JuraForum.de > Urteile > BAYERISCHER-VGH > Urteil vom 17.03.2004, Aktenzeichen: 4 BV 03.1159
| Leitsatz: | Die Pflicht des Gemeinderates, bei der Zusammensetzung der Ausschüsse dem Stärkeverhältnis der in ihm vertretenen Parteien und Wählergruppen Rechnung zu tragen (Art. 33 Abs. 1 Satz 2 GO), schließt die Sitzverteilung nach dem d'Hondtschen Höchstzahlverfahren aus, wenn eine dabei im Einzelfall durch eine sog. Über-Aufrundung auftretende Überrepräsentation einer Fraktion zu Lasten einer anderen durch alternative Verfahren (z.B. nach Hare-Niemeyer oder Saint Laguë/Schepers) vermieden wird, ohne dass die bei jenen Verfahren auftretenden Rundungsfehler zu einer Unterrepräsentation anderer Fraktionen bzw. Gruppen führen. |
| Rechtsgebiete: | GO |
| Vorschriften: | GO Art. 33 Abs. 1 Satz 2, |
| Stichworte: | Ausschussbesetzung, Spiegelbildlichkeit, Proportionalität, D'Hondt, Hare-Niemeyer, Saint Lague/Schepers, Höchstzahlverfahren, Restverteilungsverfahren, Verzerrungsverbot, Überaufrundung, |
| Verfahrensgang: | VG Regensburg RN 3 K 02.1213 vom 26.03.2003 |
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