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JuraForum.deUrteileSchlagwörterDDeutsche Bundesbahn 

Deutsche Bundesbahn

Entscheidungen der Gerichte

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 3064/89 vom 06.04.1992

1. Die (mittelbare) Verhaltenshaftung einer Reederei als Geschäftsherrin nach § 25 Abs 2 WaStrG setzt (lediglich) voraus, daß die Schiffsbesatzung (Verrichtungsgehilfe) die Gefahr bzw Störung verursacht hat; ein schuldhafter Pflichtverstoß (Fahrfehler der Schiffsbesatzung) ist nicht erforderlich.

2. Die Unterhaltungspflicht des Bundes für Binnenwasserstraßen nach §§ 7 Abs 1 und 2 WaStrG gebietet nicht die Beseitigung einer mit Pfeilern im Strombett stehenden, als Schiffahrtshindernis erkannten Brücke (durch einen verkehrsgerechten Brückenneubau).

3. Zur Bestimmtheit einer strompolizeilichen Anordnung, ein gesunkenes Schiff "im Einvernehmen" mit der Schiffahrtsverwaltung zu bergen sowie alle für die Schiffahrt nachteiligen Veränderungen aufgrund der Havarie zu beseitigen.

4. Lehnt ein Bergungsunternehmen den Abschluß eines Bergungsvertrags, bei dem es berechtigterweise auf einer Haftungsfreistellung gegenüber einem Dritten für Folgeschäden bei den Bergungsarbeiten infolge leichter Fahrlässigkeit besteht, wegen Ungewißheit über die Bonität des Störers ab, so führt dies nicht zur Rechtswidrigkeit einer entsprechenden strompolizeilichen (Bergungs-)Anordnung wegen Unmöglichkeit des Verlangten.

5. Zur Ablehnung eines Beweisantrags, wenn das Gericht aufgrund statistisch belegter Angaben des Gegners bereits vom Gegenteil überzeugt ist.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 4 S 342/91 vom 12.09.1991

1. Die Vorschrift des § 65 Abs 2 S 2 Nr 3 BBG (keine Nebentätigkeit in einer Angelegenheit im Tätigkeitsbereich der eigenen Behörde) steht der Genehmigung nicht entgegen, wenn ein Beamter der Deutschen Bundesbahn (Triebwagenführer), der nicht mehr im Busdienst verwendet wird, in Nebentätigkeit Reisebusse führen möchte. Der Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Konkurrenz durch das Omnibusgewerbe rechtfertigt es nach § 65 Abs 2 S 1 und 2 BBG nicht, dem Beamten die Genehmigung zu versagen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 5 S 1375/91 vom 24.07.1991

1. Soll ein Lagerschuppen der Deutschen Bundesbahn, der auf Bahnhofsgelände liegt und früher zu Bahnzwecken genutzt wurde, in ein privates Altöl-Zwischenlager umgebaut werden, so unterliegt dieses Vorhaben sowohl in formeller wie in materieller Hinsicht dem allgemeinen Baurecht.

2. Die zuständige Baurechtsbehörde ist in diesem Fall am Erlaß einer Baueinstellungsverfügung nicht deshalb gehindert, weil der rechtliche Charakter des Gebäudes als Bahnanlage nicht förmlich durch Planfeststellung oder "Entwidmung" aufgehoben wurde.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 14 S 1597/89 vom 15.02.1991

1. Zu den Anforderungen an die prognostische Wertung der öffentlichen Verkehrsinteressen durch die Genehmigungsbehörde bei der Entscheidung über einen Antrag auf Genehmigung der Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen im Linienverkehr.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 3 S 2948/89 vom 08.08.1990

1. Wendet sich der Kläger im Bauherrenprozeß gegen eine Veränderungssperre mit der Begründung, beim zugrundeliegenden Planaufstellungsbeschluß habe ein befangener Gemeinderat mitgewirkt, so beginnt die einjährige Rügefrist nach § 18 Abs 6 S 2 und 3 GemO BW erst mit der Bekanntmachung des Veränderungssperrenbeschlusses zu laufen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 11 S 2461/88 vom 25.04.1990

1. Die Anrechnung der allein mit zusätzlichen eigenen Mitteln - über die zumutbare Eigenbelastung hinaus - finanzierten Leistungen einer privaten Krankenversicherung auf die einem Bundesbahnbeamten zustehenden Zuschußleistungen, wie sie in Ziff 2.7.2 der Richtlinien für die Zahlung von Zuschüssen der DB in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen sowie bei Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten an Fürsorgeberechtigte, die nicht Mitglied der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) sind, in der ab 1.1.1986 geltenden Fassung vorgesehen ist, ist rechtswidrig ( im Anschluß an BVerwG, Urteil vom 24.11.1988, ZBR 1989, 283 zu § 15 Abs 1 S 1 BhV).

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 14 S 3077/88 vom 26.02.1990

1. Ein vorhandener Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen im Nachbarorts- bzw Ortslinienverkehr stellt insoweit kein "vorhandenes Verkehrsmittel" iSv § 13 Abs 2 Nr 2a PBefG dar, als er mit Fahrplänen betrieben wird, denen die Genehmigungsbehörde nach § 40 Abs 2 PBefG zwar zugestimmt hat, die aber duch die zugrundeliegende personenbeförderungsrechtliche Genehmigung für einen Überlandlinienverkehr mit Verdichtungen auf Teilstrecken nicht gedeckt sind.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 1806/89 vom 30.01.1990

1. Es besteht kein gesetzliches Rangverhältnis zwischen der Inanspruchnahme des Verursachungsstörers nach § 6 PolG (PolG BW) und des Zustandsstörers nach § 7 PolG.


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