( dauerhaft?)  

JuraForum.deUrteileSchlagwörterBBildungsgang 

Bildungsgang

Entscheidungen der Gerichte




HESSISCHER-VGH – Beschluss, 7 TG 1718/07 vom 11.09.2007

Rechtsgebiete:HSchG, VOBGM
Schlagworte:Anspruch auf Aufnahme, Bildungsgang, bilingualer Zug, bilinguales Unterrichtsangebot
Stichwort:Bildungsgang
Leitsatz:1. Aus den Formulierungen in § 19 Abs. 1 VOBGM (ABl. 2005, S. 438) geht hervor, dass nach hessischer Rechtslage bilinguale Unterrichtsangebote grundsätzlich als Schwerpunktbildung innerhalb eines bestehenden Bildungsganges anzusehen sind.

2. Bei einem bilingualen Zug i. S. v. § 19 Abs. 2 VOBGM handelt es sich um einen Unterfall eines bilingualen Unterrichtsangebotes i. S. v. § 19 Abs. 1 VOBGM.

3. In aller Regel wird auch ein bilingualer Zug lediglich als Schwerpunktbildung innerhalb eines herkömmlichen Bildungsganges anzusehen sein. Dies schließt indes nicht aus, dass ein bilinguales Unterrichtsangebot im konkreten Einzelfall so viele Besonderheiten, die für eine spätere berufliche Ausbildung von Bedeutung sind, aufweisen kann, dass entgegen den Vorgaben des Verordnungsgebers ausnahmsweise ein eigenständiger Bildungsgang darin zu erblicken ist.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 7 TG 1718/07



NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 2 LC 9/07 vom 24.05.2007

Rechtsgebiete:GG, NSchG
Schlagworte:Bildungsgang, Förderschule, Kosten, notwendige: Schülerbeförderung, Waldorfschule
Stichwort:Bildungsgang
Leitsatz:Die Pflicht der Gebietskörperschaften zur Schülerbeförderung erstreckt sich auch auf den Besuch einer Waldorfschule außerhalb des Gebiets des Trägers durch ein behindertes Kind.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 2 LC 9/07

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 13 L 4066/00 vom 05.03.2003

Rechtsgebiete:NSchG
Schlagworte:Abschluss, Bildungsgang, Bildungsweg, Erfordernis des Abschlusses, Grundschule, Privatschulen, Schulen in freier Trägerschaft, Schülerbeförderungskosten, Waldorfschulen, pädagogisches Konzept
Stichwort:Bildungsgang
Leitsatz:1. Die den Trägern der Schülerbeförderung obliegende Pflicht, die Schüler der 1. - 10. Schuljahrgänge der allgemeinbildenden Schulen unter zumutbaren Bedingungen zur nächstgelegenen Schule der gewählten Schulform, die den verfolgten Bildungsgang anbietet, zu befördern, besteht entsprechend auch gegenüber Schulen in freier Trägerschaft.

2. Der Anspruch auf Beförderung oder Erstattung der notwendigen Aufwendungen setzt voraus, dass die infrage stehende Schule einen eigenständigen Bildungsgang anbietet.

3. Als Bildungsgang in schülerbeförderungsrechtlichem Sinne ist die besondere fachliche Schwerpunktbildung in einem schulischen Angebot anzusehen, die sich im allgemeinen zugleich in einer besonderen Gestaltung des Abschlusses auswirkt.

4. Das Festhalten aus Erfordernis des Abschlusses ist erforderlich, um bei der Schülerbeförderung die Subventionierung beliebiger Besonderheiten schulischer Angebote auf Kosten der Allgemeinheit auszuschließen.

5. Bietet eine Schule in freier Trägerschaft lediglich die Grundschule an, so fehlt es an dem Erfordernis des Abschlusses und mithin auch an einem eigenständigen Bildungsgang.

6. Wird die Grundschule jedoch mit gleichartigem pädagogischen Konzept in der Sekundarstufe I fortgeführt, ist dort der erforderliche Abschluss möglich, mit der Folge, dass der Beförderungsanspruch nicht nur für die Sekundarstufe, sondern auch für die Grundschule besteht. Dies gilt ebenso wie bei den Waldorfschulen auch für andere Schulen in freier Trägerschaft.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Urteil, 13 L 4066/00

HESSISCHER-VGH – Beschluss, 7 UZ 2265/02 vom 17.01.2003

Rechtsgebiete:HSchG
Schlagworte:Abschluss, Altgriechisch, Bildungsgang, humanistisch, Latein, Mittelstufe, Schülerbeförderungskosten, Sprachenfolge, Unterrichtsangebot
Stichwort:Bildungsgang
Leitsatz:Ein humanistisches Bildungsangebot mit einer dementsprechenden Sprachenfolge (Latein als erste und Altgriechisch als dritte Fremdsprache) des in der Mittelstufe besuchten Gymnasiums steht einer schülerbeförderungskostenrechtlichen Verweisung auf eine nähergelegene andere Schule nicht entgegen, in der der gewünschte Abschluss - hier die Versetzung in die Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe - am Ende der Mittelstufe im Bildungsgang des Gymnasiums ohne Schulwechsel erreichbar ist.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 7 UZ 2265/02


Seite:   1  2 


Weitere Begriffe




Weitere Entscheidungen der Gerichte

Urteile: Schlagworte

Urteile: Vorschriften

Lexikon

Gesetze


http://www.juraforum.de/urteile/begriffe/bildungsgang

"Bildungsgang - Urteile" © JuraForum.de — 2003-2012

Kanzleinews einstellen | Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum

ANZEIGEN