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Dachneigung – Urteile online finden

Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Dachneigung“.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 1615/90 vom 07.09.1990

1. Der an das Verwaltungsgericht gerichtete Antrag, die sofortige Vollziehung des Verwaltungsakts anzuordnen, setzt nicht voraus, daß zuvor ein solcher Antrag von der Behörde förmlich abgelehnt worden ist. Es genügt jedenfalls, wenn die Behörde die Anordnung der sofortigen Vollziehung von sich aus ablehnt oder dem Begünstigten vorschlägt, den Antrag unmittelbar an das Verwaltungsgericht zu richten.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 1244/90 vom 03.07.1990

1. Die Festsetzung von zwei Vollgeschossen neben einem Baugebiet mit einem Vollgeschoß verstößt in der Regel nicht gegen das Rücksichtnahmegebot.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 3248/88 vom 16.03.1990

1. Ein Nachteil im Sinne des § 47 Abs 2 VwGO liegt nicht vor, wenn die Möglichkeit besteht, daß als Folge des angegriffenen Bebauungsplans ein anderer Plan ein benachbartes Gebiet mit für den Antragsteller nachteiligen Festsetzungen geändert wird. In einem solchen Fall bewirkt der später geänderte Plan einen Nachteil für den Antragsteller, nicht aber der Plan, der den Auslöser für die Planänderung bildet.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 8 S 1831/89 vom 10.01.1990

1. Die Erweiterung der rückwärtigen Baugrenzen bei Doppelhäusern zum Zwecke der Schaffung zusätzlichen Wohnraums ist nicht allein deshalb abwägungsfehlerhaft, weil einzelne Grundstückseigentümer eine solche Erweiterung nicht wünschen.

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 3188/89 vom 06.12.1989

1. Die Veränderung der Dachform von einem Flachdach in ein flachgeneigtes Satteldach in der mittleren von 3 Bauzeilen begründet gegenüber einem Grundstückseigentümer in der Nachbarzeile keinen Nachteil iS von § 47 Abs 2 VwGO, wenn die Besonnung seines Grundstücks nicht mehr als geringfügig verschlechtert wird und er sich im übrigen nur auf eine Beeinträchtigung der vom Bebauungsplan nicht geschützten Aussicht und des Orts- und Straßenbildes beruft.

OVG-SACHSEN-ANHALT – Beschluss, 2 L 7/02 vom 18.12.2003

1. Vorschriften über Dachformen und -neigungen verfolgen, auch wenn sie in einen Bebauungsplan aufgenommen worden sind, in der Regel nur im öffentlichen Interesse liegende Gestaltungsanliegen und vermitteln deshalb keinen Nachbarschutz.

2. Aus dem Gesichtspunkt der Rücksichtnahme kann sich ein Nachbar nur gegen solche Abweichungen wenden, die ihn unzumutbar beeinträchtigen. Wenn dies der Fall ist, unterliegt der Beurteilung im Einzelfall.

Diese Voraussetzungen sind bei einer Garage zu verneinen, welche keine erdrückende Wirkung auf das Nachbargrundstück hat und den genehmigten Grenzabstand einhält.

BAYERISCHER-VGH – Beschluss, 25 ZB 03.881 vom 23.05.2005



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