Leitsätze:

Eine außerordentliche Personalratsneuwahl kann mit der Begründung, die Voraussetzungen nach § 27 Abs. 2 BPersVG hätten dafür nicht vorgelegen, gemäß § 25 BPersVG angefochten werden.

Die Antragsbefugnis eines Personalrats für ein Begehren auf Feststellung, daß seine Amtszeit durch eine außerordentliche Personalratsneuwahl gemäß § 27 Abs. 2 BPersVG nicht beendet wurde, entfällt nach Durchführung der nächsten regulären Personalratsneuwahl und Amtsaufnahme durch den neuen Personalrat.

Beschluß des 6. Senats vom 26. November 1997 - BVerwG 6 P 12.95

I. VG Hamburg vom 14.10.1994 - Az.: VG 1 FB 8/94 -
II. OVG Hamburg vom 15.09.1995 - Az.: OVG Bs PB 2/94 -

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 12 U 171/07 vom 28.05.2009

OLG-ROSTOCK – Urteil, 3 U 158/08 vom 20.11.2008

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 2 U 11/07 vom 12.08.2008

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 4 U 167/07 vom 04.06.2008

OLG-FRANKFURT – Urteil, 18 U 22/07 vom 16.05.2008

OLG-KOELN – Beschluss, 15 W 15/08 vom 24.04.2008

OLG-HAMM – Urteil, 24 U 53/06 vom 20.12.2007

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-23 U 36/07 vom 19.06.2007

OLG-HAMM – Urteil, 21 U 79/06 vom 25.01.2007

BRANDENBURGISCHES-OLG – Urteil, 7 U 211/05 vom 02.08.2006

SAARLAENDISCHES-OLG – Urteil, 4 UH 711/04 vom 16.05.2006

OLG-DUESSELDORF – Beschluss, I-1 U 218/05 vom 08.03.2006

BGH – Urteil, I ZR 68/03 vom 15.09.2005

OLG-HAMM – Urteil, 12 U 59/03 vom 01.06.2005

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-20 U 143/04 vom 24.05.2005

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-20 U 24/05 vom 24.05.2005

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-9 U 179/04 vom 09.05.2005

BGH – Urteil, IV ZR 189/03 vom 29.09.2004

BGH – Urteil, VIII ZR 339/03 vom 14.07.2004

OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-14 U 213/03 vom 02.04.2004

OLG-BAMBERG – Urteil, 1 U 107/03 vom 15.01.2004

OLG-FRANKFURT – Beschluss, 7 W 29/02 vom 25.04.2003

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 73/00 vom 17.07.2002

OLG-KOELN – Urteil, 15 U 30/02 vom 16.07.2002

OLG-KOELN – Urteil, 6 U 62/01 vom 09.11.2001


Seite:   1  2  3  4 


Weitere Begriffe

Urteile: Schlagworte

Urteile: Vorschriften

Lexikon

Gesetze

Sie lesen gerade das Thema "Freizeichnung - Urteile" © JuraForum.de — 2003-2013

Kanzleinews einstellen | Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum