JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > A > Asylfolgeverfahren
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, AufenthG, RL 2004/83/EG, EMRK, tStGB |
| Schlagworte: | Türkei, politische Verfolgung, Strafverfahren, Staatsschutzdelikt, Beleidigung, staatlicher Einrichtungen, Asylfolgeverfahren, subjektive Nachfluchtgründe, Ausschlusstatbestand, Regel-Ausnahmeklausel, Abschiebungsschutz, EMRK, erniedrigende Behandlung, RL 2004/83/EG |
| Stichwort: | Asylfolgeverfahren |
| Leitsatz: | Zum politischen Charakter eines Strafverfahrens wegen Beleidigung der Sicherheitskräfte, des Militärs und des Rechtswesens der Türkei gemäß Art. 159 tStGB a.F. bzw. § 301 tStGB n.F. (hier bejaht). |
| Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Urteil, 10 A 11052/06.OVG | |
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, AufenthG, VwVfG |
| Schlagworte: | Abschiebungsverbot, Asylfolgeverfahren, Posttraumatische Belastungsstörung, Retraumatisierung, Türkei, Vergewaltigung durch türkische Soldaten, Wiederaufgreifen des Verfahrens |
| Stichwort: | Asylfolgeverfahren |
| Leitsatz: | Zur Gefahr einer Retraumatisierung bei Rückkehr in die Türkei (hier bejaht). |
| Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Beschluss, 11 LB 398/05 | |
| Rechtsgebiete: | AufenthG, AsylVfG |
| Schlagworte: | Sikh, Indien, Asylfolgeverfahren, Abschiebungsverbot, kleines Asyl, Berufung, Zulassungsverfahren, Grundsatzbedeutung, subjektive Nachfluchtgründe, exilpolitische Betätigung, Babbar Khalsa, Ausschlusstatbestand, zeitlicher Anwendungsbereich, Übergangsregelung, sachlicher Anwendungsbereich, Rückwirkung, tatbestandliche Rückanknüpfung, verfassungsrechtliche Grenzen, Regel-Ausnahmeklausel, Sinn und Zweck |
| Stichwort: | Asylfolgeverfahren |
| Leitsatz: | 1. Exilpolitische Tätigkeiten eines aus Indien geflüchteten Sikh für die Babbar Khalsa Deutschland, die nach der bestandskräftigen Ablehnung seines Asylbegehrens aber noch vor dem 1. Januar 2005 aufgenommen wurden, fallen nach §§ 77 Abs. 1 Satz 1, 87b AsylVfG i.V.m. Art. 15 Abs. 3 Zuwanderungsgesetz in den Anwendungsbereich des § 28 Abs. 2 AsylVfG, ohne dass dabei die verfassungsrechtlichen Grenzen der tatbestandlichen Rückanknüpfung von Gesetzen verletzt werden. 2. Mit der Regelung des § 28 Abs. 2 AsylVfG bezweckt der Gesetzgeber die Koordination der Schutzfunktionen des großen und des kleinen Asyls in Bezug auf das Folgeverfahren, so dass dort wegen subjektiver Nachfluchtgründe Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 1 AufenthG nur ausnahmsweise und zwar dann gewährt werden kann, wenn die Nachfluchtgründe auch im Asylverfahren beachtlich werden können. |
| Volltext: OVG-RHEINLAND-PFALZ - Beschluss, 6 A 10761/05.OVG | |
| Rechtsgebiete: | AsylVfG, AuslG, VwGO, VwVfG |
| Schlagworte: | Asylfolgeverfahren, Wiederaufgreifen des Verfahrens, Ermessen, Ermessensreduzierung, zielstaatsbezogenes Abschiebungshindernis, Krankheit, medizinische Behandlungsmöglichkeiten im Zielstaat, Abschiebestopp-Erlass, Spruchreife, gerichtliche Aufklärungspflicht |
| Stichwort: | Asylfolgeverfahren |
| Leitsatz: | 1. Bei einer Entscheidung über das Wiederaufgreifen des Verfahrens zur Feststellung der tatbestandlichen Voraussetzungen eines Abschiebungshindernisses nach § 53 Abs. 6 AuslG i.V.m. § 51 Abs. 5, §§ 48, 49 VwVfG ist das Ermessen zugunsten des Ausländers regelmäßig auf Null reduziert, wenn er im Zielstaat der drohenden Abschiebung einer extremen individuellen Gefahr ausgesetzt wäre. 2. Die Verwaltungsgerichte sind auch in solchen Verfahren gehalten, die Sache zulasten oder zugunsten des Ausländers so weit wie möglich spruchreif zu machen (§ 113 Abs. 5 Satz 1 VwGO), bevor sie das Bundesamt zu einer Neubescheidung verpflichten. |
| Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 1 C 15.03 | |
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