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Asylantrag

Entscheidungen der Gerichte




OVG-SACHSEN-ANHALT – Beschluss, 2 M 55/09 vom 04.06.2009

Rechtsgebiete:AufenthG
Schlagworte:Asylantrag, Aufenthaltsbeendigung, Ausländerbehörde, Behinderung, Duldung, Falschangaben, Täuschung
Stichwort:Asylantrag
Leitsatz:Täuschungen über die Identität eines Ausländers wirken, auch wenn sie im Asylverfahren gegenüber dem Bundesamt getätigt worden sind, auch gegenüber der Ausländerbehörde.

Auch bei der Durchführung eines Asylverfahrens obliegt der Ausländerbehörde die Entscheidung über die Abschiebung eines Ausländers.
Volltext: OVG-SACHSEN-ANHALT - Beschluss, 2 M 55/09



HESSISCHER-VGH – Beschluss, 9 A 452/08 vom 27.05.2008

Rechtsgebiete:AsylVfG, AufenthG
Schlagworte:Ablehnung, Anspruche, Asylantrag, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltstitel, offensichtlich unbegründet
Stichwort:Asylantrag
Leitsatz:Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 104a AufenthG darf in Fällen, in denen ein Asylantrag des Antragstellers zuvor als offensichtlich unbegründet abgelehnt wurde (§ 30 Abs. 3 AsylVfG), vor der Ausreise nicht erteilt werden (§ 10 Abs. 3 Satz 2 AufenthG). Die Ausnahmeregelung des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG greift insoweit nicht ein, weil § 104a AufenthG keinen "Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels" im Sinne des § 10 Abs. 3 Satz 3 AufenthG vermittelt.
Volltext: HESSISCHER-VGH - Beschluss, 9 A 452/08

NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 13 ME 203/07 vom 10.03.2008

Rechtsgebiete:AufenthG, EU-AsylantragszuständigkeitsVO
Schlagworte:Asylantrag, missbräuchlicher Asylantrag, Zurückschiebung
Stichwort:Asylantrag
Leitsatz:1. Die Zurückschiebung eines Drittstaatsangehörigen in einen EU-Mitgliedsstaat darf auch erfolgen, sofern die Rücknahme lediglich wegen des dort gestellten Asylantrags erklärt wird.

2. Dies gilt auch bei einem nach den Angaben des Ausländers missbräuchlich gestellten Asylantrag.
Volltext: NIEDERSAECHSISCHES-OVG - Beschluss, 13 ME 203/07

OVG-SACHSEN-ANHALT – Urteil, 3 L 75/06 vom 30.01.2008

Rechtsgebiete:AsylVfG
Schlagworte:Asylantrag, Fiktion, Gruppenverfolgung, Minderjähriger, Syrien, Willensentschließungsfreiheit, Willenserklärungsfreiheit, Yeziden
Stichwort:Asylantrag
Leitsatz:1. Die fingierte Asylantragstellung in § 14a Abs. 2 Satz 3 AsylVfG verletzt nicht die negative Willensentschließungs- und Willenserklärungsfreiheit des minderjährigen Kindes bzw. seines gesetzlichen Vertreters.

2. Die in der BRD geborene Klägerin, die nach Angaben ihrer Eltern yezidischer Religionszugehörigkeit ist, hat im Falle ihrer (erstmaligen) Rückkehr nach Syrien, als dem Land ihrer Staatsangehörigkeit, eine Gruppenverfolgung nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit zu befürchten.
Volltext: OVG-SACHSEN-ANHALT - Urteil, 3 L 75/06


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