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Fiskus

Entscheidungen der Gerichte

BFH – Urteil, II R 20/01 vom 18.12.2002

Ein Grundstück, auf dem sich leer stehende, aber benutzbare Gebäude befinden, ist bei der Feststellung des Einheitswerts des Grundvermögens (auch nach dem in den neuen Bundesländern geltenden Bewertungsrecht) nicht allein deshalb als unbebautes Grundstück zu bewerten, weil am Stichtag eine Nutzung aus dem formalen Grund einer fehlenden Genehmigung oder aus bauplanungsrechtlichen Gründen nicht zulässig gewesen wäre.

BFH – Beschluss, IX R 62/99 vom 16.07.2002

Es wird eine Entscheidung des BVerfG darüber eingeholt, ob § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG in der für den Veranlagungszeitraum 1997 maßgeblichen Neufassung des Einkommensteuergesetzes vom 16. April 1997 (BGBl I 1997, 821) mit dem Grundgesetz insoweit unvereinbar ist, als die Durchsetzung des Steueranspruchs wegen struktureller Vollzugshindernisse weitgehend vereitelt wird.

BFH – Urteil, II R 4/00 vom 12.06.2002

Gehören einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in der Bundesrepublik mehr als 25 v.H. der stimmberechtigten Anteile an einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in den Niederlanden, sind die Anteile in der Bundesrepublik von der Besteuerung auszunehmen.

BFH – Beschluss, V B 73/01 vom 25.04.2002

1. Eine bei unberechtigtem Steuerausweis in einer Rechnung gemäß § 14 Abs. 3 UStG entstandene Steuer ist nach § 227 AO 1977 (zwingend) wegen sachlicher Unbilligkeit zu erlassen, soweit der von dem Rechnungsempfänger in Anspruch genommene Vorsteuerabzug rückgängig gemacht und der entsprechende Betrag an den Fiskus tatsächlich zurückgezahlt worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 8. März 2001 V R 61/97, BFHE 194, 517).

2. Der Gesichtspunkt der Erlassunwürdigkeit des Steuerpflichtigen spielt insoweit keine Rolle. Er kann nur bei der Prüfung eines Erlasses aus persönlichen Billigkeitsgründen Bedeutung haben.

BFH – Urteil, III R 6/99 vom 13.12.2001

Ausnahmsweise können Fahrleistungen mit einem PKW bei außerordentlich gehbehinderten Personen, auch soweit sie 15 000 km im Jahr übersteigen, noch als angemessen zu beurteilen und die entstandenen Aufwendungen deshalb als außergewöhnliche Belastung steuermindernd zu berücksichtigen sein, sofern nach der Art und der Schwere der Behinderung nur durch den Einsatz eines PKW eine berufsqualifizierende Ausbildung durchgeführt werden kann. In einem solchen Ausnahmefall können jedoch über die im Zusammenhang mit der Ausbildung stehenden Fahrten hinaus für weitere rein private Fahrten höchstens noch Fahrleistungen bis zu 5 000 km p.a. zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden.

BFH – Urteil, II R 47/98 vom 06.06.2001

Dem Großen Senat wird gemäß § 11 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt: Ist die Festsetzungsfrist gemäß § 169 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 der Abgabenordnung auch dann gewahrt, wenn der Bescheid, der vor Ablauf der Steuerfestsetzungsfrist den Bereich der für die Steuerfestsetzung zuständigen Behörde verlassen hat, dem Empfänger nicht zugeht, obwohl die Behörde nach Lage der Steuerakten alles getan hat, dass er hätte zugehen können, aber nach Ablauf der Festsetzungsfrist ein inhaltsgleicher Bescheid ergeht, der dem Empfänger auch bekannt gegeben wird?

BAG – Urteil, 9 AZR 301/00 vom 03.04.2001

Beschäftigt ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit Verwaltungsbefugnis die Arbeitnehmer des Schuldners weiter, so werden Ansprüche auf Arbeitsentgelt begründet, die nach § 55 Abs. 2 Satz 2 InsO als Masseverbindlichkeiten gelten. Beantragen die Arbeitnehmer Insolvenzgeld, so entfällt das Vorzugsrecht. Ein Übergang des Vorzugsrechts auf die Bundesanstalt für Arbeit ist damit ausgeschlossen.

BFH – Urteil, III R 1/99 vom 29.03.2001

BUNDESFINANZHOF

Für die erstmalige Festsetzung der Investitionszulage besteht eine Anlaufhemmung weder nach § 170 Abs. 2 Nr. 1 noch nach § 170 Abs. 3 AO 1977. Die Anlaufhemmung nach § 170 Abs. 3 AO 1977 greift indes für die Aufhebung oder Änderung von unter dem Vorbehalt der Nachprüfung durchgeführten Festsetzungen der Investitionszulage mit der Folge ein, dass der Vorbehalt der Nachprüfung nach § 164 Abs. 4 Satz 1 AO 1977 nicht vor dem Ablauf der durch § 170 Abs. 3 AO 1977 verlängerten Änderungsfrist wegfällt.

AO 1977 § 155 Abs. 4, § 164 Abs. 2 und 4, § 169 Abs. 1 Satz 1,
Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 1 bis 3
FGO § 44 Abs. 1
InvZulG 1991 § 4 Satz 1, § 7 Abs. 1 Satz 1

Urteil vom 29. März 2001 - III R 1/99 -

Vorinstanz: FG Mecklenburg-Vorpommern

BFH – Urteil, I R 45/00 vom 29.11.2000

BUNDESFINANZHOF

Durch den erstmaligen Beschluss über eine offene Gewinnausschüttung für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr wird auch dann kein abweichender Zinslauf gemäß § 233a Abs. 2 a AO 1977 i.d.F. des JStG 1997 ausgelöst, wenn dieser Beschluss nach Ablauf des folgenden Wirtschaftsjahres gefasst wird (Anschluss an das Senatsurteil vom 18. Mai 1999 I R 60/98, BFHE 188, 542, BStBl II 1999, 634; gegen BMF-Schreiben vom 14. September 1999, BStBl I 1999, 842).

AO 1977 i.d.F. des JStG 1997 § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 233a
Abs. 2 Satz 1, Abs. 2 a und Abs. 7

Urteil vom 29. November 2000 - I R 45/00 -

Vorinstanz: FG Hamburg (EFG 2000, 846)

BGH – Beschluss, 5 StR 371/00 vom 28.11.2000

AO 1977 §§ 370 ff; StGB § 73 Abs. 1 Sätze 1 und 2

Zur Bedeutung von § 73 Abs. 1 Satz 2 StGB für den Verfall bei bestehenden Steuerforderungen.

BGH, Beschl. v. 28. November 2000 - 5 StR 371/00 LG Kleve -

BFH – Urteil, I R 60/98 vom 18.05.1999

BUNDESFINANZHOF

Durch den Beschluß über eine offene Gewinnausschüttung für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr wird kein abweichender Zinslauf gemäß § 233a Abs. 2 a AO 1977 i.d.F. des JStG 1997 ausgelöst, wenn dieser Beschluß ein erstmaliger ist.

AO 1977 i.d.F. des JStG 1997 § 38, § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2,
§ 233a Abs. 2 Satz 1, Abs. 2 a und Abs. 7
EGAO 1977 i.d.F. des JStG 1997 Art. 97 § 15
KStG § 23 Abs. 5, § 27 Abs. 1 und Abs. 3, § 43, § 48

Urteil vom 18. Mai 1999 - I R 60/98 -

Vorinstanz: Schleswig-Holsteinisches FG (EFG 1998, 1109)

BFH – Urteil, IV R 69/97 vom 15.10.1998

BUNDESFINANZHOF

Werden nachträglich zunächst vor 1989 besteuerte Einkünfte in einem Veranlagungszeitraum nach 1988 der Einkommensteuer unterworfen, ist die Erhebung von Nachzahlungszinsen sachlich unbillig.

AO 1977 §§ 227, 233a Abs. 1
FGO § 102

Urteil vom 15. Oktober 1998 - IV R 69/97 -

Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1998, 83)

BFH – Urteil, I R 81/97 vom 11.02.1998

BUNDESFINANZHOF

Liegen die Voraussetzungen von § 54 Abs. 4 KStG i.d.F. des StRG 1990 nicht vor, findet § 8 Abs. 4 KStG i.d.F. des StRG 1990 erstmals auf den Veranlagungszeitraum 1990 Anwendung. Auch der Abzug von Verlusten, die vor diesem Veranlagungszeitraum entstanden sind, wird durch die Neuregelungen in § 8 Abs. 4 KStG eingeschränkt. Darin liegt kein Verstoß gegen das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot.

KStG i.d.F. des StRG 1990 § 8 Abs. 4, § 54 Abs. 1 und Abs. 4
GG Art. 20 Abs. 3

Urteil vom 11. Februar 1998 - I R 81/97 -

Vorinstanz: FG Baden-Württemberg, Außensenate Freiburg (EFG 1997, 1052)

BGH – Urteil, 5 StR 569/96 vom 19.12.1997

StGB 1975 §§ 52, 78a, 263
AO § 370 Abs. 1
GG Art. 103 Abs. 2

a) Zur Tat und Tatbeendigung bei sukzessiver Ausführung von Steuerhinterziehungen im Beitreibungsverfahren (Fortführung von BGHSt 41, 368; Abgrenzung zu BGHSt 36, 105 und 38, 37).

b) Eine Abwendung der Beitreibung von Säumnis- und Verspätungszuschlägen sowie Zwangsgeldern als steuerlichen Nebenleistungen durch Täuschung ist weder nach § 370 AO noch nach § 263 StGB strafbar.

BGH, Urteil vom 19. Dezember 1997 - 5 StR 569/96 -
LG Landshut

BFH – Urteil, I R 127/95 vom 27.08.1997

BUNDESFINANZHOF

Bei Gewinnen oder Einkünften i.S. von Art. 23 Abs. 3 DBA-Kanada handelt es sich immer nur um solche im Sinne der einzelnen Einkunftsarten gemäß Art. 6 bis 21 DBA-Kanada. Werden die Gewinne oder Einkünfte im Rahmen einer dieser Einkunftsarten in Kanada der Besteuerung unterworfen, stammen sie deshalb aus kanadischen Quellen gemäß Art. 23 Abs. 3 DBA-Kanada. In welchem Umfang sie von der kanadischen Besteuerung erfaßt werden oder ob dort alle Einkunftsteile im Rahmen der kanadischen Steuerveranlagung zu einer konkreten Steuerzahlungspflicht führen, ist für die Freistellung der Einkünfte und Gewinne von der inländischen Besteuerung unbeachtlich.

DBA-Kanada Art. 23 Abs. 2 Buchst. a, Abs. 3

Urteil vom 27. August 1997 - I R 127/95

Vorinstanz: FG München (EFG 1996, 244)

BGH – Beschluss, 1 StR 41/09 vom 07.07.2009

BGH – Beschluss, III ZR 249/08 vom 25.06.2009

BFH – Beschluss, IV B 51/08 vom 18.09.2008

BFH – Beschluss, IV B 131/07 vom 01.09.2008

BFH – Beschluss, II S 9/07 (PKH) vom 20.08.2008

BFH – Beschluss, II B 27/07 vom 20.08.2008

BFH – Beschluss, II B 54/08 vom 23.05.2008

BAG – Urteil, 4 AZR 164/07 vom 09.04.2008

BFH – Beschluss, IV R 91/06 vom 04.04.2008

BFH – Beschluss, III S 27/07 vom 06.09.2007

BFH – Beschluss, V B 73/07 vom 03.08.2007

BFH – Beschluss, V B 95/06 vom 28.06.2007

BFH – Beschluss, II B 61/06 vom 22.03.2007

BFH – Beschluss, V B 71/05 vom 28.09.2006

BFH – Beschluss, II B 159/05 vom 27.06.2006


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