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außerdienstliches Verhalten

Entscheidungen der Gerichte




LAG-HAMM – Urteil, 8 Sa 1347/08 vom 29.01.2009

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Kündigung, wichtiger Grund, Ehegattenarbeitsverhältnis, angestellte Ärztin, außerdienstliches Verhalten, Urkundsdelikt
Stichwort:außerdienstliches Verhalten
Leitsatz:Verwendet die in der Arztpraxis ihres Ehemannes als Ärztin angestellte, jedoch allein mit häuslichen Abrechnungstätigkeiten befasste Arbeitnehmerin nach Trennung der Eheleute einen in der früheren Ehewohnung verbliebenen Rezeptblock der Arztpraxis gegen den Willen ihres Ehemannes zu Verordnung von Medikamenten für den Eigenbedarf, so betrifft dieses Handeln - unabhängig von der Frage der strafrechtlichen Einordnung als Urkundsdelikt - allein das sog. außerdienstliche Verhalten und stellt wegen des fehlenden Bezuges zur vertraglichen Aufgabenstellung keinen Grund zur fristlosen Kündigung dar.
Volltext: LAG-HAMM - Urteil, 8 Sa 1347/08



LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 5 Sa 313/08 vom 06.01.2009

Rechtsgebiete:ArbGG, BGB
Schlagworte:Kündigung, fristlos, Verdachtskündigung, Außerdienstliches Verhalten, Tätlichkeiten, Körperverletzung, schwere, Arbeitskollegin, Ehefrau
Stichwort:außerdienstliches Verhalten
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 5 Sa 313/08

LAG-HAMM – Urteil, 14 Sa 157/08 vom 04.11.2008

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:außerdienstliches Verhalten, außerordentliche Kündigung, Rechtsextremismus
Stichwort:außerdienstliches Verhalten
Leitsatz:Einzelfallentscheidung zur Frage einer außerordentlichen Kündigung des Leiters des S5 Fanprojekts wegen außerdienstlichen Verhaltens (Präsentation von Musik als DJ und Konzertveranstalter in Kenntnis des Umstands, dass bei einem Teil ihrer von Interpreten keine eindeutige Unterscheidung zwischen künstlerischer Provokation und rechtsextremer Propaganda mittels Musik erkennbar ist)
Volltext: LAG-HAMM - Urteil, 14 Sa 157/08

LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 2 Sa 150/02 vom 06.08.2002

Rechtsgebiete:KSchG, BAT, GG
Schlagworte:Kündigung, verfassungsrechtliche Meinungsäußerung, außerdienstliches Verhalten, öffentlicher Dienst
Stichwort:außerdienstliches Verhalten
Leitsatz:Bezeichnet ein Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes in einer außerdienstlich verfassten und - u.a. im Internet - verbreiteten Pressemitteilung die Anschläge des 11.9.2001 u.a. als "längst überfällige Befreiungsaktion", so billigt er damit die Terroranschläge.

Ein derartiges Verhalten ist als ein Angriff auf die Menschenwürde der Opfer und ihrer Hinterbliebenen zu bewerten und nicht mehr vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt. Der Arbeitgeber ist daher berechtigt, das Arbeitsverhältnis ohne vorherige Abmahnung wegen des hierdurch entstandenen Vertrauensverlustes zu kündigen.
Volltext: LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN - Urteil, 2 Sa 150/02


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