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ausnahmsweise Zulassung

Entscheidungen der Gerichte




VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 3 S 569/09 vom 29.04.2009

Rechtsgebiete:BauGB, BauNVO, LBO
Schlagworte:Doppelhaus, Balkonanlage, Abstandsflächen, ausnahmsweise Zulassung
Stichwort:ausnahmsweise Zulassung
Leitsatz:1. Die Hausform als Doppelhaus erfordert nicht, dass sämtliche parallel zur gemeinsamen Grundstücksgrenze verlaufenden Gebäudeaußenwände an der dem Doppelhausnachbarn zugewandten Seite eines Hauses an der Grenze errichtet werden. Eine bauliche Anlage verliert daher nicht den Charakter eines Doppelhauses, wenn Gebäudeteile mit einem Rücksprung zur gemeinsamen Grundstücksgrenze errichtet werden, solange die beiden Gebäude noch zu einem wesentlichen Teil aneinandergebaut sind.

2. Nach § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 LBO dürfen bauliche Anlagen grundsätzlich nur entweder grenzständig oder unter Einhaltung des vollen nach § 5 Abs. 7 LBO erforderlichen Grenzabstandes errichtet werden.

3. Die Bebauung mit einem Doppelhaus kann eine rechtliche Sondersituation für die Zulassung einer grenznahen Balkonanlage nach § 6 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 LBO begründen.
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Beschluss, 3 S 569/09



HESSISCHER-VGH – Beschluss, 3 A 825/08.Z vom 19.06.2008

Rechtsgebiete:BauGB
Schlagworte:ausnahmsweise Zulassung, Ermessen, Ermessensreduzierung auf Null, Gebietscharakter, Recht auf Ablösung, Spielhalle, Stellplatzpflicht, Trading-Down-Effekt, Vergnügungsstätte
Stichwort:ausnahmsweise Zulassung
Leitsatz:Können aufgrund eines einfachen Bebauungsplans, der keinen Gebietscharakter festsetzt, ausnahmsweise Spielhallen zugelassen werden, kommt es nicht auf die Bestimmung des tatsächlichen Gebietscharakters und ein Sich-Einfügen nach § 34 BauGB an, sondern darauf, ob eine Ermessensreduzierung auf Null für die Erteilung einer Ausnahme vorliegt.

Bei ihrer Ermessensentscheidung darf die Bauaufsicht berücksichtigen, ob es weitere Spielhallen im Plangebiet gibt, ob mit der Zulassung zusätzlicher Spielhallen ein städtebaulich unerwünschter Trading-down-Effekt verbunden ist und ob die Stellplatzpflicht ohne Ablösung erfüllt werden kann.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 3 A 825/08.Z

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 5 S 1655/01 vom 10.10.2002

Rechtsgebiete:LBO
Schlagworte:Balkon, Abstandsflächen, ausnahmsweise Zulassung
Stichwort:ausnahmsweise Zulassung
Leitsatz:1. Ein Balkon, der die Privilegierungsmaße des § 5 Abs. 6 Nr. 2 LBO nicht einhält, ist selbst abstandsflächenpflichtig.

2. Zur Frage, ob eine an der Grundstücksgrenze errichtete gemeinsame Brandmauer die für eine Zulassung eines grenznahen Balkons nach § 6 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 LBO erforderliche Sondersituation auf dem Nachbargrundstück begründen kann.
Volltext: VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Urteil, 5 S 1655/01


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