JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > A > Agrarmarkt
| Rechtsgebiete: | VO (EWG) Nr. 1766/92, VO (EG) Nr. 1868/94, VO (EG) Nr. 97/95, VO (EG, EURATOM) Nr. 2988/95, MOG, VwVfG, KartPVO |
| Schlagworte: | Landwirtschaftsrecht, Gemeinschaftsrecht, Marktorganisationen, Agrarmarkt, Kartoffelstärke, Stärkeunternehmen, Stärkehersteller, Erzeuger, Erzeugergemeinschaft, Beihilfe, Prämie, Ausgleichszahlung, Regelungsadressat, Bewilligungsadressat, Rücknahme, Rückforderung, Sanktion, Bestimmtheit, Verhältnismäßigkeit |
| Stichwort: | Agrarmarkt |
| Leitsatz: | Die Rücknahme eines Verwaltungsakts muss sich an denjenigen richten, zu dem der Verwaltungsakt ein Rechtsverhältnis begründet hat, sofern nicht zwischenzeitlich eine Rechtsnachfolge stattgefunden hat. Prämien und Ausgleichszahlungen können nach dem einschlägigen Gemeinschaftsrecht nur für Kartoffeln gewährt werden, die der Stärkehersteller aufgrund eines Anbauvertrages bezieht. Ein Anbauvertrag kann nur mit einem Kartoffelerzeuger geschlossen werden, nicht mit einem Händler. Dem Europäischen Gerichtshof wird die Frage vorgelegt, ob Art. 13 Abs. 4 VO (EG) Nr. 97/95 eingreift, wenn ein Stärkehersteller Kartoffeln aufgrund eines nicht mit einem Erzeuger geschlossenen Vertrages bezieht, die Lieferung aber nicht zu einer Überschreitung seines Unterkontingents geführt hat; ferner ob die genannte Vorschrift mit dem gemeinschaftsrechtlichen Bestimmtheitsgrundsatz vereinbar und ob sie verhältnismäßig ist; schließlich, ob der Stärkehersteller die Unregelmäßigkeit auch dann durch Fahrlässigkeit verursacht hat, wenn die zuständige Behörde die Prämie in voller Kenntnis des Sachverhalts bewilligte. |
| Volltext: BVERWG - Urteil, BVerwG 3 C 37.03 | |
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