JuraForum.de > Urteile > BAYOBLG > Urteil vom 25.11.2003, Aktenzeichen: 1Z RR 6/02
| Leitsatz: | 1. Werden auf Grund eines angefochtenen Erschließungsbeitragsbescheids im Vollstreckungsverfahren auch Säumniszuschläge und eine Mahngebühr gezahlt, so können die Säumniszuschläge und die Mahngebühr nach Aufhebung des Erschließungsbeitragsbescheids nicht als Schadensersatz analog § 717 Abs. 2 ZPO zurückgefordert werden. 2. Der öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch umfasst in einem solchen Fall nicht auch die Säumniszuschläge und die Vollstreckungskosten. 3. Zur Frage, inwieweit § 17 Abs. 2 GVG es erfordert und ermöglicht, den im Zivilrechtsweg - auf Grund von Rechtsgrundlagen, für die der Zivilrechtsweg gegeben ist - geltend gemachten Anspruch auf Rückzahlung von Säumniszuschlägen und Vollstreckungskosten auch hinsichtlich öffentlich-rechtlicher Rechtsgrundlagen zu prüfen. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO, GVG, VwZVG, KAG, AO |
| Vorschriften: | BGB § 839, ZPO § 717 Abs. 2, ZPO § 788 Abs. 2, GVG § 17 Abs. 2, GVG § 17a Abs. 5, VwZVG Art. 26 Abs. 7 Satz 1, VwZVG Art. 28, KAG Art. 10 Nr. 2, KAG Art. 13 Abs. 1 Nr. 1.b, KAG Art. 13 Abs. 1 Nr. 2.b, KAG Art. 13 Abs. 1 Nr. 5.a, KAG Art. 13 Abs. 1 Nr. 5.b, KAG Art. 13 Abs. 1 Nr. 5.dd, AO § 3 Abs. 4, AO § 37 Abs. 2, AO § 218, AO § 227, AO § 240, |
| Verfahrensgang: | OLG Nürnberg 4 U 2862/01 vom 28.11.2003 LG Regensburg 4 O 799/01 |
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