Impressum | Registrierung | Foren-Login
 
Disclaimer | Datenschutz | RSS-Feeds

JuraForum.deUrteileSchlagwörterEEntfernen 

Entfernen

Entscheidungen der Gerichte

VG-OSNABRUECK – Beschluss, 2 B 32/02 vom 11.07.2002

1. Erheblich beschädigte und zum Teil bereits ausgeschlachtete Fahrzeuge, die objektiv keinen Restwert mehr aufweisen, bereits seit längerer Zeit (hier: 2 bzw. 2 1/2 Jahre) stillgelegt waren und anschließend auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt worden sind, erfüllen den objektiven Abfallbegriff jedenfalls dann, wenn sie noch die üblichen Betriebsflüssigkeiten (Motoröl einschließlich Ölfilter, Bremsflüssigkeit, Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage etc.) enthalten; sie sind deshalb vom Halter einer ordnungsgemäßen Verwertung nach Maßgabe der AltautoV zuzuführen.

2. Sind derartige Fahrzeuge zunächst über mehrere Wochen hinweg unbewacht auf einer öffentlichen Verkehrsfläche abgestellt und anschließend - nach Sicherstellung durch die Polizei und Verstreichen eines weiteren Zeitraumes (hier: ca. 4 Monate) - trotz entsprechender Aufforderungen nicht bei dem beauftragten Abschleppunternehmen "ausgelöst" worden, ist ungeachtet gegenteiliger Bekundungen des Halters, er wolle die Fahrzeuge künftig reparieren und anschließend wieder in Betrieb nehmen, darüber hinaus davon auszugehen, dass er sich der Fahrzeuge tatsächlich bereits entledigt hat bzw. zumindest entledigen will.

VG-FREIBURG – Urteil, 7 K 1262/01 vom 23.07.2003

Erlöschen einer Baugenehmigung wegen geänderten Standorts des Vorhabens.

VG-LUENEBURG – Urteil, 6 A 17/02 vom 03.07.2003

1. Das Auslegen von Teichfolie an einer Grabenböschung zur Vermeidung von Unkrautbewuchs ist mit § 2 Abs. 1 NWG nicht zu vereinbaren.

2. Die Untere Wasserbehörde ist nach § 169 NWG berechtigt, die Beseitigung der Teichfolie zu verlangen.

VG-SIGMARINGEN – Beschluss, 2 K 2531/02 vom 24.01.2003

Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Pflicht zur Benutzung gesonderter Radwege kann grundsätzlich weder nach § 80 VwGO gegen den Radweg als solche noch nach § 123 VwGO (Ausnahmeregelung gemäß § 46 StVO) gewährt werden.

AG-WINSEN-LUHE – Urteil, 23 C 1482/02 vom 11.11.2002

Ein Grundstücksbesitzer hat aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht gegen seinen Nachbarn einen Unterlassungsanspruch auch dann, wenn der Nachbar ihn nicht mit echten Video-Kameras, sondern nur mit Video-Kameraattrappen überwacht.

LAG-HAMM – Urteil, 18 Sa 838/02 vom 06.11.2002

Berichtigt durch Beschluss

Vom 22.03.2006

AG-MOENCHENGLADBACH – Urteil, 5 C 313/02 vom 31.10.2002

Für Schäden, die beim Transport von Räumungsgut durch einen vom Gerichtsvollzieher beauftragten Transportunternehmer verursacht werden, haftet nicht der Transportunternehmer, sondern das Land.

VG-OLDENBURG – Beschluss, 4 B 3840/02 vom 30.10.2002

Eine negative Vorbildwirkung ist als Begründung für den Sofortvollzug einer denkmalschutzrechtlichen Abbruch- und Rekonstruktionsanordnung i.d.R. nur dann ausreichend, wenn konkrete Nachahmungstaten oder Anfragen für ähnliche Vorhaben durch die Behörde nachgewiesen werden.

KG – Beschluss, (4) 1 Ss 285/01 (172/01) vom 24.09.2002

Ein nach § 163b Abs. 1 Satz 2 StPO Festgehaltener ist als Gefangener im Sinne des § 120 Abs. 1 StGB anzusehen.

VG-OLDENBURG – Beschluss, 4 B 3353/02 vom 17.09.2002

Das öffentliche Interesse am Erhalt eines ohne Genehmigung beschädigten Baudenkmals kann auch erhebliche wirtschaftliche Nachteile des zum Erhalt Verpflichteten durch solche Sicherungsmaßnahmen rechtfertigen, die notwendig sind, um bis zum Abschluss eines Hauptsacheverfahrens die Möglichkeit einer Rekonstruktion zu erhalten.

VG-OLDENBURG – Urteil, 1 A 4386/00 vom 06.08.2002

Keine Ausnahmegenehmigung vom Verbot der Entnahme vorhandener Bäume für die Reduzierung des Pappelbestandes in einer Laubgehölzhecke von 80 % auf 10 %.

VG-HANNOVER – Gerichtsbescheid, 6 A 3241/01 vom 01.08.2002

Die Gebühr nach Ziffer 407 GOZ kann auch dann neben der Gebühr nach Ziffer 405 GOZ beansprucht werden, wenn die subgingivale Konkremententfernung nicht mit einer Wurzelglättung und einer Gingivakürettage einhergeht.

VG-OLDENBURG – Urteil, 14 A 3233/03 vom 10.12.2003

Ein Posthauptschaffner, der ein Paket an sich bringt, begeht ein schweres Dienstvergehen und kann deswegen durch Disziplinarklage aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 8 LB 47/01 vom 25.04.2002

Setzt die Naturschutzbehörde eine datenmäßig bestimmte Frist zur Befolgung einer Beseitigungsanordnung, muss der Adressat der Anordnung dieser nicht innerhalb der gesetzten Frist nachkommen, wenn der gegen die Beseitigungsanordnung erhobene Rechtsbehelf nach § 80 Abs. 1 und 2 VwGO aufschiebende Wirkung hat. In einem solchen Fall wird nicht nur die Fristsetzung, sondern auch die Zwangsgeldandrohung gegenstandslos, so dass das Zwangsgeld unter Setzung einer neuen Frist nochmals angedroht werden muss, um es nach erfolglosem Ablauf der Frist festsetzen zu können.

LAG-KOELN – Urteil, 5 Sa 701/01 vom 14.03.2002

Einer gegen eine vom Arbeitgeber durchgeführte Versetzung gerichteten Feststellungsklage des Arbeitnehmers fehlt das Feststellungsinteresse, wenn der bisherige Arbeitsplatz unstreitig weggefallen ist und aus dem Vorbringen des Arbeitnehmers nicht ersichtlich ist, auf welchem Arbeitsplatz er im Fall der Unwirksamkeit der Versetzung weiterbeschäftigt werden will.

VG-KARLSRUHE – Urteil, 6 K 3615/00 vom 25.02.2002

1. Hinterlässt der vollziehbar zum Wegfahren eines unerlaubt parkenden Fahrzeugs Verpflichtete an ohne weiteres sichtbarer Stelle hinter der Windschutzscheibe eine Visitenkarte, aus der sich ua sein Name und eine auswärtige Anschrift sowie seine in deutlicher Handschrift aufnotierte Mobiltelefonnummer ergeben, so darf die Vollstreckungsbehörde nicht von vornherein auf den Versuch einer (fern-)mündlichen Androhung der Ersatzvornahme nebst Bestimmung einer angemessenen Frist zur Erfüllung der Wegfahrverpflichtung unter dieser Telefonnummer verzichten.

2. Als angemessene Frist zur Beseitigung des Verkehrsverstoßes ist dem Pflichtigen in einem solchen Fall regelmäßig ein Zeitraum von allenfalls fünf Minuten zuzubilligen.

LAG-KOELN – Urteil, 4 (2) Sa 575/01 vom 15.02.2002

1. Ein vertraglich vereinbarter "Verzicht auf die Probezeit" kann als Vereinbarung ausgelegt werden, dass auf die Wartezeit gemäß § 1 I KSchG verzichtet wird.

2. Geht das Arbeitsverhältnis nach Ausspruch der Kündigung auf einen Betriebserwerber gemäß § 613 a BGB über, so kann dieser auch noch in der 2. Instanz dem Prozess beitreten, um einen Auflösungsantrag zu stellen.

VG-LUENEBURG – Urteil, 1 A 42/00 vom 04.09.2001

1. Die Eignung für den Vorbereitungsdienst hebt sich im Lichte des Grundgesetzes ab von jener für beamten- oder richterrechtliche Dienstverhältnisse.

2. Das "Leitbild" juristischer Berufe des öffentlichen Dienstes hat beim Vorbereitungsdienst als einer Ausbildungsstätte außer Betracht zu bleiben.

VG-SIGMARINGEN – Urteil, 2 K 619/01 vom 04.09.2001

Wenn eine GmbH gegen eine Beseitigungsanordnung, die an ihren Geschäftsführer persönlich gerichtet ist, Widerspruch einlegt und die Widerspruchsbehörde diesen zurückweist, ohne die Beseitigungspflicht auf die GmbH auszudehnen, so ist die GmbH durch den Widerspruchsbescheid nur formell beschwert. Ihre Anfechtungsklage bleibt daher ohne Erfolg.

LAG-KOELN – Urteil, 4 Sa 377/01 vom 24.08.2001

Bei der Beurteilung, ob einem Arbeitgeber der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist zugemutet werden kann (§ 626 BGB), darf nicht zu Lasten eines Betriebsratsmitglieds berücksichtigt werden, dass es ordentlich nicht kündbar ist.

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 9 L 1629/00 vom 13.10.2000

Eine Erneuerung eines Grundstücksanschlusses ist anzunehmen, wenn zur Wiederherstellung eines nach bestimmungsgemäßer Nutzung abgenutzten Anschlusses die ganze oder nicht unerhebliche Teile der Leitung ersetzt werden.

Kostenerstattung für Grundstücksanschlusskanal

Zur Abgrenzung der Erneuerung eines Grundstücksanschlusskanals zu bloßen Unterhaltungsmaßnahmen.

AG-BONN – Urteil, 6 C 727/99 vom 18.04.2000

Auch wenn das Halten einer Katze im Mietvertrag unter Erlaubnisvorbehalt steht, kann der Vermieter zur Duldung einer - ohne seine Erlaubnis- mieterseits gehaltenen Katze verpflichtet sein.

OLG-KOELN – Beschluss, 16 Wx 185/99 vom 24.01.2000

Hat die Wohnungseigentümerversammlung bestandskräftig einer baulichen Veränderung, die dann auch durchgeführt wurde, zugestimmt, so stellt sich die spätere Beseitigung dieser Maßnahme zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes ebenfalls als eine bauliche Veränderung dar, die der Zustimmung aller Wohnungseigentümer bedarf.

OLG-KOELN – Beschluss, 6 W 72/99 vom 21.12.1999

Ein (lediglich) zur Unterlassung verurteilter Gewerbetreibender (hier: Unterlassung der Führung einer bestimmten Berufsbezeichnung) ist auf Grund eines solchen Erkenntnisses auch zu positivem Tun verpflichtet, wenn seine Passivität (hier: Nichtbeseitigung des Störungszustandes) gleichbedeutend ist mit der Form der Verletzungshandlung.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 14 S 2795/99 vom 02.12.1999

Zum Verständnis des Begriffs der einfach zubereiteten warmen Speisen im Sinne von § 7 Abs 1 GastVO (GastV BW).

OLG-KOELN – Beschluss, 6 W 19/98 vom 29.12.1998

Bei der Bemessung eines Ordnungsgeldes nach § 890 ZPO sind im Rahmen der Gesamtwürdigung der den Titelverstoß begleitenden Umstände u.a. auch die Zeitspanne zwischen Verkündung des Unterlassungsurteils und der (ersten) Zuwiderhandlung hiergegen sowie die wirtschaftliche Situation des Schuldners im Zeitpunkt der Ordnungsmittelentscheidung angemessen zu berücksichtigen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, D 17 S 9/98 vom 28.09.1998

1. Eine Lösung von den in einem rechtskräftigen Urteil eines Strafgerichts getroffenen Feststellungen kommt nur ausnahmsweise und nur unter eng begrenzten Voraussetzungen in Betracht.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 3 S 1208/96 vom 17.09.1998

1. Die Eignung einer Garagenzufahrt ist von der Baurechtsbehörde zu prüfen.

2. Ein Stellplatz oder eine Garage ist nicht geeignet im Sinne des § 37 Abs 1 LBO (BauO BW) 1995, wenn ein auf öffentlichem Straßengrund stehender Baum die Zufahrt verhindert. Dies gilt auch für nicht notwendige Stellplätze oder Garagen.

3. Die Baumschutzsatzung der Stadt Heilbronn vom 15.02.1984 ist nichtig, soweit sie die im Stadtgebiet befindlichen Waldbestände unter Schutz stellt. Die Teilnichtigkeit führt nicht zur Gesamtnichtigkeit der Satzung, da ihr Geltungsbereich hinreichend bestimmbar ist und die Satzung ihren Schutzzweck im übrigen erfüllen kann.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 1678/98 vom 01.07.1998

1. Die Erneuerung des Drahtgeflechts einer Einfriedigung bringt deren Bestandsschutz auch dann zum Erlöschen, wenn die Pfosten belassen werden (Bekräftigung der Rechtsprechung des Senats, Beschl 28.11.1989 - 8 S 2765/89 -, VBlBW 1990, 267).

OLG-KOELN – Urteil, 19 U 259/97 vom 15.06.1998

Die Verpflichtung des Pächters, bei Vertragsende das Pachtobjekt im Zustand wie bei Vertragsbeginn zurückzugeben, umfaßt die Beseitigung von Einrichtungen oder Aufbauten, mit denen er oder sein Rechtsvorgänger die Pachtsache während der Vertragszeit versehen hat, grundsätzlich auch dann, wenn dies mit Zustimmung des Verpächters geschehen ist.

Der Beseitigungs- bzw. Wiederherstellungsanspruch des Verpächters unterliegt unabhängig vom Rechtsgrund, aus dem er hergeleitet wird, der kurzen Verjährung nach §§ 558, 581 Abs. 2 BGB. Zahlte der Kläger den vom Gericht nach einem sehr hohen Streitwert berechneten Gerichtskostenvorschuß nicht ein, weil er in der Klageschrift (zu Recht) einen wesentlich niedrigeren Streitwert angegeben hat, und erklärt er gegenüber dem Gericht, derzeit werde von der Fortführung des Verfahrens abgesehen, so ist eine Klagezustellung, die 2 Jahre später erfolgt, nicht mehr "demnächst" i.S.d. § 270 III ZPO erfolgt.


Seite:  1 ...  5  6  7  8  9  10 


Weitere Begriffe


Gesetze

Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:

Suche

Durchsuchen Sie hier Juraforum.de nach bestimmten Begriffen:

Sie lesen gerade: Entfernen - Urteile © JuraForum.de — 2003-2014

Kanzleinews einstellen | Sitemap | RSS | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum