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JuraForum.deUrteileBAYOBLGBeschluss vom 19.02.2004, Aktenzeichen: 2Z BR 219/03 



BAYOBLG – Aktenzeichen: 2Z BR 219/03

Beschluss vom 19.02.2004


Leitsatz:1. Ein Antrag auf Ungültigerklärung der Feststellung in einem Protokoll, dass die gesetzliche Ladungsfrist eingehalten ist, ist unzulässig.

2. Ein Eigentümerbeschluss über die Bestellung eines Schriftführers für die Eigentümerversammlung kann nicht selbständig angefochten werden.

3. Die Verpflichtung des Antragstellers im Verfahren über die Ungültigerklärung eines Abrechnungsbeschlusses, die von ihm angenommenen Mängel der Abrechnung konkret darzulegen, kann beschränkt sein und zu einer erweiterten Amtsermittlungspflicht führen, wenn der Verwalter an die Wohnungseigentümer die Abrechnungen nicht versandt hat.

4. Eine Erhöhung der Verwaltervergütung während des Laufs des Verwaltervertrags entspricht in der Regel nicht ordnungsmäßiger Verwaltung. Sie kann jedoch einer solchen entsprechen, wenn der Verwaltervertrag eine Erhöhungsklausel beinhaltet. Der Verwalter hat auch in solchen Fällen keinen Anspruch darauf, dass durch eine nachträgliche Erhöhung Umstände berücksichtigt werden, die bereits bei der ursprünglichen Vereinbarung der Vergütung hätten kalkuliert werden können.
Rechtsgebiete:BGB, FGG, WEG
Vorschriften:BGB § 675, FGG § 12, WEG § 26, WEG § 28 Abs. 5, WEG § 43, WEG § 44,
Verfahrensgang:LG Passau 2 T 218/02 vom 05.09.2003
AG Freyung 1 UR II 65/01 WEG

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